Mona’s Familienservice: Neue Angebote wenden sich an Kinder und Jugendliche
Aus Konfliktsituationen befreien

Delbrück (WB). Familien- und Haushaltshilfen, aber auch die Betreuung von Pflegebedürftigen, sind die Aufgabenbereiche von „Mona’s Familienservice“. Seit acht Jahren bietet Mona Griese aus Delbrück diese Dienstleistungen in den Kreis Paderborn und Gütersloh an.

Donnerstag, 15.10.2020, 13:52 Uhr aktualisiert: 15.10.2020, 13:56 Uhr
Kümmern sich bei Mona’s Familienservice um die verschiedenen Aufgabenbereiche (von links): Norbert Büttner, Sylvie Hoffmann (Organisation der Mobbingkurse), die Teamleiterin Bereich Haushaltshilfe Sylvia Kracht, Gründerin und Inhaberin Mona Griese (vorne) sowie Sandra Singh, Elisabeth Coprian, Elisabeth Munslow und Bettina Hartmann. Foto: Axel Langer
Kümmern sich bei Mona’s Familienservice um die verschiedenen Aufgabenbereiche (von links): Norbert Büttner, Sylvie Hoffmann (Organisation der Mobbingkurse), die Teamleiterin Bereich Haushaltshilfe Sylvia Kracht, Gründerin und Inhaberin Mona Griese (vorne) sowie Sandra Singh, Elisabeth Coprian, Elisabeth Munslow und Bettina Hartmann. Foto: Axel Langer

Der inzwischen 63 Mitarbeiter zählende Betrieb hat nun ein neues Angebot erstellt: Ausgebildete Selbstbehauptungstrainer bieten einen Trainingskursus gegen Mobbing und Konflikte an Kindergärten und Schulen an. „Wir richten uns damit gezielt an Kinder und Jugendliche“, so Inhaberin Mona Griese, die selbst zum Team der Selbstbehauptungstrainerinnen gehört.

Das Kursangebot wird durch Vorträge für Eltern, Erzieher sowie Lehrer ergänzt. Auch Sylvie Hoffmann hat die halbjährige Fortbildung besucht und organisiert nun die Mobbingkurse. „Wir trainieren mit Kindern und Jugendlichen, wie sie mit Konfliktsituationen umgehen und diesen idealerweise aus dem Weg gehen können. Außerdem zeigen wir Strategien auf, wie sie auf Mobbing reagieren können“, erläutert Sylvie Hoffmann.

Angeboten werden verschiedene Trainingsangebote als Präsenztraining. Sehr gute Erfahrungen haben die Selbstbehauptungstrainerinnen mit Kursen in Grundschulen und Kindergärten gemacht. Doch auch Jugendliche wurden bereits geschult. Wichtiger Teil des Trainings sind Rollenspiele. „Hier schlüpfen auch die Trainerinnen in verschiedene Rolle, so dass wir eine aktives Trainingsprogramm durchführen“, erläutert Sylvie Hoffmann.

Praktisches Training ist wichtiger Bestandteil der Kurse

Ziel der Kurse sei es, Kindern zu zeigen, wie sie sich mit einfachen Mitteln aus Konfliktsituationen befreien können. Dabei sei das praktische Training ein wichtiger Teil der Kurse. Möglich ist auch eine Einzelbetreuung für Familien. „Für Kinder soll das eigene Zuhause ein sicherer Hafen sein“, unterstreicht Sylvie Hoffmann.

Folgen werden Online-Kurse, die sowohl im Einzelcoaching für Kinder, aber auch als Gruppencoaching gemeinsam mit den Eltern angeboten werden. Außerdem richten sich offene Kurse an Wochenenden oder Nachmittagen in der Woche an Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Deutlich verändert hat sich während der Corona-Pandemie die Situation in sogenannten Problemfamilien. „Das Konfliktpotenzial hat sich spürbar zugespitzt. Wir haben beobachtet, dass es häufiger zu Aggressionen in den Familien kommt“, blickt Mona Griese auf die vergangenen Monate. Die Erfahrung ihres Teams zeige, dass häusliche Gewalt und Kindeswohlgefährdungen zugenommen haben.

Allerdings konnten die Familienhelfer an vielen Stellen Konflikte entschärfen. „Oftmals reichten schon ein paar Sätze, die zum Innehalten bewegt haben“, sieht Mona Griese den Vorteil ihrer Mitarbeiter, die einen sehr guten Draht zu den Familien haben und schon bei sich anbahnenden Konflikten einschreiten können.

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