Mi., 13.02.2019

Baugrundstücke zwischen Lippe und Ems sind heiß begehrt Delbrücker bauen gern und viel

Im Baugebiet »Klas« in Westenholz, nördlich der Siedlung »Böckmanns Feld«, laufen die Erschließungsarbeiten. Die Stadt Delbrück stellt zwölf Grundstücke zur Verfügung. Im Frühjahr sollen sie baureif sein.

Im Baugebiet »Klas« in Westenholz, nördlich der Siedlung »Böckmanns Feld«, laufen die Erschließungsarbeiten. Die Stadt Delbrück stellt zwölf Grundstücke zur Verfügung. Im Frühjahr sollen sie baureif sein.

Von Jürgen Spies

Delbrück (WB). Trotz gestiegener Baukosten und obwohl die Stadt ständig neues Siedlungsgelände erschließt und verkauft, ist die Nachfrage nach Baugrundstücken im Delbrücker Land weiterhin groß. »Delbrück wächst, die Einwohnerzahl steigt. Das spiegelt sich auch in der Nachfrage nach Baugrundstücken wider«, sagt Heinz Börnemeier, Leiter des Fachbereiches Zentrale Dienste.

Das mit Abstand größte Baugebiet entsteht im Westen von Delbrück-Mitte . Im März soll der Bebauungsplan Lerchenweg als Satzung beschlossen werden. Danach beginnt die Stadt umgehend mit der Erschließung der rund 100 Grundstücke. »Verkaufsbeginn der Parzellen wird frühestens Ende 2020 sein, weil die Erschließungsarbeiten für ein so großes Gebiet lange dauern«, blickt Börnemeier voraus. Drei große Grundstücke in diesem Baugebiet sind für den öffentlich geförderten Wohnungsbau (maximal 18 Wohnungen) vorgesehen. »Wir möchten in dieser Siedlung, in der bei voller Bebauung einmal so viele Menschen wie in einem kleinen Dorf leben werden, eine gute Durchmischung hinbekommen«, sagt Bürgermeister Werner Peitz.

Günstiger in den Ortsteilen

Ob in Delbrück-Mitte oder in einem der Ortsteile: Etwa 90 bis 95 Prozent aller Grundstücke für den privaten Hausbau gehen – wenn die Stadt den Grund und Boden zum Verkauf anbietet – an Käufer aus dem Delbrücker Land. Derzeit kostet ein Quadratmeter Bauland in den Delbrücker Dörfern vollerschlossen etwa 90 Euro. »Der Straßenbau ist der kostspieligste Teil der Erschließung«, berichtet Heinz Börnemeier. In Delbrück-Mitte liegt der Kaufpreis pro Quadratmeter städtischen Baulands derzeit bei etwa 120 bis 130 Euro, ebenfalls vollerschlossen.

Im vergangenen Jahr konnten in Boke im Baugebiet »Hölzermann Weg Süd« elf städtische Bauplätze vergeben werden. Die Erschließungsarbeiten sind in diesem Gebiet bis auf die Asphaltdecke abgeschlossen, so dass hier in Kürze die ersten Wohnhäuser entstehen können. Börnemeier: »Die Nachfrage war so groß, dass bei weitem nicht alle Bewerber aus Boke berücksichtigt werden konnten.«

Wegen eines vermeintlichen archäologischen Fundes hatten sich im vergangenen Jahr die Erschließungsmaßnahmen verzögert. »In Boke müssen wir alsbald wieder ein neues Baugebiet an den Start bringen«, weiß Bürgermeister Peitz, dass der Stadt nachweislich noch etliche Bewerbungen ortsansässiger Bürger vorliegen, die verbindlich einen Bedarf an Grundstücken in diesem Ortsteil angemeldet haben. Ähnliches gilt auch in anderen Delbrücker Dörfern zwischen Lippe und Ems.

In Westenholz werden in nächster Zeit zwölf städtische Bauplätze im Baugebiet »Klas« nördlich der großen Siedlung »Böckmanns Feld« angeboten. Die Erschließungsarbeiten laufen auch hier bereits, so dass voraussichtlich im Frühjahr mit Bau der ersten Häuser begonnen werden kann.

Voraussichtlich im Sommer werden 13 Grundstücke in Steinhorst im Baugebiet »Düsterhusweg« zum Verkauf kommen. Hier wird in wenigen Tagen mit den Erschließungsarbeiten begonnen.

Im Herbst sollen etwa zwölf Grundstücke in Anreppen vermarktet werden. Das Gebiet heißt »Auf’m Kloster«, wird im Frühjahr erschlossen und grenzt an die vorhandene Bebauung am Klosterweg an.

Nachholbedarf in Ostenland

Nach vielen Jahren, in denen keine Bauplätze angeboten werden konnten, verfügt die Stadt in Ostenland inzwischen über mehrere Grundstücke. Börnemeier: »Diese können leider nur sukzessive ausgewiesen werden, weil die Bezirksregierung den Bedarf als nicht so groß ansieht. Im ersten Schritt werden ungefähr 28 Bauplätze im Bereich Wittendorf entstehen. Die Erwerber sollen möglichst im Frühling 2020 mit der Bebauung beginnen können.« Folgen werden in einem zweiten Bauabschnitt etwa 20 weitere Bauplätze; einen dritten Bauabschnitt soll es ebenfalls noch geben – so groß ist die Nachfrage in Ostenland, und zwar nachweislich.

Der Bebauungsplan »Brakendiek« in Lippling wird voraussichtlich nicht mehr in diesem Jahr rechtskräftig werden. Die Erschließung dieses großen Gebietes soll in zwei Bauabschnitten erfolgen. Im ersten Abschnitt will die Stadt 2020/21 voraussichtlich etwa 25 Plätze verkaufen.

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