Sportverein hofft auf Zuschüsse für Erweiterung des Sportheims
Mehr Platz für den Delbrücker SC

Delbrück (WB). Das Sportheim des Delbrücker SC am Laumeskamp platzt aus allen Nähten. Deshalb plant der Verein einen An- und Umbau. Der DSC und die Stadt Delbrück hoffen dabei auf eine 100-Prozent-Finanzierung des Landes und wollen sich um Gelder aus dem „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ bewerben. Die geschätzten Baukosten liegen bei 860.000 Euro.

Samstag, 26.09.2020, 06:00 Uhr
Das Sportheim des Delbrücker SC am Laumeskamp ist zu klein für den mehr als 1000 Mitglieder starken Verein geworden. Nun soll angebaut werden. Stadt und DSC hoffen auf Fördergelder aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Foto: Jörn Hannemann
Das Sportheim des Delbrücker SC am Laumeskamp ist zu klein für den mehr als 1000 Mitglieder starken Verein geworden. Nun soll angebaut werden. Stadt und DSC hoffen auf Fördergelder aus dem Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten. Foto: Jörn Hannemann

Die kurzfristige Bewerbung um Fördergelder ist nur möglich, weil der Delbrücker SC und das Architekturbüro Hüllmann bereits umfangreiche planerische Vorarbeiten geleistet haben, denn die Zeit drängt: Bis zum 16. Oktober muss der Förderantrag bei der Bezirksregierung vorliegen. Bis Ende des Jahres soll dann bereits eine Entscheidung fallen, ob Gelder nach Delbrück fließen. Klappt das nicht, kann 2021 erneut ein Antrag eingereicht werden, dann würden aber „nur“ noch 90 Prozent der Gesamtsumme gefördert. Der DSC hat mehr als 1000 Mitglieder und nutzt das Areal am Laumeskamp bereits seit 1929 (zunächst als Ballsportverein Delbrück, seit 1950 als Delbrücker SC).

Geplant ist ein Anbau mit 180 Quadratmetern Grundfläche

Markus Hückelheim, Fachbereichsleiter Bauen und Planen bei der Stadt Delbrück, hat die Pläne des DSC für das Sportheim an der Boker Straße am Donnerstagabend im Umwelt-, Bau- und Planungsausschuss vorgestellt. Beabsichtigt ist demnach die Errichtung eines zweigeschossigen Anbaus mit etwa 180 Quadratmetern Grundfläche, der im Erdgeschoss einen Aufenthaltsraum mit Küchenbereich sowie einen Ballraum, einen Waschraum für Sportkleidung und einen Kassenraum vorsieht.

Im Obergeschoss dieses Anbaus sollen ein Mehrzweckraum für Gruppensport und ein Gymnastikraum mit Trainingsgeräten untergebracht werden. Darüber hinaus soll das Obergeschoss mit einem dreiseitig umlaufenden Balkon ausgestattet werden, von dem aus ein guter Überblick über die angrenzenden Sportanlagen ermöglicht wird.

Hausmeisterwohnung soll umgebaut werden

Im bestehenden Gebäude sollen im Erdgeschoss zwei Toiletten ergänzt und die Entwässerung verbessert werden. Im Obergeschoss soll die derzeitige, schon lange nicht mehr genutzte Hausmeisterwohnung in Umkleiden für Sportler und Schiedsrichter einschließlich Sanitärräume und einen Besprechungsraum umgewandelt werden. Altbau und Anbau sollen durch einen Flur verbunden werden, der mit Rampen und einer Aufzuganlage ausgestattet ist, um das Projekt barrierefrei zu gestalten.

Markus Hückelheim sagte, das Landesministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung habe erst im August aus Mitteln der Städtebauförderung ein neues Förderprogramm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ aufgelegt, bis Mitte Oktober müssten die Anträge der Kommunen nun vorliegen. Es sei trotz der kurzen Bewerbungsfrist aber nicht auszuschließen, dass eine Bewilligung der Förderung für 2020 zum Beispiel aufgrund einer Überzeichnung des Förderprogramms nicht erreicht werden könne: „Das Programm ist sehr attraktiv, um die Gelder werden sich viele Kommunen bemühen“, so der Bauamtsleiter.

Volle Unterstützung aus der Politik

Stadt und Delbrücker SC wollen aber allemal versuchen, an die Zuschüsse heranzukommen, und dafür gab es von den Mitgliedern des Umwelt-, Bau- und Planungsausschusses am Donnerstagabend auch volle Unterstützung in Form eines einstimmigen, positiven Votums. „Mehr als 100 Prozent geht ja nicht, wir begrüßen den Antrag für diese Fördergelder, die Chance sollten wir nutzen“, sagte Brigitte Michaelis von der PID. Willibald Haase von der SGD fragte nach, ob nicht auch GW Anreppen von diesem Förderprogramm profitieren könne. Das verneinte Markus Hückelheim: „Es muss eine fertige Entwurfsplanung samt Kostenberechnung vorliegen, das kriegen wir für Anreppen so schnell gar nicht hin.“ Es sei aber denkbar, für 2021 einen Antrag für Fördermittel aus diesem Programm für den nahe des Hallenbades geplanten BMX- und Mountainbikeparcours zu stellen, sagte Hückelheim.

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