Fünf Bands produzieren in der Stadthalle unter Profi-Bedingungen
Ein spannender Schritt ins Rampenlicht

Delbrück (WB). In ein riesiges Fernsehstudio verwandelte sich am Wochenende die Delbrücker Stadthalle. Fünf Bands aus der ganzen Region konnten hier in professionellem Rahmen Videos produzieren.

Montag, 08.06.2020, 07:00 Uhr
Der Saal der Delbrücker Stadthalle verwandelte sich über das Wochenende in ein top ausgestattetes Videostudio. Fünf Bands produzierten innerhalb von jeweils drei Stunden ein rund 20-minütiges Video mit ihren Songs. Den Auftakt machte Nele Tobor aus Espeln. Foto: Axel Langer
Der Saal der Delbrücker Stadthalle verwandelte sich über das Wochenende in ein top ausgestattetes Videostudio. Fünf Bands produzierten innerhalb von jeweils drei Stunden ein rund 20-minütiges Video mit ihren Songs. Den Auftakt machte Nele Tobor aus Espeln. Foto: Axel Langer

Allein acht Kameras zeichneten die Bands und ihre Songs vor einer riesigen LED-Wand auf. Dazu wurde natürlich auch Licht- und Tontechnik von Profis abgemischt. An zwei Tagen entstanden so pro Band jeweils 20-minütige Videos, die sechs Lieder enthielten. „Wir werden die Videos bis spätestens Ende Juni als YouTube-Video veröffentlichen“, so Anja Bauer, Geschäftsführerin der Stadthalle.

Professionalität beeindruckt

Bei Manuel Berkemeier liefen alle acht Kamerabilder auf großen Monitoren zusammen.

Bei Manuel Berkemeier liefen alle acht Kamerabilder auf großen Monitoren zusammen. Foto: Axel Langer

Den Bands „Dody Dogwood“ aus Paderborn, Rockin’ Chair und Sängerin Heike Meusch aus Delbrück, der Blaumann-Gang aus Delbrück, der Band „Fortune Cat&Jeats“ aus Espeln sowie die Band „Manjaro“ hatten jeweils drei Stunden Zeit auf der Bühne der Stadthalle. Ganz individuell wurde für jede Gruppe ein Setup entwickelt und die Bühnentechnik angepasst. „Die Professionalität, mit der hier alle zu Werke gehen, ist schon sehr beeindruckend. Da ist Konzentration gefragt, aber es macht auch viel Spaß“, so die 21-jährige Nele Tobor aus Espeln. Gemeinsam mit ihrem Bruder Jens als „Fortune Cat&Jeats“ war sie als erste auf der Bühne. Bislang war die Sängerin in Kneipen in Paderborn oder auf privaten Musikfestivals zu sehen und zu hören. Nun stand sie im wahrsten Sinne des Wortes im Rampenlicht. „Eine ganz neue Erfahrung, wenn so viele Kameras auf einen gerichtet sind“, war der 21-Jährigen am Rande der Aufnahmen aber kaum Nervosität anzumerken.

Zur professionellen Produktion gehörten auch die richtige Ton- und Lichttechnik. Hier alles richtig abzumischen und in Szene zu setzen, war die Aufgabe von Thorsten Bongartz (links) und Tobias Kraus.

Zur professionellen Produktion gehörten auch die richtige Ton- und Lichttechnik. Hier alles richtig abzumischen und in Szene zu setzen, war die Aufgabe von Thorsten Bongartz (links) und Tobias Kraus. Foto: Axel Langer

„Wir können die Beleuchtung und auch die LED-Videowand so einrichten, dass sie ideal zu den Aufzeichnungen passen. Das macht richtig Spaß, mal wieder so richtig in die Vollen zu greifen“, freut sich Tobias Kraus vom LDT-Veranstaltungsservice über zwei Tage engagierte Arbeit nach viel coronabedingtem Stillstand. „Wir sind alle mit großer Begeisterung dabei“, hatte auch Thorsten Bongartz, Inhaber des LDT-Veranstaltungsservice viel Spaß, mal wieder einen Laster mit Bühnentechnik in die Stadthalle zu bringen und dort aufzubauen.

Auch Anja Bauer war über Resonanz und Technik begeistert: „Mal wieder eine Kulturveranstaltung in der Stadthalle.“ Für die Stadthalle bietet die aufwendige Produktion allerdings noch eine weitere Möglichkeit: „Wir können so ein gutes Netzwerk aufbauen und Möglichkeiten für ein qualitativ hochwertiges Live-Streaming austesten. Wenn wieder Veranstaltungen starten, werden wir sicher nicht die normalen Besucherzahlen haben und können so vielleicht auch Möglichkeiten anbieten, den Auftritt zu streamen“, blickt Anja Bauer auch schon nach vorne.

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