So., 10.11.2019

Verschiedene Anträge der Fraktionen, aber ein gemeinsames Ziel – 392 Unterschriften übergeben Tempo 70: Rat zieht an einem Strang

Die SGD-Ratsmitglieder Willibald Haase und Alexander Wiechers (von links) sowie Georg Hils, Anwohner der Lippstädter Straße, übergeben Bürgermeister Werner Peitz 392 Unterschriften.

Die SGD-Ratsmitglieder Willibald Haase und Alexander Wiechers (von links) sowie Georg Hils, Anwohner der Lippstädter Straße, übergeben Bürgermeister Werner Peitz 392 Unterschriften. Foto: Jürgen Spies

Delbrück (WB/spi). Schulterschluss der Fraktionen im Rat trotz teilweise unterschiedlich formulierter Beschlussvorschläge: Weil Delbrücks Kommunalpolitiker unisono davon überzeugt sind, dass auf der Landstraße L822 (Lippstädter Straße) weitere geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen erforderlich sind, hat die Stadtverwaltung in der Ratssitzung am Donnerstagabend den Auftrag bekommen, Gespräche mit den zuständigen Behörden aufzunehmen.

Schriftlich hatten die PID-Fraktion und die SGD-Fraktion Anträge dazu eingereicht. Die SGD regt eine Geschwindigkeitsreduzierung auf der meist schnurgeraden L822 vom Ortsausgang Delbrück an Sudhagen vorbei bis zum Gastlichen Dorf auf Tempo 70 an; die PID favorisiert eine Geschwindigkeitsreduzierung durchgängig auf Tempo 70 auf der Landstraße 822, und an den Kreuzungen Lippstädter Straße/Leiwesdamm/Schlinger Straße sowie Lippstädter Straße/Suternstraße auf Tempo 50.

»Man muss aber auch mal dicke Bretter bohren«

Die CDU-Fraktion ergänzte dies während der vorangegangenen Sitzung des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses um den Vorschlag, den Bau eines Kreisverkehrs an der seit Jahren unfallträchtigen Kreuzung Lipp­städter Straße/Suternstraße zu bean­tragen. Und in ersten Schritten sollte beispielsweise an der Kreuzung Lippstädter Straße/Leiwesdamm/Schlinger Straße zunächst das in das Sichtfeld von Autofahrern ­ragende Gebüsch gestutzt werden, sagte Sven Büdeker (SPD).

Völlig neu sind die Bemühungen um eine Tempodrosselung auf der Lippstädter Straße bekanntlich nicht. »Man muss aber eben auch mal dicke Bretter bohren, um zum Ziel zu kommen«, sagte Brigitte Michaelis (PID) zum er­neuten Anlauf.

An der L822 ist schon abschnittsweise Tempo 70 angeordnet worden

In kürzeren Abschnitten ist an der L822 schon vor Jahren Tempo 70 angeordnet worden. Dies halten aber nicht zuletzt die Anlieger, also die unmittelbar von der Raserei mancher Autofahrer betroffenen Anwohner, für unzureichend.

392 Anlieger hatten sich deshalb in den vergangenen Wochen in Unterschriftenlisten eingetragen, die die SGD ausgelegt hatte, um damit zum Ausdruck zu bringen, dass sich die zuständigen Be­hörden erneut mit der Notwendigkeit verkehrssichernder Maßnahmen an dieser Stelle beschäftigen ­sollen.

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