Fr., 16.11.2018

Mehr als 700 Schüler besuchen zweite Delbrücker Ausbildungsmesse in Ostenland Auf der Suche nach dem Traumjob

Wirtschaftsförderin Christiane Rolf von der Stadt Delbrück und Christian Namyslo (Bang-Startercenter) sind mit dem Verlauf der zweiten Delbrücker Ausbildungsmesse zufrieden.

Wirtschaftsförderin Christiane Rolf von der Stadt Delbrück und Christian Namyslo (Bang-Startercenter) sind mit dem Verlauf der zweiten Delbrücker Ausbildungsmesse zufrieden. Foto: Besim Mazhiqi

Von Meike Oblau

Delbrück (WB). Was genau macht eigentlich ein Packmitteltechnologe? Gesamtschüler Niklas lässt sich das auf der zweiten Delbrücker Ausbildungsmesse erklären und weiß jetzt, dass er diesen Beruf direkt vor Ort in Delbrück erlernen kann: bei der Firma Schulte Kartonagen.

Mehr als 700 Schüler bevölkern die ehemalige Hauptschule Ostenland auf der Suche nach ihrem Traumjob. 43 Unternehmen aus den Kreisen Paderborn und Gütersloh präsentieren sich. »Fachkräftemangel ist ein großes Thema«, sagt Pascal Pöhler, Assistent der Geschäftsleitung bei Schulte Kartonagen. Seine Firma bildet Industriekaufleute, Maschinen- und Anlagenführer und Packmitteltechnologen aus und zeigt in Ostenland, dass Pappe mehr sein kann als reines Verpackungsmaterial. An seinem Stand können die Besucher in einem Papp-Sessel Platz nehmen. »Der hält«, verspricht Pöhler, und bequem ist er auch.

Für die älteren Schüler der Delbrücker Gesamtschule, des Gymnasiums und der Hauptschule Westenholz ist der Besuch der Messe Pflicht, nachmittags besteht zudem freiwillig die Gelegenheit, noch einmal mit den Eltern wiederzukommen oder die Messe auch als auswärtiger Schüler zu besuchen.

»Für uns ist das eine gute Gelegenheit, zu zeigen, was der Standort Delbrück beim Thema Berufsausbildung für Möglichkeiten bietet«, sagt Maximiliane Lehrig von Newalu (ehemals Belte). Dieses Konzept überzeugt auch Christiane Rolf, Wirtschaftsförderin der Stadt Delbrück: »Gerade Zehntklässler, die mit der Schule fertig sind, aber noch keinen Führerschein haben, sind oft überrascht, wie vielfältig das Angebot an verschiedenen Ausbildungsplätzen direkt hier im Ort ist.«

Thema Ausbildung spielt im Schulalltag große Rolle

Inzwischen gebe es so viele unterschiedliche Berufsbezeichnungen und so viele Spezialisierungen, dass es hilfreich sein könne, sich die verschiedenen Berufe direkt bei der Ausbildungsmesse erklären zu lassen – auch um möglicherweise zu erkennen, dass ein Beruf vielleicht doch nicht so gut passt wie in der Theorie gedacht, sagt Rolf. Auch Gesamtschulleiterin Theresia Diekmann-Brusche macht sich vor Ort ein Bild von der Messe. Das Thema Ausbildung spiele im Schulalltag eine große Rolle, sagt sie. Und die Arbeit fruchtet: »Ich bin immer erstaunt, wie viele der jetzigen Achtklässler schon eine ziemlich klare Vorstellung von ihrem künftigen beruflichen Weg haben.«

Zum Scherzen aufgelegt ist Bürgermeister Werner Peitz: »Wer weiß, vielleicht gibt es hier für den Zeitraum nach der Kommunalwahl auch noch berufliche Tipps für mich. Mit 57 und Vorkenntnissen als Bürgermeister müsste doch was zu machen sein«, spaßt Peitz und lässt sich von einigen Gesamtschülern erst mal bei der Firma Kühlmann in die Fotobox zu einem Erinnerungs-Selfie einladen. Ob er im Anschluss daran einen neuen Traumjob gefunden hat, ist nicht überliefert – aber bis mindestens 2020 ist er ja auch erst mal noch Bürgermeister...

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6192964?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851065%2F