Do., 05.07.2018

300 Besucher bei »Woanders glauben« an Schlotmanns See in Hövelhof »Mutiger die Segel setzen«

Auf dem idyllischen Gelände an Schlotmanns See feierten etwa 300 Gläubige auf Einladung der Initiative »Woanders glauben« einen Gottesdienst unter dem Motto »Auf zu neuen Ufern«. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Gruppe Everlasting.

Auf dem idyllischen Gelände an Schlotmanns See feierten etwa 300 Gläubige auf Einladung der Initiative »Woanders glauben« einen Gottesdienst unter dem Motto »Auf zu neuen Ufern«. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Gruppe Everlasting. Foto: Meike Oblau

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Wie vielfältig das Motto »Auf zu neuen Ufern« sein kann, hat die Hövelhofer Initiative »Woanders glauben« am Sonntag mit einem sehr gut besuchten Freiluftgottesdienst aufgezeigt. Passend zum Motto fand die Veranstaltung natürlich an einem Ufer statt – an dem von Schlotmanns See an der Staumühler Straße .

Etwa 300 Besucher waren bei herrlichstem Sommerwetter an Hövelhofs wohl einzigartigen »Strand« gekommen, um sich auf das Motto einzulassen. »Auf zu neuen Ufern, das kann vieles bedeuten«, führte Gemeindereferent Bertold Filthaut in das Thema ein. »Gerade werden an unseren weiterführenden Schulen die Zehntklässler verabschiedet. Sie machen sich auf zu neuen Ufern. Ich denke bei dem Motto auch an den Delbrücker Martin Kolek , der in diesem Jahr auch schon eine Veranstaltung bei uns in Hövelhof durchgeführt hat und derzeit wieder auf dem Rettungsschiff Sea Watch im Mittelmeer im Einsatz ist. Und letztlich macht sich auch jeder von uns, der demnächst in die Sommerferien aufbricht, auf zu neuen Ufern.«

An einsamem Ort in sich hineinhören

Ganz persönlich berichtete anschließend Pfarrer Bernd Haase im Gespräch mit Bertold Filthaut darüber, wie er das Aufbrechen zu neuen Ufern im Verlauf seines bisherigen Lebens empfunden hat. Er schilderte aber nicht nur die Aufbrüche aus seiner Biografie, sondern gab auch Ratschläge, wie man mit bevorstehenden Veränderungen umgehen könne: »Aus meiner Erfahrung empfiehlt sich da durchaus mal ein einsamer Ort, der es einem ermöglicht, sich zurückzuziehen und in sich hineinzuhören.«

Pfarrer Haase nimmt Bezug zu Veränderungen im Pastoralen Raum

Auch im Bezug auf den neuen Pastoralen Raum Delbrück-Hövelhof sagte Haase: »Man kann nicht immer am Strand stehenbleiben. Irgendwann muss jeder in ein Boot steigen und aufbrechen auf den See des eigenen Lebens. Es kommen sogar Situationen, da muss man das Boot verlassen und aufs Wasser gehen. Im Pastoralen Raum habe ich derzeit das Gefühl, dass wir uns noch nicht alle darauf eingelassen haben, einen neuen Kurs einschlagen zu müssen. Ich sehe das Ufer noch nicht und manchmal scheint es mir, als navigierten wir im Nebel hin und her.«

Es gelte nun mutiger die Segel zu setzen, statt stur den Anker zu werfen und am Status Quo festhalten zu wollen, so lautete Haases Zwischenbilanz des Weges, den der neue Pastorale Raum bisher zurückgelegt hat. »Bislang tun sich viele mit diesem neuen Weg noch schwer, aber so wie bisher können wir nicht weitermachen, dieses Konzept ist an seinem Ende angekommen.«

Musikalische Untermalung von der Gruppe Everlasting

Nach dem Gottesdienst blieben viele Besucher noch zu gemeinsamen Gesprächen am See. Untermalt wurde das wie auch schon der Gottesdienst selbst mit Musik der Gruppe Everlasting.

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