Hövelhofer CDU lehnt Antrag der Grünen-Fraktion im Bauausschuss ab
Keine weiteren Messungen an der Schloßstraße

Hövelhof (WB/mobl). Die Gemeinde Hövelhof wird keine Stickstoff- und Feinstaubmessungen an der Schloßstraße veranlassen. Die Grünen hatten nach einer ersten selbst durchgeführten Messung eine weitere langfristige Untersuchung gefordert, um gerade hinsichtlich des direkt an der Schloßstraße liegenden Kindergartens belastbares Zahlenmaterial zu haben. Der Antrag wurde am Donnerstag im Bauausschuss aber von der CDU-Mehrheit abgelehnt. SPD und FDP hatten die Grünen in ihrem Ansinnen unterstützt.

Sonntag, 01.07.2018, 11:00 Uhr
Die Hövelhofer Grünen würden gerne erneut Schadstoffmessungen an der Schloßstraße durchführen lassen. Die CDU-Mehrheit hat diesen Antrag im Bauausschuss abgelehnt. Foto: Meike Oblau
Die Hövelhofer Grünen würden gerne erneut Schadstoffmessungen an der Schloßstraße durchführen lassen. Die CDU-Mehrheit hat diesen Antrag im Bauausschuss abgelehnt. Foto: Meike Oblau

Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting sagte in der Sitzung, sie habe intensiv zu dem Thema recherchiert und mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) telefoniert. »Das Landesamt würde erst dann Messungen veranlassen, wenn belegbar ist, dass eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Überschreitung von Grenzwerten vorliegt. Erfahrungswerte besagen, dass damit an der Schloßstraße nicht zu rechnen ist«, sagte Schäfers-Schlichting.

Dennoch könne die Gemeinde selbst Messungen veranlassen. Die Kosten dafür lägen bei etwa 12.000 Euro. »Das ist aus meiner Sicht ein überschaubarer Betrag, den wir investieren sollten, um durch eine langfristige Messung ein gewisses Maß an Sicherheit zu schaffen«, fand Jörg Schlüter von den Grünen. Auch Mario Schäfer (SPD) und Benjamin Joachim (FDP) stimmten dem zu. »Wir haben hier schon für fragwürdigere Dinge Geld ausgegeben. Mit langfristig gemessenen Werten könnten wir auch den spekulativen Bereich bei diesem Thema verlassen«, sagte Joachim.

Die CDU konnte sich mit dem Antrag der Grünen nicht anfreunden. »Die Grünen haben Anfang des Jahres an der Fußgängerampel am Rathaus gemessen und damit am ungünstigsten Punkt, wo man davon ausgehen kann, dass die höchsten Werte dort erreicht werden. Nicht einmal dort wurde der Grenzwert überschritten «, sagte CDU-Mitglied Tobias Steinrücke. Mit ihrer Mehrheit lehnten die Unions-Politiker den Grünen-Antrag ab.

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