Die Schnittker-Nieweg GbR investiert im Dorfkern fünf Millionen Euro
Seniorenzentrum entsteht in Schöning

Delbrück (WB). Auf einem rund 4600 Quadratmeter großen Grundstück in Schöning entsteht aktuell ein neues Seniorenzen­trum. Bauherrin ist die Schnittker-Nieweg GbR, die auf dem Areal direkt gegenüber dem Hotel-Landrestaurant Schnittker etwa fünf Millionen Euro investiert. In dem U-förmig angelegten Komplex entstehen zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften für insgesamt 24 Bewohner sowie 20 Tagespflegeplätze, außerdem acht Wohnungen. Diese acht Wohnungen (55 bis 95 Quadratmeter) will die Schnitter-Nieweg GbR selbst vermarkten.

Mittwoch, 26.08.2020, 05:00 Uhr
So soll das neue Seniorenzentrum gegenüber des Landrestaurants Schnittker aussehen. Foto: Zeichenbüro Janika Nieweg
So soll das neue Seniorenzentrum gegenüber des Landrestaurants Schnittker aussehen. Foto: Zeichenbüro Janika Nieweg

Die anderen Gebäudeteile für die Tagespflege und die Wohngemeinschaften übernimmt als Generalmieterin die „Heute GmbH, Pflege Betreuung Beratung” (Schloß Holte-Stukenbrock), die ähnliche oder gleich konzipierte Objekte bereits betreibt beziehungsweise bald in Bielefeld-Senne den nächsten Standort eröffnet.

Fertigstellung Ende 2021 geplant

Der Neubau in Schöning soll nach Auskunft von Rudolf Nieweg und Bernhard Schnittker Ende 2021 bezugsfertig sein. Die vom Ehepaar Fichtner geführte „Heute GmbH” will im künftigen Seniorenzentrum insgesamt 40 bis 50 Arbeitsplätze schaffen. Nicht nur deshalb „steht das ganze Dorf hinter diesem Projekt”, berichtet der Schöninger Bauunternehmer Rudolf Nieweg. Das Seniorenzen­trum wird für das 1500-Einwohner-Dorf zudem eine bedeutende infrastrukturelle Einrichtung darstellen, gerade hinsichtlich der demografischen Entwicklung.

Ein Blick zurück: Vor etwa fünf Jahren saßen der Schöninger Ratsherr Stefan Knapp und der Gastronom Bernhard Schnittker eines Abends noch auf ein Bier am Tresen. Sie philosophierten über alte gemeinsame Schulzeiten, redeten über dies und das und schließlich auch darüber, dass es in Schöning keine Einrichtung für altersgerechtes Wohnen samt Pflegedienstangeboten gibt. Sofort waren sich die beiden Freunde einig: „Ein Seniorenzentrum wäre gut für Schöning, außerdem gut für unsere Eltern und später auch für uns.”

Einrichtung soll „Seniorenzentrum Landsitz Graf von Sporck“ heißen

Auch das Ehepaar Margret und Rudolf Nieweg hatte sich in etwa zeitgleich Gedanken über den Bau eines Seniorenzentrums in Schöning gemacht und auch schon ein Grundstück im Blick. Bei einem Treffen vor ungefähr vier Jahren konnte Bernhard Schnittker die Eheleute Nieweg aber schnell überzeugen, dass es im Dorf wohl kein besser geeignetes Grundstück als an der Schöninger Straße gegenüber dem Hotel-Landrestaurant gibt.

In der Folgezeit wurden etliche Einrichtungen besichtigt und mit verschiedenen möglichen Seniorenzentrums-Trägern gesprochen, ehe die Entscheidung für die Kooperation mit der „Heute GmbH” fiel. Miriam und Dennis Fichtner haben sich schon einen Namen für die Einrichtung ausgedacht: Seniorenzentrum Landsitz Graf von Sporck.

2884 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche

Die Nutz-/Wohnfläche des gesamten Gebäudes beträgt 2884 Quadratmeter (Teilkeller, Wohngruppe und Wohnungen). Im Erdgeschoss gibt es überall Terrassen, in den Obergeschossen (bis auf eine Wohnung) Balkone. Der Stellplatznachweis für das Objekt konnte nach Angaben von Stefan Knapp, der auch Vorsitzender des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses in Delbrück ist, problemlos erbracht werden.

Der Garten soll ein parkähnliches Aussehen bekommen. „Auch der Baukörper selbst soll durch Materialwahl und Gestaltung der Fassaden optisch ansprechend sein”, blickt Rudolf Nieweg, dessen Baufirma den Neubau hochzieht, voraus.

Heute GmbH aus Schloß Holte ist Generalmieterin

Miriam Fichtner erläutert: „Das Konzept des betreuten Wohnens sieht vor, dass die Senioren selbstständig in ihrer eigenen Wohnung leben und gleichzeitig jederzeit die Möglichkeit haben, auf Abruf, Hilfe und Unterstützung im Rahmen der pflegerischen und hauswirtschaftlichen Versorgung zu erhalten. Bewohner, die noch weitestgehend fit sind, können gern mithelfen im häuslichen Alltag. Andererseits ist es auch möglich, dass Bewohner, die nicht mehr in der Lage sind, ein selbstbestimmtes Leben zu führen, bis zuletzt gepflegt werden können, auch wenn es sich beim Seniorenzen­trum in Schöning nicht um ein klassisches stationäres Heim handelt.”

Dennis Fichtner geht auf die Alternative Tagespflege ein: „Strukturierte Tagespflege ermöglicht vielen Senioren, länger in ihrem gewohnten Umfeld zu leben, so lange es geht. Pflegende Angehörige können wiederum durch das Angebot der Tagespflege unterstützt und entlastet werden.”

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