Hallenbad in Delbrück öffnet am 6. Juni wieder unter Auflagen der Schutzverordnung
Mehr als Bahnen ziehen ist nicht drin

Delbrück (WB/spi). Nach rund 13 Wochen coronabedingter Zwangsschließung öffnet das Delbrücker Hallenbad am Samstag, 6. Juni, wieder seine Türen. Die neue Corona-Schutzverordnung des Landes NRW, die den Kommunen erst seit Donnerstag vorliegt, tritt am 30. Mai in Kraft und erlaubt, dass Hallenbäder zumindest für das reine Bahnen-Schwimmen wieder geöffnet werden dürfen – nicht mehr, aber eben auch nicht ­weniger.

Samstag, 30.05.2020, 18:00 Uhr
Informierten am Freitag über die Wiedereröffnung des Hallenbades am 8. Juni, welche Bestimmungen es dann zu beachten gibt und was das Einhalten der Corona-Schutzverordnung sonst noch alles erfordert (v.l.): Manuel Tegethoff (Leiter des Fachbereiches Schule/Sport/Kultur), Bürgermeister Werner Peitz sowie die beiden Fachangestellten für Bäderwesen, Mattis Lippe und Niklas Broeker. Foto: Spies
Informierten am Freitag über die Wiedereröffnung des Hallenbades am 8. Juni, welche Bestimmungen es dann zu beachten gibt und was das Einhalten der Corona-Schutzverordnung sonst noch alles erfordert (v.l.): Manuel Tegethoff (Leiter des Fachbereiches Schule/Sport/Kultur), Bürgermeister Werner Peitz sowie die beiden Fachangestellten für Bäderwesen, Mattis Lippe und Niklas Broeker. Foto: Spies

Das Planschbecken und das neue Kursbecken bleiben dagegen geschlossen. Auch das Kurs- und Vereinsschwimmen sind noch nicht wieder erlaubt. Das gilt ebenso für das Schulschwimmen.

Bis zur Öffnung müssen noch zahlreiche Hygiene-Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. „Ziel ist es, den Hallenbadbesuchern einen bestmöglichen gesundheitlichen Schutz zu garantieren“, erläutert seitens der Stadtverwaltung Delbrück der Leiter des Fachbereiches Bildung/Sport/Kultur, Manuel Tegethoff.

Kasse im Bistrobereich

Um die Anzahl der Badegäste im Blick zu haben, wird der Kassenautomat gesperrt. Der Eintritt wird an der Kasse im Bistro entrichtet; EC-Zahlungen sind dort ebenfalls möglich. An der Bistrokasse können sich Badegäste auch weiter informieren, auf was alles geachtet werden muss.

„Pro zehn Quadratmeter Hallenbadfläche darf nicht mehr als ein Badegast zugelassen werden. Insofern dürfen sich maximal 50 Badegäste gleichzeitig im Bad aufhalten“, berichten die Fachangestellten für Bäderwesen, Niklas Broeker und Mattis Lippe. Die Schlüssel für die Garderoben werden ebenfalls an der Kasse abgegeben und müssen vor dem Verlassen des Hallenbades vom Badegast dort wieder abgegeben ­werden.

Nur im Wasser kann Mund-Nasenabdeckung abgenommen werden

Vorschrift außerdem: Die Badegäste müssen an der Kasse ihre Kontaktdaten angeben. Bürgermeister Werner Peitz: „Der Badegast muss sich ferner darauf einstellen, dass im gesamten Gebäude des Hallenbades – bis zum Beckenrand einschließlich – die Pflicht besteht, eine Mund-Nasenabdeckung zu tragen. Das heißt konkret: Nur im Wasser beziehungsweise beim Schwimmen kann die Mund-Nasenabdeckung abgenommen werden.“

Im Duschbereich sind maximal nur drei Duschen, jeweils bei Damen und Herren, geöffnet. Ebenfalls Vorschrift: Der WC-Bereich ist nur einzeln zu betreten.

Die Sprunganlage, die Startblöcke, Wasserattraktionen und Massagedüsen sind gesperrt. Spielgeräte, Tauchringe und Schwimmhilfen dürfen nicht ausgegeben werden. Mehr als Bahnen ziehen ist also nicht möglich.

Das Bistro bleibt ebenfalls vorerst geschlossen.

Die Öffnungszeiten vom 6. Juni an: Montags geschlossen; dienstags, mittwochs, donnerstags und freitags jeweils geöffnet von 6 bis 10 Uhr und von 15 bis 20 Uhr; samstags und sonntags jeweils von 10 bis 15.30 Uhr.

Nach jedem zeitlichen Öffnungsblock erfolgt jeweils die Reinigung und Desinfektion des gesamten Hallenbades.

Geschwommen werden kann nur in eigens abgetrennten Bahnen, immer im Uhrzeigersinn. Zwei Bahnen sind für Schwimmer, die nur ruhig ihre Bahnen ziehen wollen reserviert; die beiden anderen Bahnen sind schnellen Schwimmern vorbehalten.

16.000 Euro weniger an Eintrittsgeldern

Ob langsam oder schnell: Überholen ist grundsätzlich verboten – so wollen es die Bestimmungen der Schutzverordnung. Begegnungsverkehr im Wasser soll zudem vermieden werden. Weitere Auflage: Im flacheren Teil des Beckens sollen die Badegäste nicht stehenbleiben. Im Prinzip können also nach der neuen Schutzverordnung Nichtschwimmer das Hallenbad gar nicht nutzen. Manuel Tegethoff: „Möglich gemacht wird mit der Schutzverordnung lediglich das Gesundheits­schwimmen.“

Bürgermeister Peitz hofft mit Blick auf die kommenden Monate, dass es sukzessive zu weiteren Lockerungen kommen wird.

Die 13 Wochen dauernde Schließung hatte zur Folge, dass der Stadt rund 16.000 Euro an Eintrittsgeldern entgangen sind, die Betriebskosten aber weiter liefen.

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