Mi., 28.11.2018

Workshop zur Umgestaltung des Hövelhofer Hermann-Löns-Platzes gut besucht Anwohner schreiben »Wunschzettel«

Um diese Fläche geht es: Der Hermann-Löns-Platz soll 2019 neu gestaltet werden. Die Anwohner wünschen sich eine Kombination aus Spiel- und Dorfplatz und klarere Strukturen. Am liebsten sähen sie, wenn vor allem Naturmaterialien verwendet werden würden.

Um diese Fläche geht es: Der Hermann-Löns-Platz soll 2019 neu gestaltet werden. Die Anwohner wünschen sich eine Kombination aus Spiel- und Dorfplatz und klarere Strukturen. Am liebsten sähen sie, wenn vor allem Naturmaterialien verwendet werden würden.

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Eine Seilbahn. Eine Nestschaukel. Was zum Klettern. Mehr Sitzgelegenheiten. Der Wunschzettel für die Umgestaltung des Hermann-Löns-Platzes in Hövelhof ist lang. Etwa 30 Anwohner haben am Samstag im Rathaus mit Mitarbeitern des Bauamtes und des Dortmunder Planungsbüros Stadtkinder darüber diskutiert, wie der 3000 Quadratmeter große Platz künftig aussehen könnte.

»Ich finde das super, dass wir uns hier einbringen können und gefragt werden, was wir uns für den Platz wünschen«, sagt Elke Vullhorst. Ihre Töchter Emma und Toni haben sich bereits Tage vorher viele Gedanken gemacht und eine ganze Liste mit ins Rathaus gebracht. Sie basteln mit Papprollen, Knete und Kleister ein Modell, während verschiedene Gruppen Erwachsener auf Plänen zeichnen und zusammenfassen, was ihnen wichtig ist.

Der Zusammenhalt und die Atmosphäre in dem Bürgerworkshop beeindruckt sowohl die Mitarbeiterinnen des Dortmunder Planungsbüros als auch die Vertreter des Hövelhofer Bauamtes. »Hier hat sich ein sehr anregender Gedankenaustausch entwickelt und wir nehmen sehr viele Denkanstöße mit für die weiteren Planungen«, sagt Sandra Freidank vom Büro Stadtkinder. Möglichst noch 2019 soll der Platz umgestaltet werden. Die Planungen, die jetzt nach dem Workshop erstellt werden, sollen dann erneut in Hövelhof präsentiert und diskutiert werden.

Charakter des Platzes soll erhalten bleiben

Eins kristallisiert sich in allen Arbeitsgruppen schnell heraus: »Der Charakter des Platzes muss unbedingt erhalten bleiben«, sind sich die Teilnehmer einig. Ebenso einig sind sie sich in der Forderung, dass deutlicher darauf hingewiesen werden müsse, dass rund um den Platz nur Tempo 30 erlaubt ist. Markierungen wären da hilfreich, sagen die Nachbarn. »Das nehmen wir als Anregung mit«, sagt Heike Vahle vom Bauamt.

Klarere Strukturen gewünscht

Die Anwohner wünschen sich einen offenen, auf keinen Fall eingezäunten Platz, auf dem der alte Baumbestand erhalten bleibt und möglicherweise sogar zusätzliche Bäume gepflanzt werden. Dunkle Ecken sollen vermieden, Spiel- und Aufenthaltsflächen klarer strukturiert und mit entsprechenden Geräten und Sitzgelegenheiten aufgewertet werden. »Möglichst viel aus Naturmaterialien«, sagt Elke Vullhorst. Sitzgelegenheiten haben ihre Töchter Emma und Toni zum Beispiel rund um den so genannten Franzosenstein platziert. Vom Barfußpfad über einen Bouleplatz bis hin zu einer Matschanlage oder Fitnessgeräten reichen die Vorschläge aus den Gruppen, die das Büro Stadtkinder nun zu einem ersten Konzept zusammenfassen wird.

Erste Häuser wurden 1950 bezogen

Die Siedlung am Hermann-Löns-Platz wurde Anfang der 1940er Jahren für Familien, die aufgrund der Erweiterung des Truppenübungsplatzes ihre Heimat in der Hövelsenne verlassen mussten, zur Verfügung gestellt. Gebaut wurde dort dann allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Gemeinde Hövelhof einen Großteil des Areals von acht Hövelsenner Familien erwarb, um Baugebiete auszuweisen, wie sich Heimatforscher Heinrich Fortmeier erinnert. Schon 1950 waren dann die ersten Häuser in der so genannten Jägerkreuzsiedlung bezugsfertig, der Hermann-Löns-Platz war schon damals der Mittelpunkt der Siedlung.

Seit 1967, als Hövelsenne endgültig Truppenübungsplatz wurde, steht auch der Franzosenstein auf dem Platz, den französische Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg in der Hövelsenne geborgen und dort aufgestellt hatten. Er steht als Naturdenkmal unter Schutz und gilt als Erinnerung an den Ortsteil Hövelsenne

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