Deutschlandfunk überträgt am 3. Mai Heilige Messe aus der St.-Joseph-Kirche
Aus Ostenland live in die ganze Welt

Delbrück (WB). Einige hunderttausend Menschen werden dabei sein, wenn Vikar Lukas Hellekes am Sonntag, 3. Mai, in Ostenland die heilige Messe feiert. Das wird trotz Corona-Kontaktverbot gelingen, obwohl dieser Gottesdienst nicht öffentlich ist. Das Radio, in diesem Fall der Deutschlandfunk, macht es möglich.

Mittwoch, 29.04.2020, 13:50 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 13:52 Uhr
Nur eine Handvoll Menschen dürfen den Gottesdienst in der großen Kirche St. Joseph in Ostenland am 3. Mai feiern. Aber über 300.000 Menschen werden deutschlandweit und sogar im Ausland auf UKW 94,5 zuhören, wenn sie über den Deutschlandfunk übertragen wird. Foto: Wortart/Thöring
Nur eine Handvoll Menschen dürfen den Gottesdienst in der großen Kirche St. Joseph in Ostenland am 3. Mai feiern. Aber über 300.000 Menschen werden deutschlandweit und sogar im Ausland auf UKW 94,5 zuhören, wenn sie über den Deutschlandfunk übertragen wird. Foto: Wortart/Thöring

„Aus Köln wird dafür unser dreiköpfiges Aufnahmeteam anreisen, besetzt mit Tongingenieurin, Tontechniker und Aufnahmeleiterin“, erklärt Gisela Krause aus der Produktionsleitung des Deutschlandfunks auf Nachfrage.

Sendung auf Ultrakurzwelle 94,5

Der Deutschlandfunk überträgt die Messe aus der Kirche St. Joseph. Zum Mitfeiern und Mithören ist eingeladen, wer am Sonntag von 10.05 bis 11 Uhr sein Radio auf Ultrakurzwelle 94,5 einstellt. Die Links für Webradios und Player finden Interessierte auf der Homepage des Deutschlandfunks (www.deutschlandfunk.de). Dort gibt es dann auch den Link zum Podcast fürs Nachhören, wenn das Mitfeiern am Sonntag nicht möglich ist.

Der Deutschlandfunk überträgt Kirchensendungen in drei Formaten: „Morgenandachten mit den Gedanken zur Woche“, „Sonntagmorgen“ und an Sonn- und Feiertagen den „Gottesdienst“. Die Hälfte der Gottesdienste wird aus evangelischen, die andere aus katholischen Kirchen gesendet. „Die etwa 30 katholischen Gottesdienste eines Jahres werden auf die 27 Diözesen verteilt“, weiß Domvikar Monsignore Gregor Tuszynski. Er ist Rundfunkbeauftragter des Erzbistums Paderborn und dort für die Vergabe-Planung verantwortlich. „In diesem Jahr gab es bereits eine Übertragung des Deutschlandfunks aus Huckarde im Westen Dortmunds“, so Tuszynski weiter. „Die Messe in Ostenland wird der zweite Radio-Gottesdienst sein, den das Bistums Paderborn gestaltet.“

Mehrere hunderttausend Gläubige hören zu

Ein Jahr im Voraus spricht der Rundfunkbeauftragte mit den Pfarrern in den unterschiedlichen Regionen und Gemeinden ab, wer als nächstes „auf Sendung“ gehen kann. Weil den Gottesdiensten in der Regel annähernd eine halbe Million Menschen zuhören, sind für die Auswahl bestimmte Voraussetzungen zu erfüllen. Monsignore Tuszynski: „Eine gute Orgel, ein guter Prediger, ein guter Chor – das sind schon tragende Bestandteile für eine gelungene Radio-Übertragung.“ Pfarrer Bernd Haase hatte sich über diese Möglichkeit gefreut und sie als Leiter des Pastoralen Raumes in sein Team gegeben.

Vikar Lukas Hellekes feiert die Messe

Vikar Lukas Hellekes wird die Messe des vierten Sonntags der Osterzeit feiern. Eigentlich wollte ihn die Jugendblaskapelle aus Ostenland begleiten. „Weil die Musiker derzeit gar nicht gemeinsam Proben können, ist das Ensemble auf zwei Klarinetten verkleinert: Simon Querüber und René Deland spielen die Holzblasinstrumente. Als Organist wird Guido Aldejohann die Messe begleiten“, berichtet Hellekes.

Ostenländer Marienlied erklingt

Er freut er sich darauf, wenn das Ostenländer Marienlied ertönen wird. „Dieses 2016 in Ostenland von Pastor Daniel Jardzejewski und Kirchenchor-Leiter Marcel Eliasch geschriebene Lied wird eigentlich immer bei der Marienprozession gesungen. Am 3. Mai werden wir es aus dem kleinen Ostenland in kleinem Kreis fürs ganz große Publikum hörbar machen.“ Jonas Merschmann, der auch im Domchor singt und bei dieser Messe als Kantor mit heller Stimme Kyrie-Rufe und Evangelien-Ruf vorträgt, trägt zur Gestaltung der Liturgie bei. „Wir werden das Lied alle gemeinsam singen“, sagt Hellekes. Er freut sich auf die Radioübertragung: „Das ist eine wunderbare Möglichkeit, das Evangelium zu verkünden und von Jesus zu erzählen.“

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