Sa., 09.02.2019

Abrissarbeiten auf dem alten Nolte-Gelände in Delbrück – mit Video Koloss kippt und sinkt in die Knie

Nachdem die Beine des Bunkers vorher angesägt worden waren, reichte ein kräftiger Schubser des 70-Tonnen-Baggers aus, um den Metallbehälter umzuwerfen.

Nachdem die Beine des Bunkers vorher angesägt worden waren, reichte ein kräftiger Schubser des 70-Tonnen-Baggers aus, um den Metallbehälter umzuwerfen. Foto: Jörn Hannemann

Von Jürgen Spies

Delbrück (WB). Rrrumms! Mit Getöse ist am Freitag gegen 9.30 Uhr einer der beiden Spänebunker auf dem Gelände der ehemaligen Möbelfabrik Nolte umgekippt. Abbruchexperten der Firma Wimmelbücker hatten dem Koloss aus Metall vorher die Beine angesägt.

Dann reichte ein kräftiger Schubser mit einem 70 Tonnen schweren Longfront-Bagger, und schon ging der Bunker in die Knie. Wenig später war auch der zweite Spänebunker, ein bulliger Bau aus Beton, nur noch ein Trümmerfeld.

Beide Bunker zur Westenholzer Straße hin prägten das einstige Nolte-Gelände, das künftig Gewerbepark Hagen heißt. Hier, auf dem fast 17 Fußballfelder großen Areal, entsteht ein Neubauprojekt riesigen Ausmaßes (das WV berichtete). Der Paragon-Konzern wird in den nächsten Monaten gebündelt an einem Standort, in mehreren Etappen und für mehrere Geschäftsfelder expandieren.

Ende 2019 soll der Neubau bezogen werden

Klaus-Dieter Frers, Paragon-Gründer und Vorsitzender der Geschäftsführung der paragon GmbH & Co. KGaA, bestätigte in einem Gespräch mit dieser Zeitung, dass bis Mitte 2020 etwa 500 Mitarbeiter im Gewerbepark Hagen beschäftigt sein werden. Der wachsende Raumbedarf der Firmen werde Schritt für Schritt realisiert. Zunächst für die Paragon movasys GmbH (Karosserie-Kinematik; Fahrzeug-Aerodynamik), dann für die Voltabox AG (Hochleistungsbatteriesysteme), im dritten Step folgt die Errichtung der Firmenzentrale – ein architektonisch außergewöhnlicher, 33 Meter hoher, gläserner Bürokomplex.

 

»Wir liegen hervorragend im Zeitplan. Ziel ist, dass wir schon Ende 2019 den Neubau für Paragon movasys beziehen können«, so Frers. Im April soll in dem dann umgebauten ehemaligen Nolte-Messezentrum mit der Fertigung des kleinen Elektroautos »Microlino« begonnen werden, gebaut von der Artega GmbH, die nicht zum Paragon-Konzern gehört. Einziger Gesellschafter und Geschäftsführer ist Klaus-Dieter Frers.

Abbruch-Team arbeitet oft bis in die Abendstunden hinein

Frers und der mit der Projektsteuerung zur Realisierung des Gewerbeparks Hagen beauftragte Delbrücker Architekt Martin Hüllmann lobten am Freitag ausdrücklich die Teamleistung, die seit Wochen, oft bis in die Abendstunden hinein, das Mastholter Abbruchunternehmen Wimmelbücker erbringt. Jetzt, wo alles am Grund liegt, wird erst die Dimension des Areals so richtig deutlich.

Etwa 200.000(!) Kubikmeter umbauten Raums haben sich in Bauschutt verwandelt, der an Ort und Stelle recycelt und bald unter anderem als Schotterplanum genutzt wird. Wahre Berge aus Altholz werden in Kraftwerken in Energie umgewandelt. Und auch das Altmetall ist bares Geld wert.

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