Stadtverwaltung verweist auf Zulässigkeit der Gebäudehöhe und städtebaulich sinnvolle Maßnahme
Einwand gegen Bauvorhaben am alten Elli

Delbrück (WB). Aus dem seit einiger Zeit ungenutzten Gebäude des früheren Elli-Marktes an der Ecke Oststraße/Ostenländer Straße in Delbrück soll durch Umbau und teilweise durch Neubau ein Geschäfts- und Gesundheitszentrum entstehen.

Freitag, 06.09.2019, 22:39 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 23:00 Uhr
Oststraße/Ecke Ostenländer Straße in Delbrück: Rechts der alte Elli-Marlt, links die Seniorenwohnanlage. Der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans wurde auf die Ratssitzung am Donnerstag, 12. September, verschoben. Foto: Jürgen Spies
Oststraße/Ecke Ostenländer Straße in Delbrück: Rechts der alte Elli-Marlt, links die Seniorenwohnanlage. Der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans wurde auf die Ratssitzung am Donnerstag, 12. September, verschoben. Foto: Jürgen Spies

Wie diese Zeitung bereits Mitte März berichtete, will die Drogerie-Kette Rossmann dort im Erdgeschoss einziehen, im ersten Geschoss soll unter anderem eine zahnmedizinische Gemeinschaftspraxis Platz finden, im Obergeschoss wird eine Praxis für Ergo-, Logo- und Physiotherapie eingerichtet.

Während der Offenlegung des Entwurfs zur erforderlichen Bebauungsplanänderung hat es eine Einwendung gegen das Vorhaben gegeben. Mit dieser Stellungnahme, schriftlich vorgebracht durch Vertreter einer Familienstiftung, die auf dem Nachbargrundstück vor wenigen Jahren unter anderem einen Neubaukomplex für ambulant betreute Seniorenwohngemeinschaften errichtet hat, befasste sich am Donnerstagabend der Bauausschuss unter Vorsitz von Stefan Knapp (CDU).

Die Einwendung richtet sich konkret gegen die beabsichtigte Festsetzung der maximal zulässigen Außenwandhöhe/Traufhöhe von bisher 6,50 auf 8 Meter und dass der geplante Baukörper auf dem alten Elli-Standort um etwa einen Meter näher an die Oststraße heranrücken soll.

In der Stellungnahme weist die Stiftung darauf hin, durch den neuen Baukörper würde das Wohlempfinden der Bewohner der Seniorenwohngemeinschaft »deutlich reduziert und ein Ziel der Stiftung in geringerem Umfang erreicht«.

Markus Hückelheim, Leiter des städtischen Fachbereichs Bauen und Planen, sagte, es habe bereits Gespräche zwischen der Stadtverwaltung und der Einwenderin gegeben, die noch fortgesetzt werden sollen. Hückelheim erläuterte, die Gebäudehöhe würde der »bisher in diesem Bereich maximal möglichen Höhenentwicklung entsprechen«.

Der somit zulässige Komplex wirke gegenüber der vorhandenen Nachbarbebauung in Höhe und Volumen gleichartig und sei aus städtebaulicher Sicht eine »sinnvolle Erhöhung der baulichen Ausnutzbarkeiten des betreffenden Grundstücks«.

Carsten Ragert (CDU) wollte wissen, ob für den Komplex ausreichend Stellplätze nachgewiesen werden. Hückelheim sagte, direkt auf dem Grundstück sei dies »nicht komplett darstellbar«; der Eigentümer und Investor könne aber weitere Stellplätze am neuen Elli vorweisen, was den Vorschriften (Nachweis innerhalb eines 300-Meter-Radius) entspreche.

Hückelheim regte an, die Entscheidung über den Satzungsbeschluss zur Bebauungsplanänderung auf die Ratssitzung am Donnerstag, 12. September (18 Uhr, Stadthalle) zu verschieben.

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