Di., 07.08.2018

Hövelhofer Frank Epping erlebt Brunnenbohrung in Äthiopien Wasser bringt neuen Lebensmut

Pure Freude: Die Bohrung für einen Brunnen in Tigray – gemeinsam mit den Bewohnern feiern Frank und Sabine Epping diesen wichtigen Schritt in eine bessere Zukunft.

Pure Freude: Die Bohrung für einen Brunnen in Tigray – gemeinsam mit den Bewohnern feiern Frank und Sabine Epping diesen wichtigen Schritt in eine bessere Zukunft. Foto: Patrick Temme und Philipp Nolte, N2S Media

Hövelhof (WB). Frank Epping, Gründer der Cup&Cino-Foundation aus Hövelhof, hat sich jetzt selbst ein Bild von den Projekten in Äthiopien gemacht, die seine Stiftung dort gemeinsam mit Fußballprofi Neven Subotic fördert. Zusammen mit seiner Frau Sabine reiste Epping nach Afrika.

Es sollte keine Urlaubsreise werden, denn der Sinn dieser Reise lag vielmehr darin, zu überprüfen was mit den Spendengeldern der Cup&Cino-Foundation bewirkt werden kann. Nach seiner Rückkehr nach Hövelhof ist sich Frank Epping seiner Sache noch sicherer als vorher – denn er hat live erleben dürfen, welche Veränderungen der Zugang zu frischem Wasser bei den Menschen bewirken kann.

Es fehlt sauberes Wasser

Wasserhahn auf – Wasser läuft. So einfach ist das in Deutschland. Jedes Kind weiß, dass aus einem Wasserhahn frisches, sauberes und trinkbares Wasser kommt. Wie würde sich unsere Gesellschaft verändern, wenn diese so wichtige Ressource, fehlen würde? Für die Menschen in der Region Mek’ele in Äthiopien sieht der Alltag anders aus.

Kinder können keine Schule besuchen, da sie tagsüber im Schnitt sechs Kilometer zu Fuß gehen müssen, um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Wasser, das verunreinigt ist und viele Krankheiten mit sich bringen kann. Es ist jedoch das einzige Wasser, das den Menschen hier zur Verfügung steht.

Insgesamt haben nach einer Statistik des Auswärtigen Amtes aus dem Jahr 2015 663.000.000 Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser. Dabei hat die UN schon 2010 erstmalig das Recht auf Wasser und Sanitäranlagen als ein Menschenrecht anerkannt.

2017 Stiftung in Hövelhof gegründet

Frank Epping, Inhaber des Hövelhofer Kaffeeunternehmens Cup&Cino, möchte diese Zahlen nicht akzeptieren und etwas verändern. Daher hat er Anfang 2017 die Cup&Cino-Foundation gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Kaffeewelt ein Stück fairer zu machen und den Menschen in den Kaffeeanbaugebieten einen Teil des Erfolges zurück zu geben, um ihnen eine bessere Zukunft bieten zu können.

Zusammenarbeit mit Neven Subotic

In Zusammenarbeit mit der Neven-Subotic-Stiftung konnten mit den Spendengeldern der Cup&Cino-Foundation bislang vier Brunnen gebaut werden. In diesem Jahr sind weitere vier Brunnen und Sanitäranlagen an Schulen geplant.

Frank Epping und seine Frau Sabine durften sich jetzt selbst ein Bild vor Ort in Äthiopien machen. Gemeinsam mit der Neven-Subotic-Stiftung, die der bekannte Fußballprofi gegründet hat, reisten sie in die Projektregion Mak´ele. Dort besuchten sie eine kleine Gemeinde weit im Norden des Landes, wo die Menschen noch keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Dieser emotionale Tag habe allen Mitreisenden noch einmal vor Augen geführt, wie wichtig die Arbeit vor Ort sei. Durch die Spendengelder der Foundation kann zurzeit ein Brunnen in Mek´ele gebaut werden, so dass sich die Lebensbedingungen, insbesondere für die Kinder, zeitnah verbessern werden.

522 Schüler bekommen Hilfe

Eine weitere Station auf der Reise war die Debreamar-Schule. Hier haben die insgesamt 522 Schüler dank des Projekts seit zwei Jahren Zugang zu sauberem Wasser. Der Unterschied der beiden Regionen war deutlich zu spüren. Die Kinder der Debreamar-Schule haben Hoffnung und sind motiviert, sich ein besseres Leben aufzubauen. Sie haben Wünsche für die Zukunft und stecken voller Lebensmut.

Am letzten Tag der Reise konnten Frank und Sabine Epping live bei einer Bohrung für einen Brunnen dabei sein. Die pure Freude der Menschen vor Ort steckte an und entfachte eine neue Form der Motivation, auf dem richtigen Weg zu sein. Mit den Erlebnissen und Eindrücken im Gepäck möchten Frank und Sabine Epping nun weitere Menschen für die Cup&Cino-Foundation gewinnen. »Jeder Kunde kann sich mit zwei Cent pro Kaffeeportion beteiligen. Das ist nicht viel für den Einzelnen, aber es bewirkt so viel für die Menschen in Äthiopien. Wenn jemand unsere Arbeit unterstützen möchte, der kein Cup&Cino-Kunde ist, kann man auch nur einmalig spenden. Wir garantieren, dass jeder Cent ankommt! Das Glänzen in den Augen der Kinder, die bei der Bohrung dabei waren, werde ich so schnell nicht vergessen. Mindestens das wünschen wir allen Kindern auf der Welt: Eine Chance, zu leben und zu träumen«, bilanzierte Frank Epping. Eine Kaffeemaschine im Büro, mit der man Gutes tun könne – das sei ein nachhaltiger Ansatz, der nicht nur die Mitarbeiter begeistere.

Alle Spendenmöglichkeiten und weitere Infos über die Arbeit der Stiftung unter www.cupcino-foundation.com .

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