Stadt Delbrück will vor allem in Gymnasium und neue Sporthalle investieren
Innenstadtkonzept kostet 25 Millionen Euro

Delbrück (WB). Für noch nicht sanierte Bereiche der Delbrücker Innenstadt ist ein neues Innenstadtentwicklungskonzept (ISEK) auf den Weg gebracht worden. Erstmals sind dazu jetzt Kosten genannt worden. Würden alle Maßnahmen umgesetzt werden, summieren sich die Investitionen auf etwa 25 Millionen Euro.

Samstag, 26.09.2020, 06:00 Uhr
Die Sanierung und Aufwertung des Delbrücker Gymnasiums kostet geschätzt etwa 14,7 Millionen Euro (energetische Fassadensanierung, Brandschutz, Aufstockung und Ausstattung der Räume sowie eine Interimslösung während der Bauphase in Containern). Foto: Besim Mazhiqi
Die Sanierung und Aufwertung des Delbrücker Gymnasiums kostet geschätzt etwa 14,7 Millionen Euro (energetische Fassadensanierung, Brandschutz, Aufstockung und Ausstattung der Räume sowie eine Interimslösung während der Bauphase in Containern). Foto: Besim Mazhiqi

Die größten „Batzen“ in dieser Summe sind die Sanierung des Gymnasiums (14,7 Millionen Euro), der geplante Bau einer neuen Turnhalle im Bereich des alten Lehrschwimmbeckens (7,5 Millionen Euro)und die Herrichtung des so genannten Grünen Platzes am neuen Rathaus (1,2 Millionen Euro).

Konzept beinhaltet auch Gestaltung des „Grünen Platzes“

Der Rat hatte die Verwaltung wie berichtet im Februar mit der Erstellung eines neuen Innenstadtkonzeptes beauftragt. „Besondere Schwerpunkte waren dabei der Schulcampus und der „Grüne Platz“ am geplanten Rathausneubau. Bei der Bestandsaufnahme sind viele städtebauliche, soziale und verkehrstechnische Aspekte identifiziert worden, die über eine konkrete Maßnahme Aufnahme in das ISEK finden sollen. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass in den nächsten Jahren die positive Entwicklung der Stadt weiter fortgeführt wird“, heißt es aus dem Delbrücker Bauamt.

Das neue ISEK ist gemeinsam mit dem Büro „SSR – Schulten Stadt- und Raumentwicklung“ erstellt worden, Bürger konnten sich sowohl im Rahmen einer coronakonformen Bürgerversammlung als auch online beteiligen. Dabei gab es viel Lob für die eingegangenen Ideen und Anregungen der Delbrücker .

Planung muss bis 15. Januar in Detmold vorliegen

Das jetzt fertiggestellte ISEK-Konzept ist Grundlage für die Förderung mit Städtebaufördergeldern. Bis spätestens 15. Januar muss das Konzept bei der Bezirksregierung vorliegen. Die Abgabe in Detmold ist aber, betonte Markus Hückelheim (Fachbereichsleiter Bauen und Planen), nicht gleichbedeutend damit, dass alle dort enthaltenen Projekte auch umgesetzt werden. Nach Genehmigung des Gesamtkonzeptes werden später sukzessive die Einzelmaßnahmen geplant, beantragt und per Förderbescheid entsprechend bewilligt.

Die Kosten der Einzelmaßnahmen seien geschätzt, sagte Hückelheim, die Kostenberechnung für die notwendige Sanierung des Gymnasiums sei hingegen schon deutlich konkreter. So wird die Fassadensanierung auf 7,3 Millionen Euro (2,82 Millionen davon könnten über Fördermittel bezahlt werden) geschätzt, notwendige Brandschutzmaßnahmen auf etwa eine Million Euro (davon 240.000 Euro förderfähig). Die nötige Aufstockung und Neuordnung der Räume wegen der Rückkehr zu G9 (Abitur wieder nach 13 statt wie zuletzt nach 12 Jahren) schlagen mit etwa 3,85 Millionen Euro zu Buche (1,13 Millionen Euro förderfähig).

Vierjährige Containerlösung fürs Gymnasium

Vollständig aus Fördermitteln bezahlt werden könnte die Ausstattung der Räume für eine multifunktionale Nutzung (670.000 Euro) und eine Unterbringung der Schule in Containern während der Bauphase. Hückelheim schätzt, dass etwa vier Jahre lang zum Teil in Containern unterrichtet werden müsste. Die Kosten (etwa für die Miete der Container) belaufen sich auf etwa 320.000 Euro. Eingerechnet hat der Fachbereichsleiter auch mögliche Baukostensteigerungen bis 2024, so dass er am Ende auf eine Gesamtsumme von 14,7 Millionen Euro, davon 5,8 Millionen Euro Fördermittel, kommt.

Bei der neuen Turnhalle schlägt das Bauamt anstelle des alten Lehrschwimmbeckens einen Multifunktionsbau mit Turnhalle und darüberliegenden Seminarräumen vor. Kosten inklusive des Abrisses des Schwimmbeckens: etwa 7,5 Millionen Euro. Die Idee ist, die Turnhalle quasi in die „Mulde“ des alten Schwimmbeckens zu setzen und darüber Seminarräume zu schaffen. „Das ist nicht in Stein gemeißelt, aber ein erster Vorschlag“, sagte Hückelheim. Diese Variante würde 7,5 Millionen Euro, eine Turnhalle ohne weitere Seminarräume etwa 4,7 Millionen Euro kosten. Beide Varianten könnten zu 100 Prozent gefördert werden.

Zahlreiche weitere Einzelmaßnahmen

Neben den drei großen Maßnahmen (Sanierung Gymnasium, Bau einer Sporthalle und des Grünen Platzes) enthält das ISEK Ideen wie den Bau eines BMX- und Mountainbikeparcours nahe des Hallenbades (90.000 Euro), einen Lehrpfad „Historisches Delbrück“ (60.000 Euro), die Aufwertung der Schulhöfe (300.000 Euro), einen „grünen Ring“ als Fußwegeverbindung in der Innenstadt (75.000 Euro), ein Hof- und Fassadenprogramm (230.000 Euro) sowie einen Verfügungsfonds (120.000 Euro).

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