Hövelhofer wollen am 9. Juli 20 Menschen im Papierboot befördern
Auf Weltrekordjagd

Hövelhof (WB). Die Zeugnisnoten stehen fest, aber die größte Prüfung steht den Schülern des Salvatorkollegs am Montag noch bevor: Dann wird sich zeigen, ob das von ihnen gebaute Rekordboot für 20 Passagiere die Fahrt auf dem Lippesee übersteht und die Hövelhofer den Eintrag ins offizielle Blog des Rekordinstituts Deutschland (RID) schaffen.

Donnerstag, 05.07.2018, 08:00 Uhr
Präsentieren das fast fertige Rekordboot, das am Montag auf dem Lippesee in Sande in See stechen soll: Steven, Stephanos, Kevin, Justin, Lehrer Johannes Helmig (links, von vorne nach hinten), Christian, John, Lehrerin Sabrina Schang, Justin, die Sponsoren Daniel Laufer und Thomas Bredenbals (Firma Laufer, rechts, von vorne nach hinten) sowie im Boot Leon (rechts) und Patryk. Foto: Besim Mazhiqi
Präsentieren das fast fertige Rekordboot, das am Montag auf dem Lippesee in Sande in See stechen soll: Steven, Stephanos, Kevin, Justin, Lehrer Johannes Helmig (links, von vorne nach hinten), Christian, John, Lehrerin Sabrina Schang, Justin, die Sponsoren Daniel Laufer und Thomas Bredenbals (Firma Laufer, rechts, von vorne nach hinten) sowie im Boot Leon (rechts) und Patryk. Foto: Besim Mazhiqi

Seit Monaten bauen die Jugendlichen in ihrer »Werft« auf dem Gelände der Jugendhilfeeinrichtung an ihrer römische Galeere aus Pappe und Papier. Zusammen mit ihren Lehrern Sabrina Schang und Johannes Helmig haben sie getüftelt, gewerkelt, geklebt und gemalt. Gestern präsentierten die Schüler die fast fertige Galeere stolz den Sponsoren der Firma Laufer und des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES. Und Daniel Laufer und Thomas Bredenbals hatten noch einen besonderen Ansporn mitgebracht. »Wenn das Boot den Rekord schafft, erhöhen wir unsere Spende, vielleicht können die Schüler mit dem zusätzlichen Geld dann ein Grillfest feiern oder etwas anderes unternehmen.«

Sponsor verspricht eine »Erfolgsprämie«

Auch für die Lehrer ist das Rekordboot etwas ganz Besonderes. »Das fühlt sich inzwischen an, als seien wir kurz davor, unsere Examensarbeit abzugeben«, schmunzelt Sabrina Schang. »Als wir mit dem Bau angefangen haben, sind wir durchaus auch belächelt worden, aber jetzt gibt es an der Schule kaum noch ein anderes Thema«, freut sich ihr Kollege Johannes Helmig.

Kniffliger Transport von Hövelhof nach Sande

Am kommenden Montag, 9. Juli, wirds nun ernst für die Bootsbauer und Kapitäne. Schon frühmorgens wird die Galeere noch auf dem Gelände des Salvatorkollegs vom Rekord-Institut Deutschland vermessen. Anschließend gilt es, das Papierboot, dessen genaue Maße erst am Montag verraten werden sollen, heil an den Lippesee nach Sande zu transportieren. »Dafür konnten wir uns ein landwirtschaftliches Fahrzeug, das fast die Ausmaße eines Tiefladers hat, ausleihen. Wir müssen das Boot da drauftragen, mit Spanngurten befestigen und auf dem Weg zum Lippesee dann jeden Gullideckel und jede andere Erschütterung meiden«, hofft Johannes Helmig auf einen erfahrenen und tiefenentspannten Transporteur. Denn wird das Boot beschädigt, muss der Rekordversuch ausfallen.

Jungfernfahrt am 9. Juli um 11 Uhr auf dem Lippesee

Gegen 11 Uhr soll die Papp-Galeere am Montag zu Wasser gelassen werden. Dann muss es schnell gehen: einsteigen und losrudern, damit das Boot wieder das Ufer erreicht, bevor die Pappe zu sehr aufweicht. »Deswegen weiß jeder der Passagiere, wo sein Platz im Boot ist, das Einsteigen haben wir in der Turnhalle schon genauestens geübt. Wir haben auf dem See keine Zeit für Diskussionen«, sagt Johannes Helmig. Helfer der DLRG werden die erste und wahrscheinlich auch einzige Fahrt des Bootes beaufsichtigen – und am Ufer stehen Mitschüler und andere Neugierige und feuern die Crew hoffentlich lautstark an.

Im vergangenen Jahr hatten die Bootsbauer mit einem Schiff für acht »Mitreisende« schon einen ersten Erfolg gefeiert. Das soll am Montag klar getoppt werden. »Wenn Jogi schon nicht Weltmeister wird, dann halt wir«, haben die Salvator-Schüler sich vorgenommen.

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