Biologische Station Kreis Paderborn/Senne stellt neue Meldeplattform vor und hofft auf Bürgerbeteiligung
Was blüht, läuft oder fliegt denn da?

Delbrück-Ostenland -

Haben Sie beim Spaziergang vielleicht eine Glockenblume entdeckt? Oder einen farbenfrohen Schmetterling? Die Biologische Station Kreis Paderborn/Senne interessiert sich für diese Beobachtungen und hat daher jetzt eine neue Meldeplattform im Internet freigeschaltet.

Dienstag, 02.03.2021, 04:25 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 07:04 Uhr
Peter Rüther präsentiert die neue Meldeplattform zusammen mit Emilie Friesen (Mitte) und Mareike Zizka.
Peter Rüther präsentiert die neue Meldeplattform zusammen mit Emilie Friesen (Mitte) und Mareike Zizka. Foto: Meike Oblau

„Unsere Hauptaufgabe ist die Betreuung von Schutzgebieten. Dort kennen wir uns in der Regel auch ganz gut aus. Uns fehlen aber Daten aus Flächen, die außerhalb dieser Schutzgebiete liegen, um zum Beispiel Aussagen zum Gesamtbestand einer Tier- oder Pflanzenart in der Normallandschaft treffen zu können“, sagt der Leiter der Biologischen Station, Peter Rüther. Bisher gab es eine solche Meldeplattform nur für den Bereich Ornithologie (Vögel). Sie wurde jetzt umfassend erweitert, sodass ab sofort auch andere Tiere und Pflanzen gemeldet werden können. Der Bereich, für den die Biologische Station mit Sitz in Ostenland zuständig ist, umfasst dabei den Kreis Paderborn und das Gebiet der Senne zwischen dem Kreis Lippe und Bielefeld.

„Im Bereich Vogelkunde erhalten wir bereits starken Zuspruch, davon waren wir selbst überrascht. Pro Jahr melden sich hier mehr als 100 Menschen, die uns Beobachtungen mitteilen“, sagt Peter Rüther. Die Meldungen werden einmal im Jahr zu einem mehr als 100 Seiten starken Jahresbericht zusammengefasst. Ob das demnächst auch für die neuen Bereiche Tiere und Pflanzen gilt, wolle man abhängig machen von der Zahl und der Qualität der eingehenden Meldungen.

Unter www.bs-paderborn-senne.de findet sich die Meldeplattform gut sichtbar gleich auf der Startseite. Sinnvoll sei es, so Peter Rüther, sich bei der ersten Nutzung zu registrieren, um nicht jedes Mal seine kompletten Daten neu eingeben zu müssen, wenn man die Plattform wiederholt nutzt. Alle eingehenden Meldungen werden von einem Redaktionsteam der Biologischen Station geprüft und freigeschaltet, wenn die Prüfung erfolgreich war. Beim Aufbau der neuen Plattform waren auch Birte Brever und Christian Venne involviert.

Auf der Plattform kann auf einer Luftbild-Karte der genaue Ort der Beobachtung markiert werden. Bei sensiblen Daten, zum Beispiel einem Horst eines seltenen Greifvogels, kann der genaue Fundort auch ausgeblendet werden, sodass nur die Name der Stadt erscheint, aber keine Adresse. Aus einer vorbereiteten Liste kann die genaue Tier- oder Pflanzenart ausgewählt werden, es gibt aber auch ein Feld für eine freie Texteingabe. Auch Fotos können angehängt werden.

Besonders interessant, so Peter Rüther, seien Meldungen zu Arten, die auf der Roten Liste oder der NRW-Vorwarnliste stehen und somit als gefährdet gelten, geschützte Arten oder Arten, die sich in Ausbreitung befinden. „Da unsere Mitarbeiter viele Naturschutzgebiete gut kennen, sind wir vorrangig an Daten interessiert, die außerhalb von Naturschutzgebieten erhoben werden, zumal hier auch nicht die Problematik des Betretens von Flächen besteht“, sagt Peter Rüther. Insgesamt wisse man bisher zu wenig über die Gesamtsituation bestimmter Arten im Kreis Paderborn und dem Landschaftsraum Senne. Für den Bereich Pflanzen zählt er zum Beispiel das gelbe Windröschen, das Heidekraut, die Sumpfdotterblume, die rundblättrige Glockenblume, die Schlüsselblume oder die Wiesen-Margerite auf. Weitere Infos gibt es unter Telefon 05250/708410 oder per E-Mail: info@bs-paderborn-senne.de.

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