Di., 13.11.2018

Ratsherr Simon Farr: »Wir wollen einen Platz für Menschen, nicht für Autos« SPD kritisiert Entscheidung zum Hövelmarkt

Der Hövelmarkt zwischen Allee und Schloßstraße soll 2020 umgestaltet werden.

Der Hövelmarkt zwischen Allee und Schloßstraße soll 2020 umgestaltet werden. Foto: Besim Mazhiqi

Hövelhof (WB/mobl). Die SPD Hövelhof kritisiert die Entscheidung des Gemeinderates zur Neugestaltung des Hövelmarktes . Wie berichtet hatte der Rat mit den Stimmen der CDU eine Grundsatzplanung beschlossen, die drei Parkreihen vorsieht. Die SPD hatte deutlich weniger Parkplätze gefordert.

 »Ein Platz in der Mitte unseres Ortes, für die Menschen, zum Wohlfühlen und Verweilen. Wo Kinder spielen können, man es sich in einem Biergarten, auf der Außenterrasse der Eisdiele oder einfach so gut gehen lassen kann. Ein Ort zum Durchatmen«, so beschreibt SPD-Parteichef Simon Farr den Vorschlag seiner Fraktion zum Hövelmarkt. »So stellen wir uns einen Ortskern vor. Für die Menschen, nicht für Autos.« Diese Chance sei vertan worden, sagt Farr. Fördergelder gebe es nur für verkehrsfreie Flächen.

Kuske: »Menschen wünschen sich Platz zum Sitzen und Spielen«

»Wir haben uns mit sehr vielen Hövelhofern unterhalten und gefragt, wie sie sich den Hövelmarkt vorstellen. Die Frage war von uns bewusst offen gehalten. Hierbei kristallisierte sich ein Wunsch deutlich heraus: Die Menschen wünschen sich einen schönen Platz mit Außengastronomie, wo die Eltern auf der Außenterrasse sitzen können und die Kinder auf dem Platz am Springbrunnen unbehelligt spielen können, ohne auf jedes fahrende Auto zu achten«, erläutert SPD-Vize Hendrik Kuske.

Simon Farr weist ausdrücklich darauf hin, dass aus Sicht der Sozialdemokraten mit den 22 Parkplätzen am Schlossgarten , den Parkplätzen vor dem Rathaus und den von der SPD vorgeschlagenen 24 Parkplätzen auf dem Hövelmarkt ausreichend Parkplätze für Kirchenbesucher, für Familien mit kleinen Kindern und für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, vorhanden gewesen wären:  »Die jetzige Entscheidung macht den Hövelmarkt zu einem riesigen Parkplatz. Zusätzlich verliert man durch diese Entscheidung 70.892,73 Euro Fördergeld.«

Die Leitentscheidung habe jetzt schnell gefällt werden müssen, da das Förderprogramm ausläuft. Die erste Prämisse der CDU-Fraktion sei es aber nicht, sich sachlich mit Anträgen und Anregungen der Opposition auseinanderzusetzen, sondern das vordringlichste Ziel sei es, keinen Antrag der Opposition annehmen zu müssen, macht Farr deutlich.

Bauamt wird demnächst personell verstärkt

Offen bleibt aus Sicht der SPD, warum das Thema nicht zeitgerechter durch die Verwaltung auf die Tagesordnung des Rates gesetzt wurde.  Weniger treffe hierbei die Schuld die Mitarbeiter im Bauamt. »Sie tun derzeit ihr Möglichstes und vieles darüber hinaus, sind jedoch völlig unterbesetzt. Der Bürgermeister hat zurückliegend mehrfach Forderungen der Grünen, der FDP und der SPD nach personeller Aufstockung als unbegründet abgetan. Die CDU in Hövelhof folgt ihm blind«, kritisiert Simon Farr. Die erste Verstärkung für das Bauamt zeichne sich nun aber endlich ab: »Der Druck war doch zu groß.«  

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