Do., 07.06.2018

Verbindung nach Hövelhof war Thema im Hauptausschuss der Nachbargemeinde Verler Politiker stimmen für Zug-Projekt

Bahnübergänge so wie dieser auf der Paderborner Straße in Verl sind eine besondere Hürde für den Betrieb autonom fahrender Schienenfahrzeuge der Captrain-/TWE-Strecke zwischen Verl und der Nachbargemeinde Hövelhof.

Bahnübergänge so wie dieser auf der Paderborner Straße in Verl sind eine besondere Hürde für den Betrieb autonom fahrender Schienenfahrzeuge der Captrain-/TWE-Strecke zwischen Verl und der Nachbargemeinde Hövelhof. Foto: Matthias Kleemann

Hövelhof/Verl (kl/mobl). Die Politiker im Verler Hauptausschuss haben sich am Dienstagabend mit der Idee, selbstfahrende Züge zwischen Verl und Hövelhof pendeln zu lassen, beschäftigt. Das politische Signal aus Verl ist positiv. Die Hövelhofer Politiker beraten wie berichtet im Juli über das Projekt.

Als »große Chance für unser Dorf« bezeichnete der Verler SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Heethey die Pläne. Dr. Ulrich Klotz (FDP) wagte sogar die These: »Wenn es klappen sollte, wird’s ein Denkmal.«

Auch von den übrigen Fraktionen in Verl kam Lob für die Initiative des Bürgermeisters Michael Esken . Er hat für den Wettbewerb Regionale 2022 das Projekt »Zukunftsbahn OWL« angemeldet. Dabei geht es um autonom fahrende Schienenfahrzeuge auf der Captrain-/TWE-Strecke zwischen Verl und Hövelhof.

Einstimmigkeit herrschte bei der Abstimmung darüber, für die Finanzierung einer Machbarkeitsstudie grünes Licht zu geben. Zwar kostet selbst diese Studie schon 500.000 Euro, jedoch muss die Stadt Verl aufgrund günstiger Förderbedingungen davon nur zehn Prozent übernehmen.

Möglicherweise, so Esken, könne er noch Partner ins Boot holen, die sich an der Finanzierung beteiligen. Involviert sind bereits die FH Bielefeld, die Gemeinde Hövelhof, die Kreise Gütersloh und Paderborn, sowie der Inhaber der Strecke, die Captrain Deutschland GmbH.

Das Projekt, sollte es tatsächlich umgesetzt werden, kostet nach derzeitigen Schätzungen mindestens zehn Millionen Euro und wäre aus Sicht des Verler Bürgermeisters etwas wirklich Neues.

Die Herausforderung auf der Strecke zwischen Verl und Hövelhof bestehe darin, dass sie an etlichen Stellen vom Autoverkehr gekreuzt wird. Esken ist jedoch zuversichtlich, dass dieses Problem gelöst werden kann.

Für die Regionale 2022 ist das Projekt bereits angemeldet. Die Regionale hat selbst keinen Fördertopf. Vielmehr dient der Wettbewerb dazu, Projekte für den ländlichen Raum zu bewerten und eine Rangfolge aufzustellen. Es gilt also, die Juroren zu überzeugen. Die Jahreszahl 2022 gibt dabei den Zeitrahmen vor.

Wenn es was wird, dann also in den nächsten vier Jahren, nicht mit der Fertigstellung, sondern mit dem Beginn der konkreten Umsetzung.

Michael Esken sieht gute Chancen. Der Verkehr werde nicht abnehmen, man könne ihn jedoch in der Spitze kappen und so verhindern, dass er auf der Straßenverbindung zwischen Verl und Hövelhof kollabiert.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5797510?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851066%2F