Die größten Maßnahmen des Innenstadtausbaus in Delbrück sind vollendet
Die Buddelei ist bald vorbei

Delbrück (WB). Zehn Jahre lang wurde geplant, diskutiert und letztlich viel, viel gebuddelt: Jetzt nähert sich der Innenstadtumbau in Delbrück seinem Ende. Das so genannte integrierte Handlungskonzept für die Innenstadt umfasste 26 Einzelmaßnahmen und ein Kostenvolumen von etwa 13 Millionen Euro.

Freitag, 27.09.2019, 19:00 Uhr
Bis zum Feiertag, 3. Oktober, soll hier am Alten Markt alles fertig sein, versprechen (von links) André Harbig, Daniel Strozoda, Edgar Heidgerken (alle Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Meike Oblau
Bis zum Feiertag, 3. Oktober, soll hier am Alten Markt alles fertig sein, versprechen (von links) André Harbig, Daniel Strozoda, Edgar Heidgerken (alle Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz. Foto: Meike Oblau

Derzeit laufen die Restarbeiten am Alten Markt und an der Graf-Sporck-Straße. Das Ende der »Buddelei« soll am Tag der deutschen Einheit mit einem Fest auf dem Alten Markt gefeiert werden. Was sich in den vergangenen Jahren in der Delbrücker City getan hat, berichten Bürgermeister Werner Peitz und Mitarbeiter des Fachbereichs Bauen und Planen.

Die ersten Planungen

Kurz nach seiner Wahl zum Bürgermeister 2009 habe es erste Überlegungen gegeben, die Innenstadt »auf Vordermann zu bringen«, erinnert sich Werner Peitz. Im Juli 2011 wurde das viel diskutierte Konzept politisch beschlossen und im Juni 2012 von der Bezirksregierung als förderfähig anerkannt. Der entsprechende Förderbescheid wurde dann im Dezember 2012 übergeben. Es folgte ein so genannter freiraumplanerischer Wettbewerb, mit dem ein Planungsbüro gefunden werden sollte. Als Sieger ging das Büro FSWLA aus Düsseldorf hervor, das die Planungen vorantrieb.

Die Schwierigkeiten

Schwierigkeiten ergaben sich vor allem dadurch, dass die Flächen in der Innenstadt, insbesondere Gehwege und Parkplätze, nicht der Stadt, sondern privaten Eigentümern gehören. »Es gab viele Gespräche, viele Kompromisse, mit dem Ziel, die Innenstadt aufzuwerten. Einige Grundbesitzer haben mehr mitgespielt und andere weniger«, sagt Werner Peitz. Der geplante Kreisverkehr Alter Markt/Thülecke/Lipplinger Straße konnte zum Beispiel wegen fehlenden Grundbesitzes nicht wie geplant realisiert werden.

Die Bauarbeiten

Der Spatenstich für den ersten großen Bauabschnitt zwischen dem Kreisverkehr Oststraße/Boker Straße und der Thülecke erfolgte am 18. Juli 2016. Parallel wurde in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde der historische Kirchplatz saniert. Nach einem Jahr Bauarbeiten ging es dann vom 17. Juli 2017 an auf dem Abschnitt zwischen Altem Markt und Kreisverkehr Rathaus Lange Straße weiter . Baubeginn am dritten Bauabschnitt (Alter Markt) war schließlich am 11. März dieses Jahres . In allen drei großen Bauabschnitten wurden vor allem auch Kanäle und Leitungen im Untergrund erneuert – auch, um künftig die Innenstadt besser vor Starkregenereignissen zu schützen.

Die Bilanz

Bürgermeister Werner Peitz ist vom neuen »Outfit« der Innenstadt sehr angetan: »Besonders die neu geschaffenen Freiflächen, zum Beispiel vor Dunschen oder am Alten Markt, kommen gut an. Man hat der Stadt die Möglichkeit zum Atmen gegeben.« Er wisse, dass man den Geschäftsleuten in den vergangenen Jahren viel zugemutet habe, aber die Geduld aller habe sich gelohnt, so Peitz: »Für unsere Stadtentwicklung bedeuten die Baumaßnahmen einen Quantensprung. Wir haben quasi alles auf links gedreht.« Peitz bedankte sich auch bei seinen Mitarbeitern im Rathaus, die alle an einem Strang gezogen hätten.

So geht es weiter

Bis Mittwoch soll der Alte Markt samt neuem Brunnen (in wechselnden Farben beleuchtet, in der Mitte die bekannte Stele) fertig gestellt sein. Hier werden auch noch Bäume gepflanzt und Spielgeräte aufgestellt. Neu bestellt wurden Pflanzkübel, die die Außengastronomie am Alten Markt vom Straßenbereich abgrenzen werden, aber optisch etwas anders aussehen als die bisherigen. »Wir haben uns hier für eine Kombination aus Metall und Lärchenholz entschieden«, sagt Christiane Rolf (Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit im Rathaus).

Noch nicht ganz fertig ist die vom Alten Markt aus stadtauswärts führende Graf-Sporck-Straße. Hier sollen die Bauarbeiten bis Mitte November abgeschlossen sein. Dass sich die Arbeiten verzögern, liegt nach Angaben der Verwaltung unter anderem daran, dass neue Sicherheitsmaßnahmen für die Bauphase angeordnet wurden, da Baumaschinen und Bagger dort anfangs im öffentlichen Raum gestanden hätten und es auch zu einem (zum Glück glimpflich verlaufenen) Unfall gekommen sei. Daher werde jetzt anders als geplant in zwei Bauabschnitten nacheinander gearbeitet.

2020 sollen die Seitenräume der Marktstraße saniert und die Kleine Straße als Fahrradstraße umgebaut werden. Außerdem laufen die Vorbereitungen für die Sanierung der Langen Straße zwischen Rathaus und Südstraße. »Kommendes Jahr werden wir hier wohl die Kanalarbeiten vorbereiten, so dass dieser Abschnitt dann 2021/22 umgestaltet werden kann«, sagt Edgar Heidgerken vom Fachbereich Bauen und Planen. In Planung ist darüber hinaus auch noch ein Parkleitsystem, das sich der Bürgermeister möglichst digital wünscht, so dass jeweils angezeigt wird, wie viele Parkplätze wo noch frei sind.

 

 

 

 

 

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