Fördermittel für Sanierung des Delbrücker Gymnasiums, Bike-Park und Freilegung der Hövelhofer Schlossachse
Geldregen aus der Landeshauptstadt

Delbrück/Hövelhof -

Das Land Nordrhein-Westfalen öffnet sein Portemonnaie – und Delbrück und Hövelhof profitieren davon. Es gibt Fördergelder in Millionenhöhe für die Sanierung des Delbrücker Gymnasiums und den neuen Bike-Park sowie die geplante Freilegung der Sichtachse aufs Fürstbischöfliche Jagdschloss in Hövelhof.

Donnerstag, 08.04.2021, 15:03 Uhr aktualisiert: 08.04.2021, 15:06 Uhr
Das Delbrücker Gymnasium soll in den kommenden Jahren saniert werden. Das kostet insgesamt etwa 14,7 Millionen Euro.
Das Delbrücker Gymnasium soll in den kommenden Jahren saniert werden. Das kostet insgesamt etwa 14,7 Millionen Euro. Foto: Besim Mazhiqi

Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer mitgeteilt hat, bekommt die Stadt Delbrück fast drei Millionen Euro für den Umbau und die Sanierung des Gymnasiums und den geplanten Bau des Bike-Parks nahe des Hallenbades. 509.000 Euro fließen nach Hövelhof für die Freilegung der Schlossachse zwischen Allee und Jagdschloss. Die Gelder stammen aus dem Städtebauförderungsprogramm 2021.

Sanierung des Delbrücker Gymnasiums

Über 2.926.000 Euro für die energetische Sanierung und den Umbau des Gymnasiums freut sich die Stadt Delbrück. Durch die Maßnahme solle die Schule zu einem offenen Kultur- und Bildungsraum umgebaut werden , heißt es in einer Pressemitteilung von Bernhard Hoppe-Biermeyer. Die Baukosten betragen insgesamt rund 14,7 Millionen Euro , teilte Stefanie Volkmer vom Fachbereich Bauen und Planen der Stadt mit.

Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz (links) und der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer bezeichnen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Städtischen Gymnasium Delbrück als eine „enorme Aufwertung für die heimische Bildungslandschaft“.

Delbrücks Bürgermeister Werner Peitz (links) und der CDU-Landtagsabgeordnete Bernhard Hoppe-Biermeyer bezeichnen die Umbau- und Sanierungsarbeiten am Städtischen Gymnasium Delbrück als eine „enorme Aufwertung für die heimische Bildungslandschaft“.

Ziel des Umbaus sei es laut Pressemitteilung, einen Multifunktionsraum mit Quartiersfunktion zu erschaffen, der von Schülern, Vereinen und Organisationen gleichermaßen genutzt werden könne. Im Zuge der Umbauten würden zudem energetische Maßnahmen an den bis zu 45 Jahre alten Fassaden, Fenstern, Lichtkuppeln und Dächern vorgenommen. Teile der Schule sollen außerdem barrierefrei gestaltet werden. Die Arbeiten sollen nach bisherigen Planungen in den Sommerferien starten und im Herbst 2023 abgeschlossen sein. Für die Dauer der Maßnahme würden provisorische Klassenzimmer errichtet. „Das Gymnasium wird durch den Umbau und die Sanierung enorm aufgewertet“, findet der Landtagsabgeordnete.

Neuer Bike-Park am Delbrücker Abenteuerspielplatz

Mit der Erweiterung des Abenteuerspielplatzes um einen Bike-Park wird in Delbrück ein weiteres Projekt vom Land NRW gefördert. Die Anlage ist laut Stefanie Volkmer als lokaler und regionaler Trainingsplatz für Mountainbiker und BMX-Fahrer konzipiert und wird mit 42.000 Euro bezuschusst. Die hügeligen Strecken sollen naturnah gebaut und mit Erde aufgeschüttet werden. Das bürgernahe Konzept sieht vor, dass sich potenzielle Nutzer der Anlage bei Planung und Bau beteiligen. Die Gesamtkosten betragen knapp 47.000 Euro.

 

Freie Sicht aufs Hövelhofer Jagdschloss

In Hövelhof ist wie berichtet die Freilegung der Sichtachse aufs Fürstbischöfliche Jagdschloss von der Paderborner Straße und der Allee aus geplant. Die Gemeinde Hövelhof hat das Gasthaus Zur alten Post (Möller) per Vorkaufsrecht gekauft, um künftig freie Sicht aufs Jagdschloss im Schlossgarten bieten zu können.

Nach einem Abriss der Gaststätte Möller oder zumindest des Anbaus wäre die Sicht aufs Hövelhofer Jagdschloss frei.

Nach einem Abriss der Gaststätte Möller oder zumindest des Anbaus wäre die Sicht aufs Hövelhofer Jagdschloss frei. Foto: Oliver Schwabe

Die Arbeiten zu dem umfangreichen und mit 509.000 Euro vom Land geförderten Projekt beinhalten nach Angaben von Bernhard Hoppe-Biermeyer unter anderem „den Abriss eines sich im Blickfeld befindlichen Gebäudes, die Fortführung von Lavendelbeeten und Gehwegen im Schlossgarten sowie die Anbindung der Allee und des Henkenplatzes.“ Mit den Maßnahmen im Hövelhofer Zentrum solle das 2014 gestartete Ortskernkonzept vollendet werden. „Schön, dass das Ortskernkonzept mit der Freilegung der Schlossachse seinen Abschluss findet“, bilanziert Hoppe-Biermeyer.

Die genaue Ausgestaltung dieser Maßnahme ist indes noch unklar und muss im Gemeinderat noch beschlossen werden . Der zunächst geplante Komplettabriss der Gaststätte samt Nebengebäude zur Vergrößerung des Schlossgartens war in der Bevölkerung auf Kritik gestoßen. Es wurde der Wunsch geäußert, das Hauptgebäude zu erhalten. Das unterstützt auch Ortsheimatpfleger Carsten Teget­hoff . Das Gebäude wurde daraufhin von Fachleuten untersucht , die Ergebnisse sind noch nicht bekannt. Die Sicht aufs Schloss könnte man auch ermöglichen, wenn nur der Anbau abgerissen würde.

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