Di., 18.06.2019

Schüler, Lehrer und Ehemalige kommen zum Schlussakkord nach Westenholz Hauptschule ist nach 50 Jahren Geschichte

Waltraud Güllenstern (ehemalige Schulsekretärin), Schulleiter Josef Osdiek, Schulsekretärin Susanne Sasse, Jörg Wenzel (Schulleiter von 2012 bis 2018), Rudolf Michaelis (Schulleiter von 2007 bis 2011), die ehemalige Konrektorin Christel Berenbrinker, Gerhard Brautmeier (Schulleiter von 1982 bis 2007) und Hermann Knaup (Schulleiter 2012) bekamen Präsente.

Waltraud Güllenstern (ehemalige Schulsekretärin), Schulleiter Josef Osdiek, Schulsekretärin Susanne Sasse, Jörg Wenzel (Schulleiter von 2012 bis 2018), Rudolf Michaelis (Schulleiter von 2007 bis 2011), die ehemalige Konrektorin Christel Berenbrinker, Gerhard Brautmeier (Schulleiter von 1982 bis 2007) und Hermann Knaup (Schulleiter 2012) bekamen Präsente. Foto: Axel Langer

Delbrück (WB/al). Zahllose ehemalige Schüler und Lehrer sowie die aktuell noch knapp 60 Absolventen der Hauptschule Westenholz kamen zum großen Schlussakkord ihrer Schule. Mit einem Fest verabschiedete sich die letzte Hauptschule, die nach 50 Jahren ausläuft, im Delbrücker Stadtgebiet.

In den Klassen und Fluren erinnerten zahlreiche Fotos an die 50-jährige Geschichte der Hauptschule. In den Fachräumen waren einige Unterrichtsergebnisse aufgebaut. »An den Nähmaschinenführerschein und die Topflappen kann ich mich noch gut erinnern. Da habe ich auch mitgemacht«, sagte Katharina Lorenz, die bis 2006 die Hauptschule Westenholz besuchte. Wie ihr ging es vielen ehemaligen Schülern, die sich mit viel Wehmut beim Rundgang durch die Räumlichkeiten an ihre Schulzeit erinnerten. Aus dem Schulfest wurde so ein buntes Treffen der Generationen. Auch zahlreiche ehemalige Lehrer waren gekommen, und auch sie nahmen Abschied von der Hauptschule.

Eduard Buschherm moderiert Festakt

Zu einem Festakt begrüßte Eduard Buschherm als Moderator anschließend zahlreiche Gäste im Sport- und Begegnungszentrum. Musikalisch unterstützten die Musikfreunde Westenholz sowie der Schulchor der Hauptschule den Festakt gekonnt. Für eine humorvolle Beilage mit viel Lokalkolorit sorgte Hubert Meiwes als Bauer Wilhelm.

»Nach 50 Jahren schließt nun die 1968/69 gegründete Hauptschule. Die Welt ist im Wandel. Statt Trauer und Wehmut sollte heute Dankbarkeit angesichts eines fröhlichen Schulfestes im Vordergrund stehen«, betonte Bürgermeister Werner Peitz. »Hier wurden viele praktische Grundlagen für das Leben gelehrt, aber auch Werte wie Achtung, Respekt und Vertrauen vermittelt. Außerdem hat die Schule das soziale Leben im Dorf immer tatkräftig begleitet«, fuhr Peitz fort und dankte allen, die Verantwortung in den 50 Jahren Hauptschule getragen haben. Darin schloss er auch den Förderverein mit ein.

2007 gab es noch 723 Hauptschulen in NRW

Den Wandel in der Schullandschaft machte Werner Peitz an Hand einiger Zahlen deutlich. Gab es 2007 in Nordrhein-Westfalen noch 723 Hauptschulen, so sind es 2019 nur noch 188. »Längeres gemeinsames Lernen und höhere Bildungsabschlüsse sind der Wunsch vieler Eltern«, sagte der Bürgermeister, der deutlich machte, dass sich voraussichtlich die Nutzung durch das Kolpingbildungswerk mit einer Fachschule für pädagogische Berufe anschließen wird.

»Als ehemaliger Hauptschüler darf ich durchaus mit Stolz feststellen, dass die Hauptschulen die jungen Menschen mit vielen praktischen Dingen auf das Leben vorbereitet haben und das soziale Miteinander immer ein wichtiger Teil war«, betonte Vikar Mike Lam­brecht. Die hohe Qualität des Unterrichts unterstrich Schulrat Hartmunt Bondzio von der Bezirksregierung Detmold. »Bei den verschiedenen Lernstandserhebungen gehörte die Hauptschule regelmäßig zu den landesweit besten. Mein besonderer Dank gilt Josef Osdiek, der sich als Schulleiter der Herausforderung einer auslaufenden Schule gestellt hat und dies mit Bravour bewältigt hat.«

Präsente für die ehemaligen Schulleiter

Mit einem Präsent verabschiedeten sich die Schüler von den ehemaligen Schulleitern Gerhard Brautmeier, Rudolf Michaelis, Hermann Knaup, Jörg Wenzel und Josef Osdiek, den Konrektorinnen Roswitha Ashkan, Christel Berenbrinker und Konrektor Hans-Edmund Güllenstern, den Schulsekretärinnen Waltraud Güllenstern und Susanne Sasse sowie Hausmeister Detlef Kemper.

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