150 Feuerwehrleute aus Delbrück und Hövelhof kämpften gegen die Flammen
Brand zerstört Holzbaufirma Stamm

Delbrück (WB). Nur noch ein paar Pfosten ragen aus dem Schutt, von der rund 2000 Quadratmeter großen Produktions- und Lagerhalle des Holzbaubetriebes Stamm in der Straße „Am Zollbrett“ sind nur noch Trümmer übrig geblieben. Ein Großbrand verwüstete in der Nacht von Freitag auf Samstag die Halle.

Sonntag, 28.06.2020, 12:37 Uhr aktualisiert: 28.06.2020, 18:08 Uhr
150 Feuerwehrleute aus Delbrück und Hövelhof bekämpften den Großbrand bei der Firma Stamm in der Nacht zu Samstag. Foto: Axel Langer
150 Feuerwehrleute aus Delbrück und Hövelhof bekämpften den Großbrand bei der Firma Stamm in der Nacht zu Samstag. Foto: Axel Langer

Rund 150 Feuerwehrleute aus Delbrück und Hövelhof kämpften gegen die meterhoch aus dem Gebäude schlagenden Flammen. Ihnen gelang es, das nahegelegene Wohnhaus zu schützen. Der Brandort ist beschlagnahmt. Am Montag werden Brandspezialisten der Kriminalpolizei in der Brandruine nach der Ursache suchen.

Brand zerstört Delbrücker Holzbaufirma Stamm

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Gegen 0.45 Uhr wurden zunächst der Löschzug Delbrück und die Unterstützung des Löschzuges Ostenland alarmiert. „Die Halle stand komplett in Flammen“, so Jörg Rodehutskors, stellvertretender Zugführer aus Ostenland. Der Feuerwehrmann traf als erster an der Einsatzstelle ein und berichtete von Dutzenden Gaffern, die die Anfahrt der Feuerwehr behinderten. „Wir mussten uns regelrecht einen Weg durch die Menschen bahnen“, sagte Jörg Rodehutskors. Auch auf der Kaunitzer Straße hielten etliche Autofahrer mitten auf der Straße an und filmten das weithin sichtbare, riesige Flammenmeer.

Angrenzendes Wohnhaus gerettet

Unverzüglich forderte Jörg Rodehutskors weitere Kräfte an und um 0.54 Uhr heulten in Delbrück die Sirenen. „Schnell war klar, dass wir für die Produktionshalle nicht mehr ausrichten konnten. So galt unser Hauptaugenmerk zunächst dem Schutz des angrenzenden Wohnhauses. Dies ist uns gelungen. Zwei Personen aus dem Wohnhaus konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden“, blickte Jörg Rodehutskors am Samstag Nachmittag auf die anstrengende Nacht zurück. Gemeinsam mit rund 20 weiteren Feuerwehrleuten aus Ostenland rückte er nachmittags erneut an, um aufflammende Glutnester im Holzlager sowie Dämmmaterial zu löschen.

Hallendach und Giebel eingestürzt

Insgesamt 150 Feuerwehrleute aus Delbrück und Hövelhof kämpften nachts gegen die meterhoch aus dem Gebäude schießenden Flammen. Mit zwei Drehleitern wurden tausende Liter Wasser auf das in Vollbrand stehende Gebäude, das Holzlager sowie eine Remise gepumpt. Ein Innenangriff war auf Grund der Einsturzgefahr und der enormen Hitzeentwicklung ausgeschlossen. Für die große Produktionshalle sowie darin abgestellte Fahrzeuge und Maschinen gab es keine Rettung mehr. Das Hallendach und der Giebel an der nördlichen Seite stürzten teilweise ein. Die Hitzeentwicklung war enorm, selbst bei 30 Meter von der Halle entfernt stehenden Kleintransportern schmolzen die Kunststoffteile. Wie Einsatzleiter Johannes Appelbaum bestätigte, erlitt ein Feuerwehrmann nach einem Einsatz unter Atemschutz einen Kreislaufkollaps.

Montag untersuchen Spezialisten die Brandstelle

Über mehrere Hydranten in der Nähe des Brandortes und im Pendelverkehr aus einem nahen Industriegebiet wurde das Löschwasser herangeführt. Um im Inneren der Halle an alle Brandnester zu gelangen, zogen ein Teleskoplader der Delbrücker Feuerwehr sowie der Bagger eines Rietberger Abrissunternehmens die Teile auseinander. Gegen 8.30 Uhr verließen die letzten Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle.

Noch in der Nacht nahmen Beamte der Kriminalpolizei die Brandstelle in Augenschein. Um die Brandursache zu ermitteln, wurde das Firmengelände beschlagnahmt. Die Spezialisten wollen am Montag mit der aufwendigen Suche nach der Ursache beginnen. Der Schaden dürften sich auf hohen sechsstelligen Betrag belaufen.

Betroffener Betrieb hat 25 Mitarbeiter

Die Familie Stamm gründete das Unternehmen 1949 und bietet seitdem individuelle Lösungen aus Holz für den Bau. Zu den Schwerpunkten zählen das Vorfertigen, Aufstellen und der Ausbau von Gebäuden in Holzrahmenbauweise, klassische Zimmerei- und Dachdeckerarbeiten, Holzfassaden sowie das Fertigen von Holzbauelementen für andere Betriebe mit einer Abbundanlage. Der Betrieb zählt nach eigenen Angaben 25 Mitarbeiter.

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