Beim Lorawan-Projekt wird ein stadtweites Funknetzwerk aufgebaut
Stadt Delbrück bekommt Millionen-Förderung

Delbrück (WB/al). „Delbrück ist die erste Stadt ihrer Größenordnung die mit einer so hohen Fördersumme unterstützt wird. Das Förderrecht verlangt, dass hier innovative Ideen umgesetzt werden und auf andere Kommunen übertragen werden können“, betonte Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies. Sie überreichte einen Förderbescheid über 1,07 Millionen Euro an Bürgermeister Werner Peitz. Einen weiteren 20-prozentigen Anteil steuert die Stadt Delbrück mit 258.126 Euro bei. Damit kann das Lorawan-Projekt in eine zweite, zwei Jahre und acht Monate dauernde Phase eintreten.

Mittwoch, 15.01.2020, 14:26 Uhr aktualisiert: 15.01.2020, 14:28 Uhr
Dank eines Förderbescheides über 1,07 Millionen Euro kann das Lorawan-Projekt bis August 2022 verlängert werden. Bei der Übergabe dabei (von links): Christiane Boschin-Heinz von der Stadt Paderborn, Bürgermeister Werner Peitz, Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies. Die beiden Delbrücker Projektleiter Miriam Mattiza und Michael Nettelnbreker präsentieren Technik für das Funkübertragungsprojekt. Foto: Axel Langer
Dank eines Förderbescheides über 1,07 Millionen Euro kann das Lorawan-Projekt bis August 2022 verlängert werden. Bei der Übergabe dabei (von links): Christiane Boschin-Heinz von der Stadt Paderborn, Bürgermeister Werner Peitz, Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies. Die beiden Delbrücker Projektleiter Miriam Mattiza und Michael Nettelnbreker präsentieren Technik für das Funkübertragungsprojekt. Foto: Axel Langer

Im Rahmen des Lorawan-Projektes wird ein stadtweites Funknetzwerk aufgebaut, über das verschiedene, bislang von Hand erhobene Daten ermittelt, übertragen und ausgewertet werden. Im Rahmen der ersten Testphase konnten laut Projektleiterin Miriam Mattiza bereits erste Erfolge erzielt werden. „Beispielsweise lief nachts in der Gesamtschule nach einer Veranstaltung noch die Toilettenspülung. Der Hausmeister wurde informiert, konnte sofort reagieren und den unnötigen Wasserverbrauch stoppen“, nennt Miriam Mattiza ein konkretes Beispiel.

Grundwasserstände werden bald digital ermittelt

In der zweiten Projektphase werden im Stadtgebiet weitere Funkantennen aufgestellt und rund 1000 Sensoren für etwa 25 Bereiche installiert. So werden künftig beispielsweise Grundwasserstände digital gemessen. Bislang mussten dies Mitarbeiter des Wasserwerkes von Hand erledigen. Auch Leckagen von Wasserleitungen sind ein weiteres Thema. „Hier wollen wir teure Böden in den Sporthallen schützen, bevor diese möglicherweise unter Wasser gesetzt werden“, führt Miriam Mattiza ein weiteres Beispiel an.

Überwachung von Flucht- und Rettungswegen geplant

Auch im Bereich des Verbrauchs von Heizenergie, Strom oder Wasser in öffentlichen Gebäuden wird die Technik ebenso eingesetzt wie bei der Gebäudeüberwachung und dem Erkennen von unbefugten Zutritten. Außerdem sollen künftig Flucht- und Rettungswege überwacht werden.

Auch in Paderborn wird interessiert nach Delbrück geschaut. „Wir können uns den Einsatz von Lorawan im Bereich des Parkplatzmanagements vorstellen“, sieht auch Christiane Boschin-Heinz, Leiterin der Stabsstelle Digitalisierung bei der Stadt Paderborn, OWL in Sachen Digitalisierung gut aufgestellt.

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