Zwei Unfälle binnen fünf Stunden auf der Westenholzer Straße in Delbrück
Zu schnell auf Rollsplitt unterwegs

Delbrück (WB/al). Die Fahrbahnoberfläche der Westenholzer Straße wird aktuell saniert. Dazu ist Rollsplitt aufgetragen worden. Mehrere Gefahrenschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 40 Stundenkilometer weisen auf die Gefahrenstelle hin. Trotzdem kam es am Dienstag binnen fünf Stunden in einer lang gezogenen Linkskurve zu gleich zwei Verkehrsunfällen, die offenbar mit dem Rollsplitt und zu hoher Geschwindigkeit zusammenhängen.

Mittwoch, 01.07.2020, 11:48 Uhr aktualisiert: 01.07.2020, 11:52 Uhr
Vermutlich auf Grund nicht angemessener Geschwindigkeit geriet ein 22-jähriger Kia-Fahrer am Dienstagabend auf f Rollsplitt auf der Westenholzer Straße ins Schleudern. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Auch am Nachmittag war auf der Westenholzer Straße bereits ein Unfall passiert. Foto: Axel Langer
Vermutlich auf Grund nicht angemessener Geschwindigkeit geriet ein 22-jähriger Kia-Fahrer am Dienstagabend auf f Rollsplitt auf der Westenholzer Straße ins Schleudern. Der Mann wurde ins Krankenhaus gebracht. Auch am Nachmittag war auf der Westenholzer Straße bereits ein Unfall passiert. Foto: Axel Langer

Um 20.45 Uhr befuhr ein 22-Jähriger die Westenholzer Straße in Richtung Delbrück. Mit seinem Kia Picanto verlor er rund 50 Meter hinter dem Abzweig Heustraße auf dem frisch aufgebrachten Rollsplitt die Kontrolle über sein Fahrzeug. Er geriet nach rechts auf die Bankette und schleuderte rund 30 Meter weiter durch Sträucher hindurch auf eine etwa einen Meter tiefer gelegene Weide. Dabei überschlug sich das Fahrzeug und kam wieder auf den Rädern zu stehen.

Unfallverursacher kommt ins Krankenhaus

Der Löschzug Delbrück, ein Rettungswagen sowie ein Notarzt eilten an die Unglücksstelle. „Der Fahrer konnte sich selbst befreien und war auch ansprechbar“, so Einsatzleiter Ralf Fischer. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde der verletzte Mann mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.

Bereits gegen 16.15 Uhr war es in der gleichen Kurve zu einem Verkehrsunfall gekommen. „Nur 100 Meter weiter geriet eine Polofahrerin ins Schleudern und prallte gegen einen Baum“, berichtete ein Polizeibeamter. Die 24-Jährige wurden ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Beide Fahrzeuge mussten mit wirtschaftlichem Totalschaden abgeschleppt werden. Den Sachschaden an beiden Fahrzeugen bezifferte die Polizei mit rund 3500 Euro.

Bremsweg auf Rollsplitt deutlich länger

Die Polizei rät, die Gefahr von Rollsplitt nicht zu unterschätzen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit wird schon vor der eigentlichen Gefahrenstelle herabgesetzt und die 40 km/h sollten zwingend eingehalten werden. Der Bremsweg ist auf Rollsplitt deutlich länger und die Gefahr, ins Schleudern zu geraten, ist enorm hoch.

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