Sa., 10.11.2018

Hövelmarkt-Umgestaltung: Politiker bringen Grundsatzplanung auf den Weg Eine weitere Parkreihe fällt weg

Ungeordneter Parkplatz: So sieht der Hövelmarkt zurzeit aus. Auf der Fläche vor dem Eiscafé und dem Einstein soll künftig ein Platz mit Brunnen und Sitzgelegenheiten entstehen. Die genaue Gestaltung soll zusammen mit den Bürgern geplant werden.

Ungeordneter Parkplatz: So sieht der Hövelmarkt zurzeit aus. Auf der Fläche vor dem Eiscafé und dem Einstein soll künftig ein Platz mit Brunnen und Sitzgelegenheiten entstehen. Die genaue Gestaltung soll zusammen mit den Bürgern geplant werden. Foto: Besim Mazhiqi

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Der Hövelhofer Rat hat die Grundsatzplanung für die Umgestaltung des Hövelmarktes auf den Weg gebracht. Im Vergleich zur ursprünglichen Planung, die im Bauausschuss als »zu parkplatzlastig« kritisiert worden war, ist jetzt noch einmal eine Parkreihe im Einfahrtsbereich des Platzes, neben dem Geschäftshaus Allee 24-26, mit etwa zwölf Parkplätzen weggefallen.

Das Bauamt hatte zusammen mit Planer Günter Drilling im Vergleich zur Ursprungsplanung vier Varianten mit weniger Parkplätzen erarbeitet, eine fünfte kam aus Reihen der SPD. Der Vorschlag der Sozialdemokraten war der Radikalste, die SPD hätte es gerne gesehen, wenn ausschließlich entlang der Kirchenmauer hätte geparkt werden dürfen.

An der Einfahrt fallen Parkplätze weg

Bauamtsleiter Andreas Markgraf erläuterte, warum er die Variante, die letztlich auch beschlossen wurde, favorisiert: »Für Besucher der Gastronomie, des Pfarrheims, der Kirche und des Fitnessstudios brauchen wir eine gewisse Anzahl an Stellplätzen. Verzichten wir auf die Plätze, die in der Ursprungsplanung rechts hinter der Einfahrt angedacht waren, schaffen wir es, dass sich der Platz schon vorne optisch mehr öffnet.«

Er riet davon ab, die Längs-Parkreihe hinter dem Geschäftshaus Allee 24-26 wegfallen zu lassen – auch aus taktischen Gründen: »Wir müssen Werbung dafür machen, dass sich auch die Immobilienbesitzer und Geschäftsleute auf ihren Flächen an der Umgestaltung des Hövelmarkts beteiligen – und da wird es schwierig, zu argumentieren, wenn wir ihnen die Parkplätze wegnehmen.«

Neisens: »Das ist noch nicht das Ende der Diskussion«

Udo Neisens sagte, nach einem Besuch Markgrafs in der CDU-Fraktionssitzung sei seine Partei von der vom Bauamt favorisierten Variante überzeugt: »Das ist natürlich noch nicht das Ende der Diskussion, hier geht es um eine Leitplanung für den Förderantrag, der bis Ende November gestellt werden muss. Wo genau ein Brunnen hinkommt, wie viele Fahrradständer oder Behindertenparkplätze wir wo brauchen oder wie wir den verkehrsfreien Raum gestalten, sind Dinge, die wir mit den Bürgern besprechen sollten.«

Opposition bemängelt erneut fehlendes Parkplatzkonzept

Grüne, FDP und SPD wiesen nochmals darauf hin, dass bei den aktuellen Planungen ein Parkplatzkonzept fürs gesamte Zen­trum (von den Grünen 2017 beantragt, von der CDU abgelehnt) hilfreich gewesen wäre. »Auch dieser Entwurf und die Zahl der verbleibenden Parkplätze basiert wieder auf dem Bauchgefühl gewisser Personen«, sagte Jörg Schlüter (Grüne), »ein Parkplatzkonzept könnten wir auch jetzt noch erstellen lassen, dann hätten wir Fakten statt Bauchgefühl.«

Gegen die Formulierung »Bauchgefühl« wehrten sich sowohl CDU-Fraktionschef Udo Neisens als auch Bauamtsleiter An­dreas Markgraf. »Hier im Rat haben wir den versammelten Sachverstand, und unser Bauamtsleiter ist ein anerkannter Städteplaner. Hier herrscht kein Bauchgefühl«, sagte Udo Neisens. »Wir arbeiten nicht mit gefühlten Zahlen, ich habe an verschiedenen Tagen und zu verschiedenen Uhrzeiten die Autos gezählt und es ist Fakt, dass 40 bis 50 Parkplätze auf dem Hövelmarkt gebraucht werden«, sagte Andreas Markgraf. »In diesem Zahlenbereich wollen wir die Parkplätze neu ordnen.«

Mit den Stimmen der CDU wurde die auch von ihm bevorzugte Variante beschlossen: eine lange Parkreihe entlang der Kirchenmauer, parallel zur Kirchenmauer eine kurze Reihe entlang des autofreien Bereichs und eine Längsreihe hinter dem Geschäftshaus Allee 24-26.

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