Di., 19.06.2018

Nach dem Schützenfest wird Hövelhofs Keimzelle saniert Bauarbeiter legen im Schlossgarten los

Stellten die Planungen für den Schlossgarten vor: Andreas Marxcord (Kirchenvorstand), Ellen Horenkamp (Bauamt) und Architekt Hubert Wewer.

Stellten die Planungen für den Schlossgarten vor: Andreas Marxcord (Kirchenvorstand), Ellen Horenkamp (Bauamt) und Architekt Hubert Wewer. Foto: Besim Mazhiqi

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Wer den Hövelhofer Schlossgarten zum ersten Mal betritt, weiß gar nicht so genau, wo er hergehen soll. Die Wegeführung wirkt beliebig und führt nicht auf die Gebäude zu. Damit ist bald Schluss: Bauarbeiten, die zeitnah nach dem Schützenfest beginnen, bringen in den kommenden Monaten Ordnung in die Keimzelle der Sennegemeinde.

Es ist der vorerst letzte Akt, der im Rahmen des Ortskernkonzepts 2020 im Schlossgarten bevorsteht: Zunächst waren bereits Küsterhaus (heute Tourist Info und Pfarrbüro) sowie das Jagdschloss (heute Wohnsitz von Pastor Guido Potthoff und Vikar Lukas Hellekes) umfassend saniert worden. Im vergangenen Sommer begann der Umbau der ehemaligen Vikarie zur neuen Bücherei , die im Oktober oder November eröffnen soll. Im Mai legten die Bauarbeiter an der Pfarrscheune (»Muh-Bar«) los, die bald als Kulturscheune für kleinere Veranstaltungen genutzt werden kann. Nachdem die Gebäude nun alle »angepackt« wurden, wird nun auch das etwa 10.000 Quadratmeter große Areal rundherum neu gestaltet.

So soll der Park bald aussehen.

Architekt Hubert Wewer (Architektur-Werk-Stadt Paderborn), Andreas Marxcord vom Kirchenvorstand und Ellen Horenkamp, Mitarbeiterin des Hövelhofer Bauamtes, haben dem WESTFÄLSCHEN VOLKSBLATT die jetzt anstehende Baumaßnahme näher vorgestellt. »Künftig gibt es zwei Hauptwege von Norden nach Süden mit einem zentralen Staudenbeet in der Mitte. Diese Wege und das Beet sind auf das Jagdschloss ausgerichtet. So bilden wir quasi wieder die alte Sichtachse heraus«, sagt Hubert Wewer. Der Architekt spricht von »barocken Anleihen«, betont aber auch: »So üppig wie in Schloß Neuhaus wird es mit Sicherheit nicht.« Das Staudenbeet wird eine Bepflanzung bekommen, die jahreszeitlich wechselt. Die Planer wünschen sich einen grünen Aufenthaltsort für Spaziergänger. Picknicken oder auch Boulespielen soll künftig möglich sein.

Übergang vom Schlossgarten über den Kirchplatz zum Hövelmarktplatz

Ein weiterer Hauptweg wird zwischen dem Eingang der neuen Bücherei und der Schloßstraße entstehen. »Auf der Schloßstraße soll die Verkehrsinsel weiter nach in Richtung Rathaus rücken, damit eine Achse direkt über den ebenfalls schon neu gestalteten Kirchplatz bis zum Hövelmarktplatz entsteht«, sagt Bauamtsmitarbeiterin Ellen Horenkamp. Auch die Neugestaltung des Hövelmarktplatzes gehört, vermutlich 2019, zum Ortskernkonzept 2020.

Mittig in der Sichtachse des Schlosses soll das Bronzemodell des historischen Ortskerns , das derzeit noch vor der Tourist Info steht, seinen endgültigen Platz finden. Ein Kunstwerk soll auch am anderen Ende der Schlossachse nahe der Allee aufgestellt werden, möglicherweise der Apostelstein, der derzeit rechts vor dem Schloss steht.

Garten hinter dem Schloss wird gelegentlich für Besucher geöffnet

Der Baumbestand könne, sagt Hubert Wewer, mit Ausnahme zweier alter Kiefern komplett erhalten bleiben. Während der Bauarbeiten werden auch neue Versorgungsleitungen verlegt, damit weiterhin der Nikolausmarkt und auch neue geplante Veranstaltungen im Schlossgarten stattfinden können. »Das soll aber kein Rummelplatz werden, wir denken an hochwertige Veranstaltungen, die ins Umfeld passen«, sagt Ellen Horenkamp. Die Kirchengemeinde investiert zudem in die Gestaltung des Gartens hinter dem Jagdschloss, den künftig die Geistlichen nutzen und pflegen wollen. »Mehrmals im Jahr wollen wir dieses Areal aber auch für Besucher öffnen«, verspricht Andreas Marxcord vom Kirchenvorstand.

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