Hövelhofs Bürgermeister soll Gespräche mit dem Land führen
CDU hofft auf Ortsumgehung

Hövelhof (WB). In Hövelhof wächst die Hoffnung auf eine Ortsumgehung zur Entlastung der Schloßstraße: Die CDU-Fraktion wird in der Ratssitzung am 3. Mai einen Antrag vorstellen, mit dem sie Bürgermeister Michael Berens beauftragen möchte, Gespräche mit dem Land NRW über eine mögliche Entlastungsstraße zu führen.

Donnerstag, 19.04.2018, 20:29 Uhr
Seit Jahrzehnten fließt der komplette Durchgangsverkehr zwischen Paderborn und Gütersloh durch den Hövelhofer Ortskern. Foto:
Seit Jahrzehnten fließt der komplette Durchgangsverkehr zwischen Paderborn und Gütersloh durch den Hövelhofer Ortskern.

Bereits 1975 war über eine solche Straße, damals unter dem Titel »Westtangente« gesprochen worden. Grob gesagt ging es dabei darum, vor allem den aus Gütersloh/Verl kommenden Verkehr bereits vor dem heutigen Kreisel Gütersloher/Bielefelder Straße um den Ortskern herumzuleiten, auf einer Trasse über die Delbrücker Straße bis hin zur Mühlensenner Straße. »Nach dem Bau der A33 wurden diese Überlegungen nicht weiterverfolgt und sind auch nicht mehr Bestandteil des heute gültigen Flächennutzungsplanes«, schreibt CDU-Fraktionsvorsitzender Udo Neisens in einer Pressemitteilung. Die CDU strebe nun, mehr als 40 Jahre später, wieder den Bau einer solchen Umgehungsstraße westlich des Ortskerns an.

Hövelhof boomt – die Verkehrsbelastung steigt

»Die Gründe für das hohe Verkehrsaufkommen im Ortskern sind vielfältig. Hövelhof boomt. Und Boom bringt Verkehr. Mit dem Bau einer Umgehungsstraße sehen wir eine geeignete Maßnahme, den Ortskern vom Durchgangsverkehr spürbar entlasten zu können«, führt Udo Neisens aus. Die CDU stellt fest, dass trotz des Baus der A33 neben dem innerörtlichen Erschließungsverkehr vor allem der Durchgangsverkehr zwischen Paderborn und Gütersloh in den vergangenen 30 Jahren in erheblichem Maße zugenommen habe.

LKW-Verbot in der Schloßstraße nicht möglich

Bereits 2014 habe die Senne-Union daher einen Antrag gestellt, eine LKW-Verbotszone für den Durchgangsverkehr in der Ortsdurchfahrt einzurichten. Dieser Antrag wurde allerdings von der zuständigen Straßenverkehrsbehörde abgelehnt. »Alle Lösungen zur spürbaren Entlastung des Ortskerns vom Durchgangsverkehr sind nun aufgebraucht. Es ist wichtig, den Bürgermeister zu unterstützen, notwendige Gespräche mit dem Kreis und dem Land zu suchen, um die Möglichkeit einer Umgehungsstraße zu überprüfen«, sagt der stellvertretende Vorsitzende der Hövelhofer CDU-Fraktion, David Merschjohann.

Antrag wird am 3. Mai im Rat diskutiert

Es sei noch zu früh, um über einen konkreten Trassenverlauf oder einen Zeitplan zu sprechen, ergänzte Udo Neisens am Donnerstag im Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT: »Wir haben aber durch den Wechsel in der Landesregierung jetzt Signale vernommen, dass die Regierung in Düsseldorf sich nun vorstellen kann, den Bau solcher Straßen wieder voran zu treiben. Es hat erste Vorgespräche gegeben und nun gilt es, ein politisches Signal auszusenden und unseren Bürgermeister Michael Berens in seinen Bemühungen zu unterstützen.« Der Antrag der CDU soll in der Ratssitzung am Donnerstag, 3. Mai, um 19 Uhr im Ratssaal besprochen werden.

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