Stadthalle Delbrück stellt Hygienekonzept für die neue Spielzeit 2020/2021 auf
Die Messlatte liegt bei 1,5 Metern

Delbrück (WB). 900 Besucher bevölkerten die Delbrücker Stadthalle beim Mitsing-Konzert von Frau Höpker. Danach gab es noch zwei Schulveranstaltungen mit dem Theaterstück „Das Tagebuch der Anne Frank“. Lang ist’s her. Seit vier Monaten herrscht nahezu täglich gähnende Leere in der Stadthalle. Geschäftsführerin Anja Bauer hofft nun darauf, nach der Sommerpause wieder die ersten Kulturveranstaltungen anbieten zu können.

Montag, 20.07.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 20.07.2020, 08:50 Uhr
Im Rahmen eines neu erstellten Hygienekonzeptes wurde auch eine neue Anordnung der Bestuhlung in der Stadthalle probeweise aufgestellt: Geschäftsführerin Anja Bauer zeigt, dass der Abstand zwischen den Stuhlreihen jetzt 1,5 Meter beträgt. Foto: Meike Oblau
Im Rahmen eines neu erstellten Hygienekonzeptes wurde auch eine neue Anordnung der Bestuhlung in der Stadthalle probeweise aufgestellt: Geschäftsführerin Anja Bauer zeigt, dass der Abstand zwischen den Stuhlreihen jetzt 1,5 Meter beträgt. Foto: Meike Oblau

„Wir setzen vor allem darauf, die kleineren Formate wieder durchführen zu können“, sagt Bauer. „300 Zuschauer im großen Saal könnte ich mir schon vorstellen, wenn wir die Trennwände zum kleinen Saal hin herausnehmen, vielleicht auch bis zu 480.“ Um das vorzubereiten, hat sie mit ihrem Team ein Hygienekonzept erarbeitet – und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern auch in der Praxis: 480 Stühle haben sie probehalber aufgestellt und sind im wahrsten Sinne des Wortes mit einer „Messlatte“ durch die Reihen geschritten. Dem Hygienekonzept folgend haben die Stuhlreihen nun einen Abstand von jeweils 1,5 Metern.

Programmheft für Saison 2020/2021 in Druck gegangen

Das Programmheft für die neue Saison 2020/2021 ist in Druck gegangen – in der Hoffnung, dass trotz Corona die Veranstaltungen auch stattfinden können. Dass sich die Vorschriften von einem Tag auf den anderen komplett verändern können, habe der Corona-Ausbruch im Nachbarkreis Gütersloh gezeigt, sagt Anja Bauer: „Da ist es natürlich schwierig, den richtigen Zeitpunkt zu finden, zu dem wir wieder Veranstaltungen anbieten.“

Gerade die geplanten Comedy-Events seien meistens so gut besucht, dass sie in dieser Größe aktuell schwer vorstellbar seien, sagt die Geschäftsführerin. Das gelte zum Beispiel für die Auftritte von Torsten Sträter, Kaya Yanar, Jürgen von der Lippe und Bülent Ceylan, die aktuell allerdings noch nicht abgesagt oder verlegt sind. Man wartet noch ab.

Statt Veranstaltungen vorzubereiten und Karten zu verkaufen, bestand die Aufgabe des Stadthallen-Teams zuletzt allzu häufig darin, Karten wieder umzutauschen oder zusammen mit Agenturen oder Künstlern Ausweichtermine zu finden.

Bei den Veranstaltungen, die stattfinden werden, gelten für Besucher neue Regeln. So sollen an der Stadthalle mehrere Ein- beziehungsweise Ausgänge geöffnet werden, damit vor und nach den Auftritten kein Gedränge entsteht. Ständer mit Desinfektionsmittel stehen bereit. „Zudem werden wir die Garderobe nicht öffnen und es wird wohl auch keine Pausen bei den Veranstaltungen geben. Und natürlich müssen wir auf die Rückverfolgbarkeit achten – wir müssen nachweisen können, wer da war“, sagt Anja Bauer.

Die Programmhefte für die neue Saison, die schon vor Corona geplant worden war, sollen Anfang August verschickt werden. Dann soll auch über die Presse nochmal über den aktuellen Stand der Dinge informiert werden.

„Re-Start“ mit Zauberer Marc Weide für 26. August geplant

Derzeit als „Re-Start“ geplant ist ein Nachholtermin mit Zauberer Marc Weide am 26. August. Ebenfalls bisher noch nicht verschoben ist der Auftritt von Torsten Sträter am 25. September. Für die neue Spielzeit unter anderem vorgesehen sind zum Beispiel Gastspiele von Jürgen Becker, Hennes Bender, eine Theateraufführung als Hommage an „Ekel Alfred“, die zweite Lachnacht und ein Poetry Slam, das Programm von „Reis Against The Spülmachine“, Guido Cantz, Brings, die „Danceperados of Ireland“ sowie für Kinder „Bibi Blocksberg“.

Läuft alles nach Plan, soll Dr. Eckart von Hirschhausen am 12. Januar das Kulturjahr 2021 in der Stadthalle eröffnen. Tribute-Konzerte zu Queen und den Beatles stehen zu Jahresbeginn ebenfalls auf dem Programm. In den Februar verschoben wurde das Schulkabarett „Lehrgut“.

Im weiteren Jahresverlauf 2021 sind auch wieder ein großes Schlagerkonzert, das Ohnsorg-Theater mit „Tratsch im Treppenhaus“, das „Festival der Travestie“ und ein Gastspiel von „Olaf dem Flipper“ eingeplant. Die komplette Saisonplanung und auch alle Nachholtermine stehen derzeit aber noch samt und sonders unter Vorbehalt. „Wir machen das, was erlaubt ist, was geht und was Sinn macht“, sagt Stadthallen-Geschäftsführerin Anja Bauer. Aktuelle Infos gibt es auch jederzeit im Internet:

www.stadthalle-delbrueck.de

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