Hövelhofer üben auf der CDU-Facebookseite Kritik und fordern größere Investitionen
»Viele ärgern sich über Zustand der Straßen«

Hövelhof (WB). Der Bericht der Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) und die darin geäußerte Kritik an zu geringen Investitionen der Gemeinde Hövelhof in ihr Straßennetz hat am Wochenende zu Diskussionen auf der Facebookseite des CDU-Gemeindeverbandes geführt.

Dienstag, 31.07.2018, 08:00 Uhr
Die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt der Gemeinde Hövelhof, mehr in ihre Straßen zu investieren. Foto: dpa/Holger Hollemann
Die Gemeindeprüfungsanstalt empfiehlt der Gemeinde Hövelhof, mehr in ihre Straßen zu investieren.

Die CDU hatte dort eine Pressemitteilung, die das WV in der Samstagsausgabe abgedruckt hatte, veröffentlicht und die GPA-Ergebnisse positiv bewertet. »Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis. Es läuft in Hövelhof«, kommentierte die CDU auf Facebook.

Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte unter anderem angemerkt, dass Hövelhof seit 2009 keine Straßeninventur (die gesetzlich eigentlich alle fünf Jahre vorgeschrieben ist) mehr durchgeführt habe. Zudem heißt es im GPA-Bericht wörtlich: »Auffällig sind insbesondere die sehr geringen Investitionen in das Straßennetz. Das Straßenvermögen hat sich seit 2010 um rund 4,7 Millionen Euro reduziert. Die geringe Investitionstätigkeit birgt das Risiko von Sanierungs- und Investitionsstaus.«

»Beim Thema Straßen läuft es nicht gut«

Einige Hövelhofer hakten am Wochenende auf Facebook nach. Auch Bürgermeister Michael Berens diskutierte mit. »Was sagen Sie zum Zustand unserer Straßen? Das läuft nämlich nicht so gut«, schrieb Thomas Aulbur und nannte als Beispiele die Brandtstraße, die Bachstraße und den Grünen Weg. Aulbur beschrieb, dass er berufsbedingt oft in Bad Lippspringe unterwegs sei: »Dort sind die Straßen top in Schuss oder werden zeitnah saniert. Gerade weil es Hövelhof wirtschaftlich gut geht, sollte hier angepackt werden.«

Bürgermeister Michael Berens entgegnete: »Der Vergleich mit Bad Lippspringe hinkt. Dort haben sich die Schulden auf 34 Millionen Euro angehäuft, während unser Schuldenstand von ehemals 10 in diesem Jahr auf 2,6 Millionen Euro abgebaut wird.« Zudem, so Berens, hätten Anwohner teilweise erklärt, keinen Ausbau ihrer Wohnstraßen zu wünschen. Notwendige Reparaturmaßnahmen habe die Gemeinde im Blick.

»Es gibt Wichtigeres als neue Gewerbegebiete zu erschließen«

Daniel Straub mochte sich mit diesen Erklärungen des Bürgermeisters nicht zufrieden geben und beschrieb seine Sicht der Dinge: »Vielleicht hinkt ja auch bald einer ihrer Mitarbeiter, wenn er bei der Begehung der miserablen Seitenstraßen mal in ein Schlagloch fällt! Ihre Bemühungen für Hövelhof in allen Ehren. Es gibt aber auch Bewohner, die sich zurecht über die Beschaffenheit der Straßen ärgern! Es gibt auch noch Wichtigeres in einer Kommune, als Gewerbegebiete neu zu erschließen«, schrieb Straub.

Für Unmut sorgte zudem, dass die CDU einige kritische Beiträge löschte, weil sie dahinter gefälschte Nutzerprofile vermutete.

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