Corona-Konzept der evangelische Kirchengemeinde Delbrück kommt gut an
Konfirmation im heimischen Garten

Delbrück (WB). Eigentlich hätten 22 junge Christen in der evangelischen Kirchengemeinde Delbrück Ende April konfirmiert werden sollen. Doch der Corona-Lockdown machte dies unmöglich. In diesem Jahr wurde dann ein neues Format angeboten: die „Konfirmation to go“ im heimischen Garten. Das kam bei den Konfirmanden, ihren Familien, aber auch den Pfarrerinnen sehr gut an.

Mittwoch, 23.09.2020, 06:00 Uhr
Die Zwillinge Leonie und Jan Brauner wurden coronabedingt im heimischen Garten gemeinsam konfirmiert. Die Delbrücker Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann beobachtet, wie die Konfirmationskerze entzündet wird. Foto: Axel Langer
Die Zwillinge Leonie und Jan Brauner wurden coronabedingt im heimischen Garten gemeinsam konfirmiert. Die Delbrücker Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann beobachtet, wie die Konfirmationskerze entzündet wird. Foto: Axel Langer

Bis das neue Konfirmations-Modell an den Start ging, standen aber viele Überlegungen an. Die ursprünglich für April geplanten Feierlichkeiten wurden zunächst auf Anfang Oktober verschoben, in der Hoffnung, dass sich die Situation bis dahin gebessert habe. Doch die Sorge blieb, dass auch im Spätsommer Gottesdienste mit großen Personenzahlen nicht möglich sein würden. „Da war Ideenreichtum und Kreativität gefragt“, sagt die Delbrücker Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann rückblickend.

„Konfirmation to go“

Was wäre wenn, … die Konfirmation zu Hause bei den Familien gefeiert würde – irgendwann kam dieses Gedankenspiel auf. Schnell nahm eine Idee auf der ersten Presbyteriums-Sitzung nach der Kontaktsperre konkrete Formen an. Der digitale Kontakt zu den Konfirmanden und Eltern wurde kurzfristig aufgenommen und der Vorschlag der „Konfirmation to go“ unterbreitet.

„Die Zustimmung war riesig. Innerhalb kürzester Zeit waren von fast allen Konfirmanden mit ihren Familien positive Rückmeldungen da. Damit konnte die Idee in die Tat umgesetzt werden“, berichtet die evangelische Geistliche. Mit der Idee war jedoch auch viel Arbeit verbunden. Eine Blaupause gab es schließlich nicht, sowohl in der evangelischen Kirchengemeinde Delbrück wie auch im gesamten Kirchenkreis Paderborn hatte es noch keine Hauskonfirmationen in dieser Größenordnung gegeben. Doch Corona machte es möglich. Der Plan wurde umgesetzt.

22 individuelle Predigten und Abläufe

Termine mussten gefunden und abgeglichen werden, 22 individuelle Predigten und Abläufe mussten entwickelt werden, die Begeisterung und Vorfreude ließ die Spannung steigen. Fahrtrouten durch das ganze Delbrücker Land entstanden und die Kirchengemeinde stellte auch den eigenen Kirchgarten für eine Konfirmation zur Verfügung.

An insgesamt sechs Wochenende fanden jeweils an einem Tag zwei bis fünf Konfirmationen statt. Die Pfarrerin wurde von Mitgliedern des Kirchenvorstandes sowie von weiteren Teamern begleitet. Kleine Präsente und Gottes Segen fanden so den Weg in die Gärten und zu den Konfirmanden.

Sogar ein Campingplatz wurde als Örtlichkeit genutzt

Die Eltern unterstützten die Idee mit viel Einsatz: Sogar Gärten von netten Nachbarn, Dachterrassen oder ein Campingplatz wurden als Örtlichkeit genutzt und erlaubten, mit Abstand und unter Berücksichtigung sämtlicher Corona-Auflagen die Konfirmation zu feiern.

„Die Reaktionen der Familien haben gezeigt, dass die Konfirmation sicher zu einem besonderen Familienfest wurde. Für viele Familien war diese Feierlichkeit sogar das erste Treffen nach dem Corona-Lockdown. Die vielen strahlenden Augen waren ein tolles Erlebnis“, sind Claudia Hempert-Hartmann und das Team begeistert. Diese besondere Art der Konfirmation wird allen Beteiligten sicherlich ein Leben lang in Erinnerung bleiben. Fotos von einer Konfirmation im eigenen Garten kann schließlich nicht jeder in seinem Fotoalbum präsentieren.

Die Rundreise für Pfarrerin Claudia Hempert-Hartmann durch das Delbrücker Land ist nun beendet – Anfang Oktober finden dann noch drei Konfirmationen in den Räumlichkeiten der Kirchengemeinde statt.

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