Sa., 20.07.2019

87-Jähriger und Enkel wegen Verdachts auf Rauchvergiftung in Kliniken gebracht Dachstuhl gerät in Brand

Im Dachgeschoss dieses Hauses in Delbrück ist am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte aber schnell gelöscht werden.

Im Dachgeschoss dieses Hauses in Delbrück ist am Samstag ein Feuer ausgebrochen. Der Brand konnte aber schnell gelöscht werden. Foto: Axel Langer

Delbrück (WB/al). Bei Renovierungsarbeiten ist am Samstag in Delbrück offenbar der Dachstuhl eines Hauses an der Breslauer Straße in Brand geraten. Ein 87-Jähriger und seine beiden Enkel wurden vorsorglich wegen des Verdachts auf Rauchvergiftung in Krankenhäuser gebracht.

Gegen 14.30 Uhr ist der Löschzug Delbrück wegen eines verrauchten Dachstuhlgeschosses eines Hauses an der Breslauer Straße alarmiert worden. In den Mittagsstunden hatten im Dachgeschoss des Hauses Renovierungsarbeiten stattgefunden. Dabei seien Dachbalken abgeflammt worden, um sie von Farbe zu befreien. Dadurch sei nach Angaben der Feuerwehr vermutlich ein Schwelbrand entstanden, der das Dachgeschoss verrauchte.

Großvater und Enkel versuchten, das Feuer selbst zu löschen

Zwei 15- und 16-jährige Jugendliche sowie deren 87 Jahre alter Großvater hatten zunächst versucht, selbst das Feuer zu löschen. Sie glaubten wohl, das Feuer gelöscht zu haben. Dem war aber nicht so. »Als wir eintrafen, ergab die erste Erkundung, dass die Außenhaut des Dachausbaus noch brannte. Ein Trupp ging unter Atemschutz im Innenangriff vor, ein weiterer bekämpfte über Steckleitern den sich ausdehnenden Brandherd«, erläuterte der stellvertretende Wehrführer Ralf Fischer.

Weitere Kräfte wurden angefordert. Etwa 35 Feuerwehrleute, vier Rettungswagen, zwei Notärzte, der Leitende Notarzt und der Leiter des Rettungsdienstes waren binnen weniger Minuten zur Stelle, um den Brand zu bekämpfen oder die Bewohner zu behandeln. Das Feuer konnte dann schnell gelöscht werden.

Bettlägerige Person konnte im Gebäude bleiben

Der 87-Jährige sowie seine beiden Enkel wurden nach ersten Untersuchungen mit Verdacht auf Rauchvergiftung in Krankenhäuser nach Paderborn und Rheda-Wiedenbrück transportiert. Eine weitere, bettlägerige Person konnte nach einer Untersuchung durch die Notärzte im Gebäude bleiben. »Für die Dame bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr«, sagte Einsatzleiter Johannes Grothoff. Eine weitere ältere Frau stürzte unter dem Eindruck der Löscharbeiten und wurde ebenfalls vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Zur genauen Ursachenforschung wurden Brandermittler der Kriminalpolizei hinzugezogen. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

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