Hövelhofer Politiker sehen Bauantrag für Wohngebäude neben Fulland kritisch
Ortskernplanung gefährdet

Hövelhof (WB). Die Hövelhofer wollen ihren Ortskern in den nächsten Jahren umgestalten. Ein sensibler Bereich dabei ist das Areal an der Hauptkreuzung, zwischen dem China-Restaurant »Lotus« und dem Fahrradgeschäft Fulland. Die Fläche ist langfristig als Parkraum vorgesehen.

Donnerstag, 16.07.2015, 13:26 Uhr
Hövelhofer Politiker sehen Bauantrag für Wohngebäude neben Fulland kritisch : Ortskernplanung gefährdet
Die geschotterte Freifläche zwischen Fahrradgeschäft und China-Restaurant in der Hövelhofer Ortsmitte ist im Ortskernkonzept als Parkraum vorgesehen. Das geplante Gebäude mit zehn Wohneinheiten stößt an dieser Stelle deshalb auf Kritik. Foto: Hans-Peter Manuel

Um eine kurzfristig geplante Bebauung zu verhindern, hat der Rat der Sennegemeinde nun eine so genannte »Veränderungssperre« beschlossen. Zum Hintergrund: Das Ortskernkonzept sieht vor, das der Bereich vor dem China-Restaurant umgestaltet wird. Statt der derzeitigen Parkplätze soll ein Aufenthaltsraum mit Wasserspiel entstehen. Der Förderantrag dazu wurde vom Ministerium in Düsseldorf und der Bezirksregierung Detmold zur Förderung empfohlen. Als Ausgleich brachen die Hövelhofer die benachbarte Fläche als Parkraum.

Das sei auch mit dem Besitzer so abgesprochen, sagte Bürgermeister Michael Berens im Bauausschuss und im Rat. Im vergangenen Jahr habe es mehrere Abstimmungsgespräche mit dem Eigentümer gegeben, in denen zugesichert worden sei, dass die genannte Fläche für das Ortskernkonzept 2020 als strukturierter Parkplatz zur Verfügung stehe.

Der Eigentümer habe sogar eine 20-jährige Bindung zugesagt, so Berens. Das Ergebnis sei schriftlich festgehalten worden, ein Widerspruch sei nicht eingegangen. Deshalb sei man sehr überrascht gewesen, dass nun ein Bauantrag für das Grundstück eingereicht worden sei. Entstehen solle ein Bauvorhaben mit zehn Wohneinheiten. Aus bauplanungs- und bauordnungsrechtlicher Sicht sei das Vorhaben an dieser Stelle so nicht akzeptabel und genehmigungsfähig, heißt es.

Es fehle die für das Gebiet vorgeschriebene überwiegend gewerbliche Nutzung. Zudem überrage das Haus mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss die Nachbarbebauung deutlich und füge sich nicht ein. Die notwendigen Parkplätze für das Haus plane der Investor hinter dem Gebäude und in einer Tiefgarage. Deren Zufahrt allerdings würde den vorgesehenen Dorfplatz zerschneiden.

Deshalb haben die Gremien der Gemeinde einstimmig dafür gestimmt, eine Änderung des Bebauungsplanes »Allee - Finkenbach« auf den Weg zu bringen. Damit sollen die Rahmenbedingungen für eine geordnete städtebauliche Entwicklung auf dem Grundstück Paderborner Straße 4-6 und dem angrenzenden Kerngebiet geschaffen werden.

Um diese Bauleitplanung abzusichern, wurde zudem eine Veränderungssperre erlassen, um Zeit für weitere Gespräche mit dem Antragsteller zu gewinnen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die privaten Planungen die kommunalen Vorhaben nicht konterkarieren.

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