Sa., 20.10.2018

Bauausschuss befasst sich mit der Umgestaltung des Hövelmarktplatzes Neuer Brunnen, weniger Parkplätze

Bisher ist nicht markiert, wo Autos abgestellt werden sollen. Der Bereich vor dem Einstein und der Eisdiele soll künftig autofrei sein, die Zufahrt zum Hövelmarktplatz von der Allee aus soll ein Stückchen Richtung Zebrastreifen verlegt werden.

Bisher ist nicht markiert, wo Autos abgestellt werden sollen. Der Bereich vor dem Einstein und der Eisdiele soll künftig autofrei sein, die Zufahrt zum Hövelmarktplatz von der Allee aus soll ein Stückchen Richtung Zebrastreifen verlegt werden. Foto: Besim Mazhiqi

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Der Hövelmarktplatz bekommt ein neues Gesicht: In der Bauausschusssitzung am kommenden Donnerstag, 25. Oktober, werden die Pläne vorgestellt. Vor dem Einstein und der Eisdiele soll es künftig einen autofreien Bereich mit einem neuen Brunnen geben. Parkplätze sind parallel zur Kirchenmauer in zwei Reihen geplant. Zudem sollen auch Parkplätze an der Nordseite des Hauses Allee 24-26 bestehen bleiben.

Die Umgestaltung des zentralen Platzes zwischen Allee und Schloßstraße ist die letzte große Baumaßnahme im Rahmen des »Ortskernkonzepts 2020«. Die Mitglieder des Bauausschusses sollen am Donnerstag einen Grundsatzbeschluss fassen, damit entsprechende Fördermittel beantragt werden können. Vorgestellt werden die Planungen vom Delbrücker Ingenieurbüro Drilling und Schneider.

Platz entstand in den 1980er Jahren

Bauamtsleiter Andreas Markgraf erinnert in der Sitzungsvorlage daran, dass der Platz in den 1980er Jahren entstand, »um der Sennegemeinde einen Mittelpunkt zu geben«. Von 1984 an sei die Bebauung an der Nord- und Ostseite entstanden. Zur Allee hin sollte der Platz eigentlich offen bleiben, später sei aber dort ein weiteres Wohn- und Geschäftshaus dazu gekommen. Die Problematik: Der Platz ist weder reine Fußgängerzone noch reiner Parkplatz, sondern irgendetwas dazwischen. Mit der Neuplanung soll er nun klarere Strukturen bekommen. Im Zuge des Ortskernkonzepts habe sich das Bauamt mit der aktuellen Situation auseinandergesetzt und einen Vorschlag erarbeitet, schreibt Markgraf.

Trennung zwischen Parkplätzen und verkehrsfreien Flächen

Die Idee dabei ist, Parkplätze und verkehrsfreie Flächen strikt zu trennen, auch um den Gastronomiebetrieben bessere Möglichkeiten in der Außengastronomie zu bieten. Vor dem Einstein und der Eisdiele soll ein neuer Brunnen entstehen, geparkt werden dürfte künftig nur noch auf markierten Flächen parallel zur Kirchenmauer und vor dem Geschäftshaus Allee 24-26. Der »Jerome-Brunnen« soll entfernt, die Steine samt Gedenktafel auf einer neuen Grünfläche am Eingang zum Hövelmarkt neu positioniert werden. Die Bäume am Hövelmarktplatz sollen »möglichst erhalten bleiben«. Der Standort des Maibaums könnte etwas weiter in die Mitte des Platzes, in den autofreien Bereich, rücken.

Etwa 20 Parkplätze sollen wegfallen

Die Fläche, die umgestaltet wird, gibt Markgraf mit insgesamt 4250 Quadratmetern an, davon sollen künftig etwa 2670 Quadratmeter verkehrsfrei sein. Das hätte zur Folge, dass aus den heute etwa 70 ungeordneten Parkplätzen 50 geordnete würden. Auch die Zufahrt zum Hövelmarktplatz soll ein Stückchen in Richtung Allee-Zebrastreifen verlegt werden. Der Bauamtsleiter erwartet dadurch mehr Übersichtlichkeit an der Zufahrt. Drei Parkplätze an der Allee müssten durch diese Neuplanung wegfallen. Auf dem Hövelmarktplatz selbst sollen Parkplätze und Fußgängerbereiche durch Poller und Pflanzkübel deutlich voneinander getrennt werden.

Fördermittel werden beantragt

Während für den neuen »verkehrsfreien Raum« (neuer Brunnenbereich vor dem Einstein und der Eisdiele) Fördermittel von Land und Bund in Höhe von 70 Prozent der dort entstehenden Kosten zu erwarten sind (Förderprogramm Aktive Stadt- und Ortsteilzentren), muss die Gemeinde die Parkplätze und Fahrgassen zu 100 Prozent aus eigener Tasche bezahlen. Zu Kostenschätzungen werden die Planer von Drilling und Schneider am Donnerstag in der Sitzung konkretere Angaben machen.

Bis Ende November muss der Förderantrag bei der Bezirksregierung in Detmold vorliegen – das ist auch der Grund für die außerplanmäßige Bauausschusssitzung kommende Woche. Damit 2019 der Förderbescheid erteilt werden kann, muss das Ingenieurbüro eine detaillierte Entwurfsplanung und Kostenberechnung erarbeiten.

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