Hövelhofer Firmen Reme und Rennerich wollen noch enger zusammenrücken
Eine Verbindung über den Hallerbach

Hövelhof (WB). Die Hövelhofer Unternehmen Rennerich und Reme wollen gemeinsam investieren und auch baulich noch näher zusammenrücken: Links und rechts des Hallerbaches sind zwei jeweils 1500 Quadratmeter große Hallen geplant, die über eine Brücke über den Bach miteinander verbunden werden sollen.

Donnerstag, 28.06.2018, 20:30 Uhr
Auf beiden Seiten des Hallerbachs soll jeweils eine 1500 Quadratmeter neue Halle entstehen. Beide Hallen sollen dann durch eine Art Brücke über den Bach miteinander verbunden werden. So sehen die Planungen der Hövelhofer Firmen Reme und Rennerich aus. Foto:
Auf beiden Seiten des Hallerbachs soll jeweils eine 1500 Quadratmeter neue Halle entstehen. Beide Hallen sollen dann durch eine Art Brücke über den Bach miteinander verbunden werden. So sehen die Planungen der Hövelhofer Firmen Reme und Rennerich aus.

Geschäftsführer der Firma Reme sind Bruno Meier und sein Sohn Jürgen. 220 Mitarbeiter produzieren an fünf Standorten (alle in Hövelhof) auf insgesamt 20.000 Quadratmetern unter anderem Schienen und Seitenführungen für Schubkästen. Reme liefert zum Beispiel in großem Stil an Ikea. Die Firma Rennerich gehört seit 1999, als Gründer Heinz Rennerich ausschied, Jürgen Meier allein. Sie hat 70 Mitarbeiter an zwei Standorten (8800 Quadratmeter) und ist spezialisiert auf Profiliertechnik, unter anderem Griffleisten für Schiebetürschränke oder auch Kleiderstangen.

Neues Produkt entwickelt und zum Patent angemeldet

»Beide Firmen haben nun zusammen ein neues Produkt entwickelt und Patente darauf angemeldet, an denen ein sehr großer Kunde bereits Interesse signalisiert hat«, sagt Jürgen Meier im Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT. Um dieses neue Produkt künftig im wahrsten Sinne des Wortes ohne große Umwege gemeinsam produzieren zu können, müssen nicht nur neue Hallen gebaut werden. Es muss vor allem auch eine Verbindung zwischen den Firmen geschaffen werden: »Die hier künftig produzierten Teile müssen zusammen verpackt und verschickt werden«, erklärt Meier.

Der geplante Verbindungsweg über den Hallerbach solle vor allem von Gabelstaplern genutzt werden. »Wir haben schon jetzt mehr als 20 Betriebsfahrzeuge im Einsatz, die hier ständig auf Kurzstrecken zwischen den Standorten im Industiegebiet hin- und herfahren müssen. Das ließe sich deutlich reduzieren«, erklärt Meier. Durch die Erweiterung sollen in den kommenden drei Jahren etwa 40 neue Arbeitsplätze entstehen, perspektivisch sogar noch mehr.

Gebiet liegt in der landschaftsgeschützen »Hallerbachaue«

Die Planungen haben die Unternehmen im Hövelhofer Rathaus bereits vorgestellt. Reme und Rennerich liegen in Sichtweite gegenüber, sind aber durch den Hallerbach getrennt. Die Fläche zwischen den beiden Firmen ist im Landschaftsplan Senne als landschaftsgeschützter Bestandteil »Hallerbachaue« ausgewiesen. Um zu klären, ob die Pläne, den Hallerbach mit einem Verbindungsbau zu queren, umsetzbar sind, hat die Gemeinde Hövelhof die Idee sowohl bei der Bezirksregierung in Detmold als auch beim Kreis Paderborn vorgestellt.

Bezirksregierung unterstützt das Vorhaben

»Die Bezirksregierung hat die Dringlichkeit anerkannt und unterstützt das Vorhaben, sofern die Umweltbelange mit dem Kreis Paderborn einvernehmlich abgestimmt werden können«, heißt es in einer Vorlage des Hövelhofer Bauamtes. Der Kreis Paderborn habe in einem Planungsgespräch mit den Unternehmen Rahmenbedingungen vorgegeben. Wenn diese Bedingungen eingehalten werden, könne der Grünzug entsprechend bebaut werden. »Die umweltrelevanten und die betrieblichen Belange sind in Einklang gebracht worden«, schreibt das Hövelhofer Bauamt.

Brücke soll auf das »unbedingt notwendige Maß« begrenzt sein

Die Politiker im Bauausschuss und im Rat sind nun aufgefordert, einen entsprechenden Bebauungsplan aufzustellen. Die geplante Transportbrücke über den Hallerbach soll dabei »auf das unbedingt notwendige Maß« begrenzt sein.

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