Di., 14.05.2019

Delbrücker Autozulieferer trotzt Branchenschwäche dank Tochter Voltabox treibt Paragon an

Vorstandschef Klaus Dieter Frers

Vorstandschef Klaus Dieter Frers Foto: Jörn Hannemann

Von Oliver Horst

Delbrück (WB). Der Delbrücker Autozulieferer Paragon hat im ersten Quartal dem Negativtrend der Branche getrotzt – vor allem auch dank seiner auf Elektromobilität spezialisierten Tochter Voltabox.

Die beiden börsennotierten Unternehmen haben von Januar bis März jeweils Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr kräftig gesteigert. »Paragon hat sich von dem Negativtrend abkoppeln können«, erklärt Paragon-Chef und Voltabox-Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Dieter Frers.

Paragon steigerte den Umsatz im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr von 34,2 auf 43 Millionen Euro. Zum Plus von 8,8 Millionen steuerte allein Voltabox 7,5 Millionen bei. Die Tochter steigerte ihren Umsatz von 5,1 auf 12,6 Millionen Euro. Zudem legte das Segment Mechanik, etwa mit softwaregesteuerten Heckspoilern, von 7,5 auf 8,7 Millionen zu. Die Erlöse im Bereich Elektronik stagnierten indes bei 21,7 Millionen. Impulse erhofft sich Paragon vom neu entwickelten Sprachassistenten »Edwin«. Damit sei der Konzern »innerhalb kurzer Zeit zu einem der technologisch führenden Anbieter der digitalen Spracherkennung geworden«.

Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) erhöhte sich bei Paragon im ersten Vierteljahr von 1,6 auf 2,0 Millionen. Auch dank eines Steuereffekts stand unter dem Strich ein Quartalsgewinn von 1,7 Millionen Euro – nach einem Vorjahresverlust von 0,6 Millionen.

Hohe Nachfrage nach Akkus für E-Bikes

Voltabox steht nach den Worten von Vorstandschef Jürgen Pampel derweil vor einem »starken Wachstumsjahr«. Neben dem florierenden Geschäft mit Batteriepacks für Gabelstapler und weitere Intralogistikfahrzeuge gebe es eine hohe Nachfrage nach Akkus für E-Bikes. Zudem plant Voltabox den Einstieg ins Geschäft mit Batterien für E-Autos. Nicht nur der Umsatz stieg um 150 Prozent. Beim Ergebnis stehen nun schwarze statt rote Zahlen. Das Ebit belief sich auf plus 0,6 nach zuvor minus 0,8 Millionen. Unterm Strich fiel ein Überschuss von 837.000 Euro an – im Vorjahr stand noch ein Verlust von 1,3 Millionen zu Buche.

Dank der positiven Entwicklung stieg auch die Mitarbeiterzahl im Paragon-Konzern binnen Jahresfrist von 679 auf 1057. Bei Voltabox erhöhte sie sich von 108 auf 243.

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