Sa., 15.12.2018

Träger für eine mögliche neue Einrichtung wird gesucht In Hövelhof fehlen Kita-Plätze

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Symbolbild Foto: dpa/Christian Charisius

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). In Hövelhof fehlen für das im Sommer beginnende Kita-Jahr überraschend Plätze im Bereich der U-3-Betreuung. Derzeit stünden 25 Kinder auf der Warteliste, sagte Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting.

Die genaue Zahl unterliege aber Schwankungen, bei den genannten 25 Kindern handele es sich zunächst einmal um all jene, die keinen Platz in der von den Eltern angegebenen Wunsch-Einrichtung bekommen hätten. Gemeinsam mit dem Kreisjugendamt soll jetzt in einem so genannten Interessensbekundungsverfahren ein Träger für einen neuen Kindergarten gefunden werden.

Interessensbekundungen bis 31. Dezember möglich

Mögliche Träger sind angeschrieben worden und haben nun bis 31. Dezember Zeit, sich zurückzumelden und einen Vorschlag für eine neue Kita zu unterbreiten. »Das ist ein ganz offenes Verfahren, in dem wir zunächst wenig Vorgaben machen«, sagte Petra Schäfers-Schlichting. So sei es offen, ob die neue Kita auf einem kommunalen Grundstück oder im Rahmen eines Investorenmodells entstehen solle. Ebenso offen sei man in der Gemeindeverwaltung für den Ort, an dem die neue Kita entsteht: »Ob das nahe des Ortskerns ist oder in Riege, Espeln oder einem anderen Ortsteil – wir möchten uns alle Vorschläge anhören«, sagt die Amtsleiterin.

»Erweiterung unseres Angebots anstoßen«

Die Situation, dass es mehr Anmeldungen als Plätze gibt, sei neu für Hövelhof: »Das hatten wir so noch nicht, möchten das jetzt aber zum Anlass nehmen, eine Erweiterung unseres Angebots anzustoßen.« Schäfers-Schlichting sagte, auch in anderen Kommunen nehme der Anteil der Eltern, die eine Betreuung ihrer Kinder bereits im Alter von unter drei Jahren wünschten, stetig zu. Dies sei auch in Hövelhof zu beobachten und darauf müsse man reagieren.

In den vergangenen Jahren sei es meist gelungen, Kindern, die auf der Warteliste standen, noch eine Alternative, zum Beispiel in einer Tagespflege, anzubieten. Jetzt aber sei es an der Zeit, eine weitergehende gute Lösung zu finden. Die Verwaltung werde nun die Interessensbekundungen möglicher Träger abwarten und gegebenenfalls eine Vorauswahl treffen. Dann könnten sich die verbliebenen Bewerber auch noch einmal in den politischen Gremien mit ihren Konzepten und Vorstellungen präsentieren. Möglicherweise sei ab dem Sommer 2019 dann zunächst eine Übergangslösung von Nöten, aber auch das wolle man von den Vorschlägen abhängig machen, die im Rahmen des Interessensbekundungsverfahrens eingingen.

Ein ähnliches Verfahren läuft derzeit in der Nachbarstadt Delbrück. Hier hatten sich sechs interessierte Träger im Sozialausschuss vorgestellt.

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