So., 22.09.2019

Katharinenmarkt ist einfach eine Wucht – Polizei muss zeitweise Verkehr regeln Delbrück platzt aus allen Nähten

Die Brauchtumsgruppe aus Sande ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Katharinenmarkt-Festumzuges. Diese und viele weitere Gruppen machen den besonderen Reiz dieses in der weiten Region in Art und Umfang einmaligen Umzuges aus.

Die Brauchtumsgruppe aus Sande ist seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Katharinenmarkt-Festumzuges. Diese und viele weitere Gruppen machen den besonderen Reiz dieses in der weiten Region in Art und Umfang einmaligen Umzuges aus. Foto: Jörn Hannemann

Von Jürgen Spies

Delbrück (WB). Besser geht es praktisch nicht: Bei optimalen Bedingungen erlebte der Katharinenmarkt in Delbrück am Wochenende einen wahren Besucheransturm. Das spricht für die Attraktivität dieses außergewöhnlichen Volksfestes, das in punkto Qualität und Quantität seit Jahrzehnten Maßstäbe setzt.

Wer den Katharinenmarkt wirklich in all seinen Facetten kennt, wird das gern bestätigen und kommt alljährlich wieder. Und wer vielleicht zum ersten Mal dieses Volksfest erlebt, staunt über die Vielfalt – vielleicht selbst schon dann, wenn man beim Premierenbesuch noch gar nicht alles gesehen hat.

Ungefähr zwischen 14.30 und 16.30 Uhr herrschte am Sonntag in und um Delbrück ein derart hohes Verkehrsaufkommen, dass zwischenzeitlich Streifenwagenteams der Polizei auf der B64 das Heft der Verkehrsregelung ein wenig in die Hand nahmen, um wieder mehr Fluss in den Verkehr zu bekommen. »Wenn das Wetter perfekt ist, kommt es eigentlich immer wieder vor, dass zum Höhepunkt am zudem verkaufsoffenen Sonntagnachmittag Staus und Wartezeiten nicht ausbleiben«, sagte ein Sprecher der Polizei.

Apropos Autos: Zwei Neuwagen, mehrere Motorroller und viele anderen Top-Preise gab es bei der großen Katharinenmarkt-Lotterie für den guten Zweck zu gewinnen. Der SV Schöning und der Heimatverein Schöning zogen diesmal die Organisationsfäden. Der Skoda Citigo Cool ging am Samstag nach Sudhagen. Kurioser Zufall: Auch das zweite Auto, einen Fiat Panda, gewann am Sonntag ein Loskäufer aus Sudhagen. Schon um 16 Uhr meldete die Lotterie: Ausverkauft!

Ob Bauernmarkt (großer Bericht an anderer Stelle dieser Ausgabe), ob Kirmes und Krammarkt, ob Wirtschaftsschau, ob Schlemmerdorf »Alt Delbrück«, um nur einige Beispiele zu nennen: Nirgendwo gab es auch nur ansatzweise Leerlauf. Ganz im Gegenteil. »Vielleicht ist ja doch ‘was dran, wenn gesagt wird, dass die Delbrücker einen besonders guten Draht ‘nach oben’ haben«, sagte Bürgermeister Werner Peitz in einem Gespräch mit dieser Zeitung. Und heute geht es ja heiter weiter!

Dass der Katharinenmarkt in den vergangenen Jahrzehnten nie einen »Durchhänger« hatte und immer stark war (das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit) hat unter anderem auch damit zu tun, dass nach wie vor viele hundert Männer und Frauen bereit sind, sich ehrenamtlich einzusetzen und zumeist hinter den Kulissen anpacken, Zeit opfern, Originalität pflegen, Identität des Festes wahren, Kosten einsparen – und das in aller Regel nur für ein Dankeschön.

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