Hövelhof muss bis Ende Januar 50 weitere Asylbewerber aufnehmen
»Haus Ahmet« wird bezogen

Hövelhof (WB). Die Gemeinde Hövelhof muss bis Ende Januar 50 weitere Asylbewerber aufnehmen. Das hat zur Folge, dass nun erstmals auch im ehemaligen Landhaus Ahmet an der Grenze zu Kaunitz Flüchtlinge untergebracht werden. Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting informierte darüber im Ausschuss für Familie, Kultur und Sport.

Donnerstag, 06.12.2018, 07:00 Uhr
2017 wurde das ehemalige Landhaus Ahmet von der Gemeinde Hövelhof saniert und steht seitdem für die Aufnahme von Flüchtlingen bereit. In den kommenden Wochen ziehen die ersten Asylbewerber an der Gütersloher Straße ein. Foto: Besim Mazhiqi
2017 wurde das ehemalige Landhaus Ahmet von der Gemeinde Hövelhof saniert und steht seitdem für die Aufnahme von Flüchtlingen bereit. In den kommenden Wochen ziehen die ersten Asylbewerber an der Gütersloher Straße ein. Foto: Besim Mazhiqi

Die Sennegemeinde hatte das ehemalige Hotel an der Gütersloher Straße bereits Ende 2015 gekauft und im Sommer 2017 für etwa 350.000 Euro herrichten lassen. In der ehemaligen Restaurantküche können sich die Bewohner künftig selbst verpflegen. Der frühere Gastraum wurde in sechs Zimmer unterteilt, zudem gibt es im ersten Stock zwölf Zimmer, die einst als Hotelzimmer genutzt wurden. Insgesamt können künftig etwa 30 Flüchtlinge im ehemaligen Landhaus Ahmet leben.

Bezirksregierung weist weitere Flüchtlinge zu

Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting sagte, die Quote der in Hövelhof lebenden bereits anerkannten Flüchtlinge sei relativ gering, so dass die zuständige Bezirksregierung Arnsberg angekündigt habe, bis zur fünften Kalenderwoche 2019 insgesamt etwa 50 weitere bereits anerkannte Flüchtlinge zuzuweisen. »So eine Ankündigung gab es 2017 schon einmal, damals kamen allerdings weit weniger als die angekündigten 50. Das ist jetzt anders, diesmal rechnen wir bis Ende Januar fest mit 50 Personen«, sagte die Bürgermeisterstellvertreterin.

Bisher genutzte Unterkünfte reichen nicht mehr aus

Um diese 50 Menschen unterbringen zu können, reichen die bisherigen Unterkünfte, zum Beispiel an der Bielefelder Straße, nicht mehr aus. Die geplante Erweiterung der Unterkunft an der Bielefelder Straße war in diesem Jahr verschoben worden. Die Baugenehmigung liegt allerdings vor, so dass schnell begonnen werden könnte, wenn die Asylbewerberzahlen weiter steigen.

Die Gemeindeverwaltung denke auch darüber nach, die leer stehenden Räume der alten Bücherei an der Bahnhofstraße für Flüchtlinge umzubauen, sagte Petra Schäfers-Schlichting. In diesem Gebäude sind im oberen Stockwerk bereits Asylbewerber untergebracht, die Bücherei ist wie berichtet im November in den Neubau im Schlosspark umgezogen.

Die aktuelle Zahl an Flüchtlingen in Hövelhof gab Petra Schäfers-Schlichting im Ausschuss ebenfalls bekannt. Demnach leben derzeit 44 anerkannte Asylbewerber im Ort. Insgesamt befänden sich zudem 78 im Asylverfahren, zudem leben 32 geduldete Flüchtlinge in der Sennegemeinde, deren Asylantrag negativ beschieden worden sei. Dazu kommen bis Ende Januar nun 50 weitere, anerkannte Flüchtlinge mit Bleibeperspektive.

Nachbarn fürchten einen »sozialen Brennpunkt«

Im Juni 2017 hatte es vor dem Umbau des Landhauses Ahmet eine Bürgerversammlung im Rathaus gegeben. Anwohner hatten die Lage der geplanten Flüchtlingsunterkunft kritisiert, die sieben Kilometer vom Ortskern entfernt liegt. Sie befürchten dort einen »sozialen Brennpunkt« und fragten nach, wie die Flüchtlinge so weit vom Ortskern entfernt betreut werden sollen. Inzwischen hat die Gemeinde Hövelhof mit Ralf Daut von den Maltesern einen Flüchtlingsbetreuer eingestellt , der mit einer halben Stelle im Rathaus arbeitet.

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