Fr., 07.12.2018

SPD wollte Geschichte der Weltkriege in Hövelhof aufarbeiten CDU lehnt Wanderweg ab

Die SPD hatte einen Themenwanderweg für Hövelhof vorgeschlagen, der zu Stationen führen sollte, die mit den beiden Weltkriegen inhaltlich im Zusammenhang stehen.

Die SPD hatte einen Themenwanderweg für Hövelhof vorgeschlagen, der zu Stationen führen sollte, die mit den beiden Weltkriegen inhaltlich im Zusammenhang stehen. Foto: dpa/Michael Reichel

Hövelhof (mobl). In Hövelhof wird es keinen Themenwander- oder -radweg zu Stationen geben, die sich mit dem Ersten und Zweiten Weltkrieg befassen. Die CDU-Mehrheit hat einen Antrag der SPD im Ausschuss für Familie, Kultur und Sport abgelehnt.

Brigitte Hennerkes und Mario Schäfer von der SPD hatten ihre Idee vorgestellt: einen Rundwander(rad)weg, der sich thematisch mit den Weltkriegen und ihren Folgen auseinandersetzt. Vorgeschlagen hatte die SPD, dass der Weg zum Beispiel am Bahnhof, dem Russenpatt, dem Stalag 326, dem Mauerstück in Riege (als Kriegsfolge), dem Bahnhof in Klausheide und dem Kriegslager in Staumühle entlang führen könne. »Damit sprechen wir geschichtlich Interessierte an und wir würden die Stabstelle Marketing gerne beauftragen, zusammen mit dem Ortsheimatpfleger und anderen Kennern eine Route auszuarbeiten«, sagte Brigitte Hennerkes.

Marketingchef Thomas Westhof sagte, an gewissen Projekten arbeite seine Abteilung bereits, die hier genannten historischen Anlaufpunkte seien für einen Rundwanderweg aber zu weit voneinander entfernt: »Das wäre kaum zu vermarkten.« Als Radrundweg aber könne er sich eine solche Strecke durchaus vorstellen.

Westhof verwies darauf, dass jedes Jahr zum 1. Mai zum Beispiel ein Biergartenführer herausgegeben werde, in dem auch markiert sei, wie die dort genannten Biergärten mit dem Rad erreichbar seien. »Wir sind gerade dabei, so ein Konzept auch zusammen mit der katholischen Kirche zu erarbeiten, eine Art Kirchenrundweg. Für das Thema Weltkriege könnte man das auf dieser Grundlage sicherlich machen, wenn es nicht sofort sein muss.« Dazu könne man die entsprechenden Orte auflisten und aufzeigen, wie man sich mit dem Rad am besten »abfahren« könne, ohne gleich einen offiziell ausgeschilderten oder möglicherweise sogar zertifizierten Weg anzubieten.

Die SPD wollte daraufhin ihren Antrag auf einen Rundwander(rad)weg abändern und die Stabstelle Marketing beauftragen, lediglich ein Konzept zu erarbeiten.

Die CDU sah für ein solches Konzept keinen Bedarf. »Der Verkehrsverein und die Stabstelle Marketing arbeiten an Angeboten für Radler und Wanderer bereits sehr intensiv. Ich sehe nicht, warum da jetzt noch ein weiteres Konzept beantragt werden müsste«, sagte der neue CDU-Vorsitzende Tobias Steinrücke. Juliane Brauckmann von den Grünen hätte ein solches Konzept durchaus sinnvoll gefunden, ebenso wie die Antragsteller von der SPD selbst. Die CDU aber hielt den Antrag für unnötig und lehnte die Idee der SPD im Ausschuss ab.

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