Mi., 11.09.2019

Gesamtschule Delbrück als Ökoprofit-Betrieb ausgezeichnet Vorreiter im Klimaschutz

Freuen sich über die Auszeichnung (von links): Klimaschutzmanagerin Heike Paesel, Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche, Biolehrerin Judith Gubitz, Hausmeister Josef Steppeler, Koordinatorin Annette Rehberg und Bürgermeister Werner Peitz.

Freuen sich über die Auszeichnung (von links): Klimaschutzmanagerin Heike Paesel, Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche, Biolehrerin Judith Gubitz, Hausmeister Josef Steppeler, Koordinatorin Annette Rehberg und Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Axel Langer

Delbrück (WB/al). Im Jahr 2018 entschied die Gesamtschule Delbrück, sich am Umweltmanagementprogramm Ökoprofit zu beteiligen. Im April 2019 hat eine unabhängige Kommission die Unterlagen sowie die Schule geprüft. Vor einigen Tagen erhielt die Gesamtschule nun als erste Schule im Kreisgebiet die Auszeichnung als Ökoprofit-Betrieb.

»Als Schule waren wir schon ein bisschen ein Exot. Alle anderen Teilnehmer waren Wirtschaftsunternehmen. Viele Dinge in den Fragebögen mussten erst für eine Schule angepasst werden, aber das war für alle Beteiligten ein interessanter Prozess«, sagt Schulleiterin Theresia Diekmann-Brusche, die sich sehr über die Auszeichnung freut.

Umweltentlastung und Kostensenkung

Zunächst hat sich die Gesamtschule mit dem Gebäude der fünften und sechsten Klassen am Nordring am „Ökoprofit-Projekt beteiligt. Klar ist aber schon, dass auch die anderen beiden Gebäude sich beteiligen werden. Einzelne Dinge lassen sich aber auch schnell übertragen. Von Seiten der Gesamtschule haben Annette Rehberg, Judith Gubitz und Marion Eusterholz gemeinsam mit Hausmeister Josef Steppeler das Projekt koordiniert. Unterstützt wurden sie von Klimamanagerin Heike Paesel sowie externen Beratern. Gemeinsam wurden Handlungsfelder und Ansätze für Verbesserungen hinsichtlich Umweltentlastung und Kostensenkung ausfindig gemacht. Ziel war es, ein qualifiziertes Umweltschutzprogramm zu entwickeln und dies mit konkreten Maßnahmen zu hinterlegen. Insgesamt wurden 14 Maßnahmen entwickelt.

Von den Fünft- und Sechstklässlern wurden im Rahmen eines Malwettbewerbes Bilder zum Thema Mülltrennung gemalt. Diese Bilder wurden laminiert und auf Mülltonnen geklebt, um die Mülltrennung auch optisch zu unterstützen. »Dies wird auf alle Gebäudebereich übertragen«, sagt Annette Rehberg, die die Ökoprofit-Maßnahmen koordiniert.

Geräte in den Ferien vom Stromnetz nehmen

Außerdem fand ein Umcyclingwettbewerb für Karnevalskostüme statt. Der Einbau von Perlatoren in die Handwaschbecken sowie ein Lebenmittelretterprojekt wurden bereits umgesetzt. Nach und nach erfolgt jetzt die Umstellung ineffizienter Leuchten auf LED. »Dies erfolgt nach und nach, immer dann wenn Leuchten kaputt gehen. Aber wir haben uns auch Gedanken darüber gemacht, welche Geräte in den Ferien vom Netz genommen werden«, erläutert Hausmeister Josef Steppeler. Erstmals konnte in diesem Jahr das Logbuch komplett auf Recyclingpapier gedruckt werden. Die Mischung aus technischen und pädagogischen Maßnahmen war für Biolehrerin Judith Gubitz reizvoll, außerdem könnten Schüler und auch Lehrer für Umweltschutzmaßnahmen informiert und sensibilisiert werden.

»Durch die Maßnahmen können wir allein im Gebäude am Nordring ein jährliches Einsparpotenzial von 6000 Euro realisieren«, sagt Klimaschutzmanagerin Heike Paesel, bei der sich unter Tel. 05250/996247 interessierte Unternehmen und Einrichtungen melden können, die sich am Ökoprofit-Projekt beteiligen möchten. »Klima- und Umweltschutz ist auch für die Stadt ein wichtiges Thema. Immerhin befinden sich 70 Immobilien im Besitz der Stadt«, sieht Bürgermeister Werner Peitz weitere Potenziale.

Was ist Ökoprofit?

Seit 2013 ist das »Ökoprofit-Projekt bei der Servicestelle Wirtschaft des Kreises Paderborn angesiedelt. Bei dem Programm geht es darum einen Betrieb ökologisch zu optimieren und gleichzeitig ökonomisch davon zu profitieren. So werden Betriebskosten gesenkt und gleichzeitig natürliche Ressourcen geschont. Das Projekt eignet sich für Dienstleister genauso wie für produzierendes Gewerbe oder soziale Einrichtungen. Die Unternehmensgröße oder die Branche spielt dabei keine Rolle. Als erste Schule im Kreisgebiet hat sich die Delbrücker Gesamtschule an dem Umweltmanagementprogramm beteiligt und wurde nun vom Kreis feierlich ausgezeichnet.

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