Neuer Belag am Laumeskamp notwendig – Delbrücker SC stellt Zuschussantrag
Kunstrasenplatz ist völlig verschlissen

Delbrück (WB). Der Belag des 14 Jahre alten Kunstrasenplatzes am Stadion Laumeskamp ist nach jahrelanger überaus starker Beanspruchung inzwischen so stark verschlissen, dass Reparaturen nicht mehr in Frage kommen. Der Delbrücker SC hat deshalb bei der Stadt Delbrück einen Antrag auf Bezuschussung zur Neuanlage des Belages gestellt.

Samstag, 05.09.2020, 07:02 Uhr aktualisiert: 05.09.2020, 07:10 Uhr
An einigen Stellen ist der Zustand des Kunstrasenplatzes sogar als katastrophal zu bezeichnen. Der Delbrücker SC ist auf einen Austausch angewiesen, um den Trainings- und Spielbetrieb seiner 24 Mannschaften nicht zu gefährden. Foto: Jürgen Spies
An einigen Stellen ist der Zustand des Kunstrasenplatzes sogar als katastrophal zu bezeichnen. Der Delbrücker SC ist auf einen Austausch angewiesen, um den Trainings- und Spielbetrieb seiner 24 Mannschaften nicht zu gefährden.

Die Mitglieder des Sport- und Freizeitausschusses machten sich am Donnerstagabend bei einem Ortstermin selbst ein Bild vom Zustand des Kunstrasens. Für den DSC gaben Vorsitzender Elmar Westermeyer, 2. Vorsitzender Philipp Fecke sowie Vorstandsmitglied Jan Brautmeier (Bauwesen, Sportanlagen, Entwicklung) nähere Erläuterungen und wiesen darauf hin, dass der Platz vormittags für den Schulsport, nachmittags und abends vom Vereinssport sowie von Freizeitfußballern genutzt wird.

An einigen Stellen, beispielsweise im und vor den beiden Sechzehnern, den Strafräumen, sind vor etwa drei Jahren schon Teilflächen ausgetauscht worden. Hier gehen jetzt schon wieder manche Nähte auf. Und an einigen noch nicht reparierten Teilen des Platzes hat sich der Kunstrasen trotz intensiver Pflegebemühungen regelrecht aufgelöst und sieht zerfleddert aus. „Es gibt insbesondere wegen des Verletzungsrisikos akuten Handlungsbedarf“, sagte Philipp Fecke.

Meisterschaftsspiele dürfen hier eh nicht mehr angepfiffen werden. Und bei Freundschaftsspielen liegt es im Ermessen des Schiedsrichters, der aufgrund der vorgefundenen Situation „jederzeit sagen kann: Hier nicht!“, weiß Ausschussmitglied Klaus Kramer als langjähriger Schiedsrichter.

„Wir haben uns von Gastvereinen auch schon etliche Beschwerden wegen der Platzqualität anhören müssen“, berichtete DSC-Vorsitzender Westermeyer.

Ein intensiv genutzter Kunstrasenplatz hält ungefähr zehn Jahre. Der Platz am „Laumes“ ist nicht nur deutlich älter – aufgrund des hohen Nutzungsgrades und gemessen an den Spielstunden darauf, hat die Anlage die Verschleißgrenze weit überschritten.

Der DSC (1000 Mitglieder, davon 600 Jugendliche und Kinder unter 16 Jahren; 24 Mannschaften) hat bereits einen Kostenvoranschlag eingeholt (235.000 Euro brutto) und könnte beim Austausch des Kunstrasenbelages diverse Eigenleistungen erbringen (Hilfsdienste, Bauleitung). Eigenkapital in nennenswerter Höhe kann der DSC nach erheblichen Investitionen in den vergangenen Jahren kaum noch beisteuern. „Wir brauchen die Hilfe der Stadt“, so Philipp Fecke.

Da auch Schulen den Kunstrasenplatz vormittags nutzen, gibt es nach Auskunft von Fachbereichsleiter Manuel Tegethoff die Möglichkeit, den städtischen Zuschuss von 50 auf 65 Prozent der förderfähigen Kosten zu erhöhen.

Zudem müssten Stadt und DSC einen Vertrag schließen; die Platzpflege wäre allein Aufgabe des Vereins.

Der Ausschuss sprach sich dafür aus, dass der Delbrücker SC nun noch weitere Angebote einholt.

Im Rahmen der Haushaltsplanberatung 2021, die offenbar – so war es am Rande der Sportausschusssitzung zu hören – nicht mehr im Kalenderjahr 2020 sein wird, könnte dann der neue Stadtrat über den Zuschussantrag des DSC weiter beratschlagen und entscheiden.

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