Innenstadtkonzept: Stadtverwaltung lobt tolles Bürgerengagement
Delbrück hübscht sich auf

Delbrück (WB). Die Delbrücker Bürger haben von der Möglichkeit, einen „Wunschzettel“ für die Innenstadt zu schreiben , regen Gebrauch gemacht. Bürgermeister Werner Peitz und die Mitarbeiter des Fachbereichs Bauen und Planen zeigten sich begeistert von den vielen Ideen, die im Zuge der Neuaufstellung des so genannten integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) zusammenkamen. Besonders die neue Onlineplattform, die erstmals angeboten wurde, wurde rege genutzt.

Freitag, 21.08.2020, 05:00 Uhr
Das neue integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK, enthält zahlreiche Projekte. Markus Hückelheim und André Harbig (Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz (von links) sind von den Ideen der Bürger begeistert. Foto: Meike Oblau
Das neue integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK, enthält zahlreiche Projekte. Markus Hückelheim und André Harbig (Fachbereich Bauen und Planen) und Bürgermeister Werner Peitz (von links) sind von den Ideen der Bürger begeistert. Foto: Meike Oblau

Zusammen mit einem externen Fachbüro hat die Stadtverwaltung aus all diesen Anregungen jetzt einen Maßnahmenkatalog zusammengestellt, der der Bezirksregierung vorgelegt werden soll, um die Möglichkeit auszuloten, Fördergelder zu bekommen. Je nachdem, welcher Fördertopf genutzt werden kann, können Zuschüsse von 50 bis 100 Prozent fließen.

Der am Donnerstag im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellte Katalog umfasst vier Handlungsfelder, denen die einzelnen Projekte zugeordnet wurden. Die Kosten sind noch nicht beziffert, insgesamt geht es aber um mehrere Millionen Euro, die in die Innenstadt und hier insbesondere in die Bereiche rund ums neue Rathaus und den Schul-Campus fließen könnten.

Stadt als Begegnungsort

Im ersten Handlungsfeld geht es darum, wie man die Innenstadt als „identitätsstiftenden Begegnungsort“ stärken könnte. In den Fokus rücken könnte dabei unter anderem der Kirchplatz (zum Beispiel Perspektiven für leer stehende Ladenlokale), der Hauptgeschäftsbereich der Innenstadt (Erfahrungen nach dem Umbau, Stärken und Konflikte), der Alte Markt und die Optimierung des Parkplatzangebotes – all das mit dem Ziel, die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu steigern. Gedacht ist auch an einen Lehrpfad „Historisches Delbrück“ oder ein Lichtkonzept für historische Gebäude.

Grün- und Freiraumflächen

Zweites großes Thema des Konzeptes ist der Bereich Grün- und Freiraumflächen in der Innenstadt. Zentraler Punkt ist dabei der neue „Grüne Platz“ vor dem Rathausneubau (Himmelreich), aber auch ein Nutzungskonzept für die bislang nur wenig frequentierte Grünfläche nahe des Busbahnhofs. Geplant ist auch, die Grünflächen mit einem „grünen Ring“ für Fußgänger und Radfahrer zu verbinden. Unter ökologischen Aspekten soll die Parkplatzanlage an der Himmelreichallee aufgewertet werden.

Schul- und Sportzentrum

Das dritte Themenfeld beschäftigt sich mit dem Bereich Schul- und Sportzentrum. Hier sollen unter anderem die Schulhöfe neu gestaltet werden, ebenso die Spiel- und Sportflächen und -räume. Gedacht ist zum Beispiel an den Bau eines neuen Multifunktionszentrums mit Turnhalle und Seminarräumen auf der Fläche des alten Lehrschwimmbeckens, an eine Neukonzipierung des Hagedornforums, an den Bau einer BMX- und Mountainbike-Anlage nahe des Abenteuerspielplatzes am Hallenbad und an eine Begegnungsstätte für Vereine, ähnlich wie sie in den Ortsteilen die Dorfgemeinschaftshäuser bieten. Dafür soll das Gymnasium als offener Kultur- und Bildungsraum ausgebaut werden.

Kurze Wege in der Innenstadt

Vierter Baustein des ISEK ist das Thema „Kurze Wege in der Innenstadt“. Durch ein Nahmobilitätskonzept sollen mehr Angebote für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden, gedacht ist zum Beispiel an neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, auch in Fahrradboxen. Gearbeitet werden soll auch an einem Schulwegekonzept. Nach wie vor auf der Agenda ist die Errichtung eines neuen Beschilderungs- und Leitsystems durch die Innenstadt.

So gehts weiter

Das ISEK ist die Grundlage für die Beantragung von Fördergeldern. Der erste Antrag muss bis zum 30. September bei der Bezirksregierung in Detmold vorliegen, das komplett ausformulierte Konzept samt Kostenberechnungen bis Mitte Januar 2021. In den Folgejahren werden dann Fördergelder für die einzelnen Maßnahmen beantragt. Den Umsetzungszeitraum schätzt die Stadtverwaltung auf mindestens fünf Jahre.

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