So., 30.06.2019

Feuerwehr bewahrt das Einrichtungshaus Hansel vor schweren Schäden Mähdrescher gerät in Brand

Dank eines massiven Löschangriffs konnte ein in Vollbrand stehender Mähdrescher auf einem Getreidefeld von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Auch das angrenzende Einrichtungshaus Hansel konnte in letzter Sekunde vor einem übergreifen der Flammen bewahrt werden.

Dank eines massiven Löschangriffs konnte ein in Vollbrand stehender Mähdrescher auf einem Getreidefeld von der Feuerwehr schnell gelöscht werden. Auch das angrenzende Einrichtungshaus Hansel konnte in letzter Sekunde vor einem übergreifen der Flammen bewahrt werden. Foto: Axel Langer

Westenholz (al). Die Erntezeit beginnt in diesen Tagen gerade erst, doch schon hat die Delbrücker Feuerwehr am Sonntagnachmittag den ersten Großeinsatz wegen einer brennenden Erntemaschine hinter sich gebracht. »Das hätte auch böse ins Auge gehen können, aber alle haben richtig reagiert«, schätzt der stellvertretende Wehrführer Johannes Appelbaum die Lage ein.

Neben einem riesigen Mähdrescher waren auch Teile eines Getreidefeldes in Brand geraten. Das Feuer wurde vom Wind auf den Lagerbereich des unmittelbar angrenzenden Einrichtungshauses Hansel getrieben und war auch teilweise schon unter dem Lamellenzaun auf das Außengelände vorgedrungen. Eine Riegelstellung und ganz viel Löschwasser brachten den Brand aber schnell zum Stillstand.

Löschversuche des Landwirtes nicht von Erfolg gekrönt

Gegen 14.49 Uhr war ein 33-jähriger Landwirt mit einem riesigen John-Deere-Mähdrescher mit Erntearbeiten auf einem etwa fünf Hektar großen Getreidefeld beschäftigt. Der Fahrer bemerkte selber eine Rauchentwicklung an seinem Fahrzeug und unternahm eigene Löschversuche. Die Rauchsäule auf dem Feld zwischen Knäppenstrauße und Ottensdamm war bis aus Delbrück sichtbar. Als seine Löschversuche nicht von Erfolg gekrönt waren, alarmierte er die Feuerwehr.

Neben dem Löschzug Westenholz und dem Löschzug Delbrück rückten Großtanklöschfahrzeuge aus Lippling, Boke und Ostenland aus. Insgesamt 60 Feuerwehrleute gingen gegen den Brand vor. Unter umluftunabhängigem Atemschutz wurden der völlig zerstörte Mähdrescher und auch die in Brand geratene Fläche gelöscht.

Der Eigentümer der Fläche rückte sofort mit einem Trecker an und grubberte die Fläche, die anschließend nochmals gelöscht wurde. »Das ist die einzige Möglichkeit, einen solchen Flächenbrand schnell und effektiv unter Kontrolle zu bekommen«, war Einsatzleiter Johannes Grothoff froh, dass das Feuer binnen 30 Minuten gelöscht werden konnte.

Einrichtungshaus Hansel vor schlimmerem Schaden bewahrt

Auch das Einrichtungshaus Hansel konnte von der Feuerwehr vor schlimmerem Schaden bewahrt werden. Das Löschwasser wurde mit Großtanklöschfahrzeugen sowie aus einem Unterflurhydranten herangeführt. Die Polizei geht von einem technischen Defekt an dem Mähdrescher als Brandursache aus. Den Sachschaden alleine an dem Mähdrescher schätzten die Polizeibeamten auf rund 150.000 Euro.

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