Junger Unternehmer aus Boke kreiert und produziert hochwertige Mode-Accessoires
Fraune veredelt Aluminium zu Fliegen

Delbrück (WB). Männermode-Hochglanzmagazine haben ebenso schon angeklopft wie Veranstalter von Hochzeitsmessen. Das Interesse in der Branche an einer noch ganz jungen Geschäftsidee und den Produkten, die der Unternehmer Heinrich Fraune aus Delbrück-Boke kreiert und selbst herstellt, ist offenbar groß. Und das, obwohl der 32-Jährige die Werbetrommel für seine Fliegen aus Metall noch gar nicht so richtig gerührt hat.

Freitag, 16.10.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 09:00 Uhr
Eines der Topmodelle in der Kollektion ist diese Metallfliege aus Aluminium in goldener Farbgebung. Sie ist so bearbeitet, dass sich ein auffälliger Plateaueffekt ergibt, auch in der Haptik. Wer sich eine solche Fliege anschafft, kann sicher sein: Die hat nicht jeder! Foto:
Eines der Topmodelle in der Kollektion ist diese Metallfliege aus Aluminium in goldener Farbgebung. Sie ist so bearbeitet, dass sich ein auffälliger Plateaueffekt ergibt, auch in der Haptik. Wer sich eine solche Fliege anschafft, kann sicher sein: Die hat nicht jeder!

Fliegen am Hemdkragen – gewiss nicht nur für festliche Anlässe wie beispielsweise Hochzeiten – sind eben angesagt. Nur aus dem Material Metall gibt es sie so, wie Heinrich Fraune sie herstellt, am Markt noch nicht. Diese Angebotslücke hat der Boker erkannt und will sie nutzen.

So etwas hat nicht jeder

Hoher Tragekomfort, hohe Qualität, einzigartige Designs, breites Farbspektrum, ganz viele Variationsmöglichkeiten, individuell gestaltbare Unikate – dies und mehr sind dabei Aspekte, die Käufern der Fliegen aus Metall das Gefühl vermitteln können, sich etwas wirklich Besonderes für besondere Gelegenheiten angeschafft zu haben. So etwas hat eben nicht jeder!

Fliegen aus Metall? Sind die nicht schwer? „Absolut nicht”, sagt Heinrich Fraune in einem Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT und erklärt auch gleich das Geheimnis seiner Libellen, wie er seine pfiffigen Fliegen nennt. „Die Libellen werden aus leichtem und hochwertigem Aluminium gefertigt. Durch immer weitere Überarbeitungen im Entstehungsprozess der Libelle konnten wir immer mehr Material, vor allem auf der Rückseite, einsparen, ohne dadurch die Stabilität zu gefährden. Unsere Libellen im Standard-Herrenfliegenmaß, 114 mal 38 Millimeter, unterscheiden sich damit in Gewicht und Tragekomfort nicht von einer herkömmlichen Fliege aus Stoff.“

Stichwort Libelle: Heinrich Fraune hat sich bei der Namensgebung nicht zufälligerweise von den filigranen Insekten inspirieren lassen: „Von der naheliegenden Form der Flügel mal ganz abgesehen. Libellen sind einfach wunderschön anzusehen, sind oft farbenfroh und schimmern metallisch im Sonnenlicht.“

Möglichst einfache Handhabung

Auch an eine möglichst einfache Handhabung seiner Metallfliegen hat Fraune selbstverständlich gedacht. Fummeliges Binden? Nicht nötig! Die Libellen bekommt man fertig zusammengesetzt mit einem fein einstellbaren Satinband. Der hinten angebrachte Verschluss ist unsichtbar. Das Band kann auf Wunsch bestickt werden, beispielsweise mit den Namen des Hochzeitspaares samt Datum des großen Tages.

Auch in der Showbranche und überall dort, wo Eyecatcher, also Hingucker, gefragt oder benötigt werden, sieht Fraune Verwendungsmöglichkeiten für die Metallfliegen. Es gibt sie mal hochpoliert und glatt, mal matt durch spezielle Oberflächenbehandlung (glasperlenbestrahlt), mal haben sie einen Plateaueffekt oder tragen farbige florale oder sonstige Motive.

Etwas Perfektes aus Metall zu schaffen

Die Lust und die Leidenschaft, etwas möglichst Perfektes aus Metall zu erschaffen, hat Heinrich Fraune gewisserweise in die Wiege gelegt bekommen. Sein Vater Martin (67) gründete in den 90er Jahren eine kleine Firma mit dem Schwerpunkt Metallbearbeitung, Maschinen- und Vorrichtungsbau, entwickelte für verschiedene Kunden technische Lösungen, immer mit dem Anspruch höchster Präzision in der handwerklichen und maschinellen Umsetzung. „Mein Vater hat auch immer wieder dekorative Einzelstücke gefertigt und dabei verschiedene Metalle in ein harmonisches Zusammenspiel gebracht – bis hin zu Eheringen für einige befreundete Paare“, berichtet Heinrich Fraune.

Klar, dass Martin Fraune auch mit besonderer Hingabe die Eheringe für seinen Sohn Heinrich und dessen Ehefrau Ulrike vor gut zwei Jahren fertigte.

Seit 2012 ist Heinrich Fraune im väterlichen Betrieb als Geschäftsführer tätig und hat inzwischen für die Präsentation der innovativen Fliegen ein eigenes Internetportal (www.heinrichfraune.com) geschaffen.

Im Betrieb an der Straße Untereichen verknüpft der 32-Jährige die erlernte Handwerkskunst und die maschinellen Möglichkeiten der Firma Fraune mit Visionen von Schmuck, Mode und Accessoires von bleibendem Wert.

Bei den Libellen soll es nicht bleiben

Bei den Libellen soll es übrigens nicht bleiben. Die Produktpalette soll noch beispielsweise ergänzt werden um metallene Manschettenknöpfe, die Pfauen­auge oder Feuerfalter heißen werden. Auch hier spielen dann wieder Tiernamen eine Rolle. Ebenfalls nicht zufällig, denn: „Unsere Artenvielfalt ist es uns wert, dass auch wir einen Beitrag leisten. Wir unterstützen mit Anteilen aus Verkaufserlösen Umweltinitiativen und Organisationen, die sich für den Artenschutz einsetzen. Außerdem sind die Aluminiumspäne, die in unserem Betrieb anfallen, zu 100 Prozent recylingfähig“, betont der Metallexperte aus Boke.

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