Reme/Rennerich: Hövelhofer Bauausschuss empfiehlt Zustimmung zu Bauplänen
Ja zur Hallerbach-Brücke

Hövelhof (WB). Die Mitglieder des Hövelhofer Bauausschusses unterstützen die Pläne der Firmen Reme und Rennerich, zwei neue Produktionshallen zu bauen und diese mit einer Transportbrücke über den Hallerbach zu verbinden. Zustimmung gab es von CDU, SPD und FDP. Die Grünen wollen noch beraten, daher enthielt sich Jörg Schlüter am Donnerstagabend vorerst.

Samstag, 30.06.2018, 08:00 Uhr
Durch den Wald fließt der Hallerbach – hier soll demnächst die Transportbrücke zwischen den Firmen Reme (rechts) und Rennerich (links) entstehen. Foto: Besim Mazhiqi
Durch den Wald fließt der Hallerbach – hier soll demnächst die Transportbrücke zwischen den Firmen Reme (rechts) und Rennerich (links) entstehen. Foto: Besim Mazhiqi

Bauamtsleiter Andreas Markgraf hatte die Pläne der beiden Unternehmen den Ausschussmitgliedern vorgestellt und von einem »Auftrag mit immenser Bedeutung« gesprochen, den Reme und Rennerich in den geplanten neuen Hallen abarbeiten möchten. Markgraf sagte auch, dass die erste vorgelegte Planung der Unternehmen von der Bezirksregierung als »heftiger Eingriff« in die Umgebung rund um den Hallerbach gewertet worden sei und die Firmen anschließend nachgebessert hätten. Rechts und links des Hallerbaches müssen mindestens zehn Meter unbebaut bleiben, zudem gelte es, die Transportbrücke »so schmal wie möglich« zu bauen.

Grüne fragen nach Breite der geplanten Brücke

Jörg Schlüter von den Grünen fand diese Angabe zu unpräzise: »Wie breit ist denn ›so schmal wie möglich‹? Das ist ja ein sehr dehnbarer Begriff. Ich gehe davon aus, dass dort Begegnungsverkehr möglich sein muss, es muss Platz für Fußgänger sein, da ist man doch ruckzuck geschätzt bei mindestens acht Metern Breite.« Bauamtsleiter Andreas Markgraf antwortete, das seien alles noch Spekulationen: »Dies ist eine erste Idee, alles weitere werden die weiteren Planungen zeigen. Wo genau dieser Übergang sein soll, wie breit der sein wird – so weit sind die Planungen noch gar nicht.« CDU-Vertreter merkten zudem an, dass ein solcher Verbindungsbau über den Hallerbach auch den Pendelverkehr zwischen den einzelnen Firmenstandorten von Reme und Rennerich im Industriegebiet reduzieren würde.

»Ich kann das Vorhaben der Unternehmen gut verstehen«, sagte Jörg Schlüter, »aber derzeit sind mir das noch zu viele Unbekannte. Man kann diese Idee gut oder weniger gut umsetzen. Ich möchte das in meiner Fraktion noch beraten und werde mich daher vorerst enthalten.«

Joachim: »Sprung über den Hallerbach 2.0«

Mario Schäfer von der SPD signalisierte »trotz des ziemlich starken Eingriffs in die Natur« grundsätzlich Zustimmung seiner Fraktion, ebenso Benjamin Joachim (FDP), der das Vorhaben als »Sprung über den Hallerbach 2.0« titulierte und es begrüßenswert findet, heimische Unternehmer zu unterstützen.

Für die Ratssitzung am 12. Juli gab es bei einer Enthaltung der Grünen die einstimmige Empfehlung, den Plänen der Firmen Reme und Rennerich zuzustimmen und dazu in einem ersten Schritt einen Bebauungsplan aufzustellen, den Flächennutzungsplan anzupassen und seitens der Verwaltung eine Öffentlichkeitsbeteiligung durchzuführen. Mit der Bezirksregierung, der Unteren Wasserbehörde und dem Kreis Paderborn sind bereits Vorgespräche geführt worden, aus denen die Vertreter der Gemeindeverwaltung positive Signale mit nach Hövelhof genommen haben.

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