Delbrücker Lambertus Stallein wird am Samstag in Paderborn zum Diakon geweiht
Weit mehr als nur ein „Nebenjob“

Delbrück -

„Menschen in ihrer Lebenswelt begegnen, sie gerade in schwierigen Zeiten auf ihrem Lebens- und Glaubensweg zu begleiten, ist für mich die treibende Motivation.“ Mit diesen Worten beschreibt Lambertus Stallein, warum er sich an diesem Samstag zum Diakon weihen lässt. Nach der Weihe wird der Delbrücker nebenberuflich im Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof als ständiger Diakon tätig sein.

Donnerstag, 22.04.2021, 03:14 Uhr aktualisiert: 22.04.2021, 03:20 Uhr
Wird künftig als ständiger Diakon im Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof im Einsatz sein: Lambertus Stallein (55).
Wird künftig als ständiger Diakon im Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof im Einsatz sein: Lambertus Stallein (55). Foto: Meike Oblau

Hauptberuflich ist der 55-Jährige in einem ganz anderen Metier tätig, nämlich als Leiter einer Laborabteilung beim Automobilzulieferer Hella. Gebürtig stammt Stallein aus Langenberg (Kreis Gütersloh), seine Eltern sind aber „Ur-Delbrücker“ und er lebt seit seinem dritten Lebensjahr ebenfalls in Delbrück. Nach seiner Fachoberschulreife hatte Lambertus Stallein zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und Kfz-Elektriker absolviert. Anschließend studierte er in Dortmund und schloss das Studium als staatlich geprüfter Techniker (Fachrichtung Maschinentechnik, Schwerpunkt Entwicklungstechnik) ab.

Zu seinem eher technisch geprägten Job kommt nun der „Nebenberuf“ als ständiger Diakon dazu. In seiner Heimatgemeinde St. Johannes Baptist in Delbrück engagiert sich Lambertus Stallein schon länger als Kommunionhelfer, Lektor und Mitarbeiter in der Sakramentenpastoral. Außerdem setzt er sich in der hospizdienstlichen und seelsorglichen Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden und deren Angehörigen ein. 2020 hat er ein Theologie-Fernstudium abgeschlossen- „In einer schnelllebigen und unruhigen Zeit, die geprägt ist durch gesellschaftliche Umbrüche und einer zunehmenden Anonymität, in einer Zeit, in der auch die Sozialgestalt der Kirche sich spürbar und signifikant für jeden Einzelnen verändert, möchte ich als ständiger Diakon zu einem vertrauten und verlässlichen Ansprechpartner für die Menschen in der Kirche vor Ort werden“, erklärt Weihekandidat Lambertus Stallein.

Weihbischof Matthias König wird den zweifachen Vater am Samstag, 24. April, im Auftrag von Erzbischof Hans-Josef Becker gemeinsam mit den beiden Priesteramtskandidaten Mike Hottmann aus Werl und Andreas Todt aus Neheim in der Markt- und Universitätskirche in Paderborn zu Diakonen weihen. Erstmals im Erzbistum Paderborn empfangen Priesteramtskandidaten und Kandidaten für den ständigen Diakonat in einem gemeinsamen Gottesdienst das Weihesakrament. Der Gottesdienst beginnt am Samstag um 10.30 Uhr. Aufgrund der Corona-Pandemie können nur geladene Gäste unmittelbar mitfeiern. Die Weihe-Liturgie wird aber via Live-Stream übertragen. Informationen sind von Freitag an unter www.priesterseminar-paderborn.de zu finden. Am Sonntag, 25. April, wird Pfarrer Bernd Haase den neuen Diakon dann im Ramen der Eucharistiefeier (10.30 Uhr, Pfarrkirche) in Delbrück begrüßen.

Was ist ein Diakon?

Das Wort Diakon leitet sich vom griechischen Wort „diakonos“ ab und bedeutet „Diener“, „Helfer“. Innerhalb der Kirche bekleidet er ein geistliches Amt, den Diakonat. Seine Aufgaben umfassen die Bereiche Gottesdienst, Verkündigung sowie den „Dienst am Nächsten“. Diakone assistieren dem Priester bei der Feier der Eucharistie, verkünden dabei das Evangelium und dürfen predigen. Sie können das Sakrament der Taufe spenden, bei der kirchlichen Eheschließung assistieren, Beerdigungen leiten, Wortgottesdienste feiern und die Kommunion spenden.

Die Feier der Eucharistie bleibt den Priestern vorbehalten, ebenso wie die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung und des Bußsakramentes. Verheiratete Männer, die 35 Jahre und älter sind, können nach einer entsprechenden Ausbildung und mit Zustimmung ihrer Ehefrau zum Diakon geweiht werden, um als ständiger Diakon eingesetzt zu werden. Ständige Diakone üben in der Regel zusätzlich zum Seelsorgedienst einen bürgerlichen Beruf aus.

 

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