Mi., 18.04.2018

Hövelhofer Altenheim: Spatenstich noch für Sommer geplant Haus Bredemeier baut selbst

Das Team von Haus Bredemeier mit (von links) Annika Michelis, Klaus Heckmann, Jörg Pott, Raymund Meermeier, Erika Weißhaupt, Sascha Zitzke, Anja Dusch, Angelika Fortstroer, Mechthild Piskol, Regina Tölke, Monika Stricker, Barbara Schumann, Tanja Gray und Andrea Friede wartet auf den Baustart. Das Altenheim baut seinen Neubau nun doch selbst und nicht wie geplant zusammen mit einem Investor.

Das Team von Haus Bredemeier mit (von links) Annika Michelis, Klaus Heckmann, Jörg Pott, Raymund Meermeier, Erika Weißhaupt, Sascha Zitzke, Anja Dusch, Angelika Fortstroer, Mechthild Piskol, Regina Tölke, Monika Stricker, Barbara Schumann, Tanja Gray und Andrea Friede wartet auf den Baustart. Das Altenheim baut seinen Neubau nun doch selbst und nicht wie geplant zusammen mit einem Investor.

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Das Team des Caritas-Altenzentrums Haus Bredemeier setzt den Bauhelm auf: Das Hövelhofer Seniorenheim hat Gespräche mit möglichen Investoren abgebrochen und wird seinen geplanten Neubau jetzt doch selbst in die Hand nehmen.

Bereits im November 2016 hatte Vorstandsvorsitzender Klaus Heckmann die Neubaupläne, die zwei Wohngemeinschaften und fünf seniorengerechte Wohnung (52 bis 68 Quadratmeter groß) umfassen, vorgestellt. Zwischenzeitlich waren die Pläne auf Eis gelegt worden, um zu prüfen, ob man beim Bau mit einem Investor zusammenarbeiten kann. Nun hat sich das Haus Bredemeier dagegen entschieden und bereits im Februar selbst den Bauantrag eingereicht. Baubeginn soll möglichst noch diesen Sommer sein. Wann der Anbau bezogen werden kann, lässt Klaus Heckmann noch offen: »Das wird unter anderem auch von den Ausschreibungen abhängen, also davon, wie schnell und zu welchem Preis wir Handwerker bekommen können.« Heckmann rechnet mit einem Investitionsvolumen von 3,1 Millionen Euro. Für die fünf Wohnungen im Neubau gibt es bereits eine lange Warteliste.

Ein Baustein eines neuen Konzepts

Der Vorstandsvorsitzende betont, der Neubau sei im wahrsten Sinne des Wortes nur ein »Baustein« eines neuen, auf die Zukunft ausgerichteten Pflegekonzepts: »Wir wollen neue Akzente auch in der stationären Pflege setzen.« Neu aufstellen möchte sich das Haus Bredemeier dabei vor allem im Bereich der Pflege demenzkranker Menschen. Geplant sei generell eine deutliche Spezialisierung in den Aufgaben der stationären Pflegekräfte. »Das ist mit hohem Schulungsaufwand verbunden und setzt eine ausgesprochen fundierte menschliche Haltung voraus«, sagt Klaus Heckmann.

WG für junge Pflegebedürftige geplant

Durch den geplanten Neubau ergibt sich nun die Chance, auch die Struktur des »alten« Hauses Bredemeier neu zu konzipieren. So sollen einige Bewohner des Bereiches »Junge Pflege« in eine der beiden neuen WGs ziehen, was auf der Station wiederum Platz für schwerstpflegebedürftige junge Menschen schafft. In die zweite neue WG sollen elf Senioren einziehen, die zwar Unterstützungsbedarf haben, aber noch keine stationäre Pflege brauchen. »Sie können hier weitgehend selbstständig in einer Gemeinschaft leben. Das beugt auch der Vereinsamung vor«, sagt Heckmann. Hier gehe es um eine Erweiterung der pflegerischen Angebote um eine moderne Wohnform für ältere Menschen, die es bisher in Hövelhof so nicht gebe. Die Nachfrage nach sehr individuellen und maßgeschneiderten spezialisierten Angeboten wachse insbesondere auch im häuslichen Bereich und in der Tagespflege, aber auch in der stationären Pflege.

Klaus Heckmann rückt ins zweite Glied

Sorge vor einem Pflegenotstand oder Fachkräftemangel im Altenheim müsse in Hövelhof niemand haben, betont Klaus Heckmann. Die Versorgungslage sei gut. Der Vorstandsvorsitzende selbst wird zum 1. Oktober wie berichtet ins zweite Glied rücken und die Verwaltungsleitung an Monika Stricker abgeben. Ebenfalls zum 1. Oktober wurde ein neuer Mitarbeiter eingestellt, der künftig die kaufmännische Leitung inne haben soll. Die Neustrukturierung ist nicht nur, aber auch eine Reaktion auf die wachsende Konkurrenz in Hövelhof durch den Neubau der Seniorenresidenz an der Bielefelder Straße. Dort findet kommende Woche der erste Spatenstich statt.

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