Kreis, Kreissportbund und Techniker Krankenkasse starten Pilotprojekt
Wie gesund lebt man in Delbrück?

Delbrück (WB). In Delbrück startet jetzt ein besonderes Pilotprojekt: Der Kreis Paderborn hat in Kooperation mit dem Kreissportbund Paderborn und der Techniker Krankenkasse das Projekt „Gesunde Kommune“ auf den Weg gebracht. Mit dem Grundgedanken, Gesundheitsförderung in der Kommune zu verankern, hebe sich dieses Projekt deutlich von anderen Präventionsprojekten ab, heißt es in einer Pressemitteilung. Dafür wurde eigens ein vierköpfiges Projektteam mit einer Zweigstelle in Delbrück installiert.

Donnerstag, 24.09.2020, 04:00 Uhr
Lisa Frintrup, Irina Schmidt, Lina Kemper und Katharina Voth (von links) vom Kreissportbund Paderborn bilden das vierköpfige Projektteam, das in einer Zweigstelle in der Pilot-Kommune Delbrück im Einsatz sein wird. Foto:
Lisa Frintrup, Irina Schmidt, Lina Kemper und Katharina Voth (von links) vom Kreissportbund Paderborn bilden das vierköpfige Projektteam, das in einer Zweigstelle in der Pilot-Kommune Delbrück im Einsatz sein wird.

Bis zum Jahr 2024 sollen Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens der Menschen unmittelbar in den Kommunen des Kreises erarbeitet werden. „Im Mittelpunkt des Projektes stehen Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren und Menschen ab dem 55. Lebensjahr“, erläutert Gesundheitskommunikatorin Lina Kemper. Beide Altersgruppen seien gekennzeichnet durch große Veränderungen ihrer Lebenssituationen.

Maßnahmen sollen unmittelbar vor Ort erarbeitet werden

Mit der Kindheitspädagogin Katharina Voth und der Sportwissenschaftlerin Lisa Frintrup konnten zwei Expertinnen für die ausgewählten Zielgruppen gewonnen werden. „Für die Kleinsten steht in dieser Zeit zum Beispiel der Besuch einer Kindertageseinrichtung an und somit ein Wechsel von der Betreuung zu Hause in eine Fremdbetreuung“ erklärt Katharina Voth.

Im Rahmen des Projektes „Gesunde Kommune“ werden vor allem solche Übergänge zwischen verschiedenen Lebensphasen näher betrachtet. Wie gut diese Übergänge aktuell vor Ort sind beziehungsweise welche Notwendigkeiten für neue Angebote existieren, soll nun eine erste Akteursbefragung in der Pilot-Kommune Delbrück ermitteln.

Hebammen, Erzieherinnen und Arbeitgeber werden befragt

„Wir möchten uns zunächst einen Gesamteindruck über die aktuellen Gegebenheiten in Delbrück verschaffen und werden sowohl Experten wie zum Beispiel Hebammen, Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Therapeuten und Arbeitgeber, als auch die Zielgruppen selbst befragen“, beschreibt Gesundheitskommunikatorin Irina Schmidt die nächsten Schritte.

Auf Grundlage dieser Befragungen werden Maßnahmen mit den Akteuren vor Ort konzipiert und umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt Paderborn und dem Stadtsportverband Delbrück erfolgt nun durch die Befragung der Akteure für die Zielgruppe 0 bis 6 Jahre der Startschuss der ersten Projektphase. Das Projektteam freut sich auf die Zusammenarbeit mit den Akteuren und der Menschen vor Ort. Aus diesem Grund wurde auch die Projektgeschäftsstelle in Delbrück eingerichtet.

Nachhaltige Lösungen entwickeln

Auch für Menschen ab dem 55. Lebensjahr stehen beachtliche Veränderungen in der Lebenssituation bevor: „So findet in dieser Lebensspanne unter anderem der Austritt aus dem Berufsleben statt“, schildert Sportwissenschaftlerin Lisa Frintrup die besondere Herausforderung. Auch hier ist es das Ziel, nachhaltige Lösungen in allen neun Kommunen zu entwickeln. Nähere Informationen zum Projekt und Kontaktdaten sind im Internet zu finden unter www.ksb-paderborn.de .

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